prophil e.V.

Prophil 01
Prophil 02

… ganz nah ran ans künstlerische Leben der Bremer Philharmoniker

Über uns

Das bewegt prophil in Bremen

prohil e.V., der Freundeskreis der Bremer Philharmoniker, möchte dazu beitragen, dass Musik unsere Stadt liebens- und lebenswert macht. Als flüchtigste der schönen Künste ist die Musik in ihrer Herstellung auch die kostspieligste – und bedarf daher einer besonderen Förderung über die staatliche Zuwendung hinaus.

Unsere Veranstaltungen bilden eine Brücke zwischen dem Orchester und den Bremer*innen: Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden schaffen wir Freiräume für innovative Orchesterprojekte der Bremer Philharmoniker, ermöglichen neue Ideen und fördern Kinder, zum Beispiel in der Musikwerkstatt. Mit dem Know-how unserer Mitglieder*innen bilden wir ein Netzwerk zur Förderung des Orchesters – sehr zum Wohle Bremens.

Satzung (PDF)

Das bietet prophil Ihnen

  • Jährlich eine kostenlose Teilnahme an einem 5nachsechs-Afterwork-Konzert
  • Begegnung mit den Musiker*innen im Anschluss an das Konzert
  • Jährliche Einladung zum Neujahrsempfang
  • Einladung zu Orchesterproben mit Einführungen durch die Musiker*innen
  • Vorträge mit Werkeinführungen
  • Musikfilmabende

»Bei prophil können die Mitglieder sich über das Gehörte und Erlebte mit anderen Musikliebhabern oder Musikern austauschen und somit tiefere Einblicke in das Konzertleben gewinnen.«
Katrin Rabus, Vorsitzende

Prophil 03
Prophil 04

rechts: Freuen sich auf neue Mitglieder bei prophil: Katrin Rabus, Ehrenvorsitzende (Mitte), Stephan Kohlrausch, stellv. Vorsitzender und Anne Lüking, Vorsitzende sowie natürlich ebenfalls, wenn auch nicht auf diesem Bild, Daniel de Olano, stellv. Vorsitzender und Karin Hinrichs, Schatzmeisterin.

Veranstaltungen

02|02|19 00:00 Uhr

Konzertreise nach Amsterdam

29|03|19 18:30 Uhr

Mitgliederversammlung 2019

Plantage 13

29|03|19 20:00 Uhr

Konzert der Akademisten der Bremer Philharmoniker

Plantage 13

27|04|19 10:00 Uhr

Probe Glocke

Mozart, Dirigent Christian Zacharias exklusiv für Mitglieder

Meldungen

21.12.2018

„Wir müssen die unsichtbare Mauer durchbrechen“

weiterlesen

DH 760 8939k

Eine Probe der Bremer Philharmoniker in ihrem Übungsraum an der Plantage in Findorff, exklusiv für prophil-Mitglieder. Musikerinnen und Musiker im Alltags-Look. Chefdirigent Marko Letonja sitzt auf einem hohen Stuhl, die Beine nach hinten verschränkt, gelegentlich springt er auf. „Taktzahl 175“, sagt er und hebt gleich darauf zu singen an: Jamparipam“. Und los geht’s. Takt 227. Und wieder singt der Generalmusikdirektor zur Illustration des gewünschten Tempos. Diesmal „Tarantarim, tarantarim“. Zuhörerinnen und Zuhörer sind fasziniert, dass sie so hautnah die intensive Arbeit am vierten Philharmonischen Konzert „Winterzauber“ verfolgen dürfen. Leseprobe nennt sich diese erste Verständigung über einzelne Takte. Und es steckt wahnsinnig viel Arbeit drin. Prophil-Mitglied Karla Götz hatte Gelegenheit für ein kurzes Interview mit dem Chefdirigenten.

Herr Letonja, was bedeutet eine Probe mit Publikum für Sie und das Orchester?

Marko Letonja: Probenbesuche wurden jahrelang unterschätzt. Manche Musiker und Dirigenten sehen Proben als etwas ganz Intimes an und wünschen keine Öffentlichkeit. Für mich ist die Idee, Proben zu öffnen, jedoch ganz wichtig. Wir zeigen, wie wir ein Musikstück zusammen entwickeln. Nicht nur den Zuhörern macht das Spaß, sondern motiviert auch das Orchester und gibt mir inspirierende Gedanken. Es ist eine Win-win-Situation. Eine wirklich gute Erfahrung war die öffentliche Probe von Béla Bartóks Konzert für Orchester in der Glocke. 200 Interessierte sind gekommen! Ich habe ein Mikrophon benutzt, weil ich ja mit den Rücken zum Saal sitze, damit die Leute aber trotzdem gut hören können, was ich den Philharmonikern sage. Es entsteht ja eigentlich eine unsichtbare Wand zwischen Orchester und Publikum. Das ist einfach so. Wir müssen diese unsichtbare Mauer durchbrechen. Das habe ich mir zur Aufgabe gemacht.

Und das gelingt mit öffentlichen Proben?

Unter anderem. Es gibt aber auch noch weitere erfolgreiche Formate. In Straßburg haben wir bei einer Haydn-Sinfonie das Publikum zu den Musikern auf die Bühne gesetzt, damit sie das Orchester hautnah erleben konnten. Die Leute waren begeistert.

Das Publikum braucht ja auch Nachwuchs. Wie holen Sie junge Leute in Konzerte?

Junges Publikum muss man erst einmal gewinnen. Die Bremer Philharmoniker sind darin über lange Jahre erfolgreich und leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Alle Initiativen speziell für junges Publikum sind super, die Musikwerkstatt, Proben für Schulklassen, Jugend-und Familienkonzerte …

Muss man die Musik erklären?

Ja, auf leichtere Art und nach meiner Überzeugung immer aus der Musik heraus. Vom Kern der Musik müssen wir ausgehen und mit Assoziationen und Themen die Besonderheiten der Musikstücke hervorheben. Wichtig ist aber immer das Prinzip: Zuerst die Musik.

Es ist Ihre erste Spielzeit in Bremen, zugleich sind Sie noch Chefdirigent des Orchèstre Philharmonique des Strasbourg und Artistic Director des Tasmanian Symphony Orchsetra. Auf welches Orchester konzentrieren Sie sich?

Der Kern ist für mich Bremen. Aber wir wussten, dass 2018 ein Übergangsjahr sein wird. In Australien bin ich nur noch selten. Straßburg konnte ich nicht so einfach aufgeben. Wenn 110 Musikerinnen und Musiker in einem offenen Brief schreiben: Sie sind unser 111. Musiker, das Publikum mich zum Bleiben bewegen will, dann ist das schon schwer, sich loszueisen. Von Anfang an war auch vertraglich klar, dass diese Spielzeit eine Übergangsphase mit nur fünf Konzerten für mich sein wird. Aber im nächsten Jahr mache ich schon meine erste Oper am Theater Bremen, den Falstaff. Mein Platz ist hier.

Sie haben Bremen mal als eine stille Stadt bezeichnet. Wie meinten Sie das?

Mein wirkliches Leben sind die Momente der Stille. Der allgemeine Geräuschpegel in der Bremer Innenstadt ist niedriger als andernorts. Zum Beispiel Mailand: Dort ist es so lärmig, dass ich das Fenster im Hotel nicht öffnen kann. Ich muss es schließen und kriege keine Luft. Nicht nur der geringe Stadtlärm fällt mir positiv auf. Die Stille im Konzertsaal Glocke ist wunderbar. Da muss ich ein großes Kompliment an das Bremer Publikum machen. Momente der Stille, in der Musik Generalpause genannt, sind hier zu halten. Ich spüre das Publikum im Rücken und merke, wie es förmlich den Atem anhält. Das hat mich schon vor zehn Jahren bei meinem ersten Besuch in Bremen fasziniert.

Copyright Fotos: Harald Rehling

19.11.2018

Wahl des neuen Vorstandes und Ernennung von Katrin Rabus zur Ehrenvorsitzenden

weiterlesen

IMG 3202

Am Donnerstag, den 15.11.2018 wurde Katrin Rabus als Vorsitzende des Freundeskreises der Bremer Philharmoniker, prophil, verabschiedet und gleichzeitig von der Mitgliederversammlung zur Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Zur neuen (aktiven) Vorsitzenden wurde Anne Lüking gewählt, Stellvertreter sind Stephan Kohlrausch und Daniel deOlano, Schatzmeisterin Karin Hinrichs.

Wir freuen uns auf die zukünftige Arbeit.

12.11.2018

Probe zum 3. Philharmonischen Konzert am 8.11.2018 in der Plantage

weiterlesen

IMG 3721

Für das Orchester stand Jean Sibelius „Pohjolas Tochter op. 49“ auf dem ersten Teil der Probe und die Mitglieder von „prophil“ konnten teilnehmen. Wir Mitglieder sitzen im Probenraum und erleben das Ankommen der Musikerinnen: Stimmengewirr, Aufregung, Instrumente stimmen, für den Dirigenten ein letzter Blick in den Spiegel.
Dann beginnt das Musizieren mit voller Konzentration. Wir hören den ersten Durchgang des Stückes, wir entdecken die tiefe Stimme des alten Fährmanns und die der schönen Tochter Pohjolas in den hellen Klangwelten, das aufkeimende Begehren und die davon unbehelligten hellen Klänge. Dann Unterbrechung des Dirigenten und die genaue Probenarbeit beginnt. Sehr konzentriert korrigiert Michail Akrest die Musiker an einzelnen Stellen, mit lebhafter Körpersprache und bildreichen Vorschlägen.
Das Dirigat findet auf englisch, deutsch und italienisch statt, manchmal übersetzt die Kapellmeisterin. Wir hören Anweisungen wie „a bit moor rocky“, „viel, viel besser“, „Tutti for tutteeight“.
Ein Blick auf die Noten der Konzertmeisterin macht uns schwindelig. Wir lernen, Musik ist harte Arbeit. 20.14 Uhr – Pause – für uns als Mitglieder ist jetzt Ende.
Wir treffen uns in den Räumen der ehemaligen Galerie und vier Musiker
innen verbringen ihre Pause mit uns. Wir erfahren, dass das Stück ganz neu für sie ist, deshalb eine gewisse Anspannung in der Probe. Und sie nehmen uns mit in die Bildsprache des Dirigenten von der sie ganz begeistert erzählen. Wenn er die Musiker*innen auffordert, den Anfang eines Satzes wie einen Hund, der mit der Pforte streichelt und nicht wie eine Katze, die schrill miaut, zu spielen oder von seinem Sommeraufenthalt in Finnland an der Grenze zu Russland erzählt, um das Gefühl in der Seele des alten Fährmanns zu erklären.
Wir möchten die Musiker bei ihrer Arbeit unterstützen durch den Instrumentenfonds. Wir freuen uns über jede Spende zur Anschaffung eines neuen Kontrabasses für das Orchester. (IBAN DE53 2905 0000 2002 0562 91).

Mitglied werden

Private Mitgliedschaft

Erfahren Sie mehr über klassische Musik heute, über den Alltag der Musiker*innen, über den Betrieb des Orchesters oder wie ein Programm zustande kommt.

Ihre Vorteile als Mitglied:

  • Sie können pro Jahr kostenlos ein 5nachsechs-Afterwork-Konzert besuchen.
  • Sie begegnen den Musiker*innen im Anschluss an das Konzert.
  • Sie erhalten jedes Jahr eine Einladung zum Neujahrsempfang.
  • Wir laden Sie zu Orchesterproben mit Einführungen durch die Musiker*innen ein.
  • Sie bekommen wertvolle Hintergrundinformationen durch Vorträge mit Werkeinführungen.
  • Sie können Musikfilmabende genießen.
Schüler*in / Student*in 25 Euro
Einzelmitgliedschaft 50 Euro
Paare 80 Euro
Förderer (besondere Leistung, sprechen Sie uns an) 500 Euro

Antrag private Mitgliedschaft (PDF)

Firmenmitgliedschaft

Ermöglichen Sie sich und Ihren Mitarbeitern neue Horizonte und fördern Sie nebenbei die Bremer Kulturlandschaft.

Ihre Vorteile als Firmenmitglied:

  • Sie nehmen mit bis zu 10 Gästen oder Mitarbeiter*innen an zwei 5nachsechs-Konzerten teil.
  • Für jeweils bis zu 10 Gäste oder Mitarbeiter*innen haben Sie alle Vorteile der privaten Mitgliedschaft (s.o.).
  • Nach den 5nachsechs-Konzerten lernen Sie in lockerer Atmosphäre Mitglieder des Orchesters kennen und können alles fragen, was Sie schon immer wissen wollten, z.B. über klassische Musik heute, über den Alltag der Musiker*innen, über den Betrieb eines Orchesters oder wie ein Programm zustande kommt.
Firmenfördern5nachsechs pro Jahr 1000 Euro

Antrag Firmenmitgliedschaft (PDF)

Spenden

Unterstützen Sie die Bremer Philharmoniker durch eine Spende oder helfen Sie mit einer zweckgebundenen Spende, ein bestimmtes Projekt zu unterstützen. Wir bitten insbesondere um Spenden für die musikalische Förderung von Kindern in benachteiligten Quartieren – Stichwort: Musikwerkstatt.

Mit Saisonbeginn 2017/18 richten wir einen Musikinstrumentenfonds ein und bitten um Unterstützung – Stichwort: Instrumentenfonds.

Weiterhin bitten wir um Spenden, die geflüchteten Menschen Konzertbesuche ermöglichen – Stichwort: Flüchtlinge ins Konzert.
 

Spendenformular (PDF)

Unsere Mitglieder und Förderer

Mitglieder und Förderer

Prophil 05
Prophil 06

Kontakt

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

prophil e.V. Freundeskreis der Bremer Philharmoniker
Plantage 13 / 28215 Bremen

0421 701 454
info@prophil.de