prophil e.V.

Meldungen / Übersicht

2017

16.09.2017

Auftritt auf der HanseLife

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Die HanseLife am Samstag, den 16.09.2017, war auch für die kleinen Musiker*innen der Musikwerkstatt Bremen etwas ganz Besonderes. Die großen und kleinen Geiger*innen, Cellisten und Bratschisten der Grundschulen Grolland, Ellenerbrockweg und Am Pulverberg spielten vor großem Publikum, in dem auch Eltern und Großeltern saßen und fast aufgeregter waren als die kleinen Künstler*innen.

Am Ende musizierten ca. 80 Kinder mit ihren Lehrer*innen auf der Bühne. Alle drei Schulen sind seit langem Partnerschulen der Bremer Philharmoniker, die Grundschule Grolland bereits seit 10 Jahren.

prophil hat dieses Projekt gern unterstützt.

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08.06.2017

5nachsechs-Konzert ohne Markus Poschner

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Nach dem 5nachsechs-Konzert wollten mehr als 80 Mitglieder im Foyer der Glocke Abschied von Markus Poschner nehmen – eine schwere Schulterverletzung hinderte ihn leider, dieses Konzert zu dirigieren. Schatzmeisterin Anne Lüking erinnert sich zum Abschied: „Bei vielen Gelegenheiten hat Markus Poschner unsere Mitglieder zu Proben eingeladen und uns im Anschluss den Komponisten und dessen Werk erklärt. Eine Probe in der Glocke ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Es ging um ein Mahler-Konzert. Er beschrieb das Komponierhäuschen, wahrscheinlich in Maernigg am Wörthersee, die grünen Hügel, die Spaziergänge des Komponisten so intensiv, dass es mir noch heute vor Augen ist, wenn ich Mahlers Musik höre.“

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31.05.2017

Pauke hautnah

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„Ist das eigentlich schwer?“ „Warum brauchen die Paukenspieler/innen so viele verschiedene Schlegel? Wie viele Töne gibt es auf einer Pauke? Diese und andere Fragen beantwortete Rose Eickelberg bei „Pauke hautnah“ am 31.05. im Probenraum der Bremer Philharmoniker in der Plantage.

Die Mitglieder von prophil erlebten einen mitreißenden und informativen Paukenworkshop. Frau Eickelberg begrüßte uns mit einem Ausschnitt einer Orchester-Studie für Pauke von Franz Krüger und demonstrierte anschaulich alle Fragen zur Spieltechnik, Schlegelwahl, Paukenstimmung und Instrumentenentwicklung.

Dann ging es „zur Sache“. 14 Pauken standen bereit. Nach einer kurzen Einführung in die korrekte Schlegelhaltung und einer Übephase unter vollem Körpereinsatz mit Text und Bodypercussion spielten alle Teilnehmer auf zwei Pauken den Beginn der Carmen-Ouvertüre zur Orchestereinspielung von der CD. Das war ein großer Spaß und manchem Teilnehmer wurde spätestens hier die Eingangsfrage beantwortet.

Bei einem Glas Wein gab uns Frau Eickelberg anschließend weitere spannende Einblicke in den Alltag einer Orchestermusikerin. Die Zeit verging wie im Flug und so wurden aus einer Stunde dann doch zwei.

Liebe Freunde der Bremer Philharmoniker, werden Sie Mitglied bei prophil und lassen Sie sich solche exklusiven Angebote nicht entgehen.

Stefanie Adler

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Ein herzliches Dankeschön noch einmal an Frau Eickelberg für diesen tollen Abend.

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31.08.2017

Oberschule Helsinkistraße meets music

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Wettbewerb Sparkasse

„Hand in Hand“ haben prophil und die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker einen Preis der Sparkassenstiftung gewonnen: Ihr gemeinsames Projekt „Oberschule Helsinkistraße meets music“ wurde mit 2.500 € prämiert. Am 30.8.2017 wurde der Preis in einer Feierstunde in der Filiale der Sparkasse Blumenthal übergeben.

Das Know-how und das finanzielle Engagement von prophil boten die Grundlage, um die Sparkassen-Projektgelder einzuwerben. Jetzt geht die Oberschule Helsinkistraße wirklich in Richtung Musik. Denn die siebten Klassen werden in den beiden Musikwerkstätten Bremen-Nord der Bremer Philharmoniker sowohl klassische Streich- und Blasinstrumente als auch Percussion kennenlernen.

Danach geht es zu einem Highlight in der Glocke, dem 5nachsechs-Konzert, die Jugendlichen erleben ein großes Symphonieorchester. Den Abschluss bildet ein besonderer Workshop: Über Bodypercussion und musikalische Erfahrung werden die kulturellen und sozialen Grenzen zwischen den Schüler/Innen aufgehoben.

Sparkasse Wir für Kinder Siegel

01.04.2017

Schule am Pastorenweg weiter Partner der Bremer Philharmoniker

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Durch die großzügige finanzielle Unterstützung der ARGE Wohnbau kann die Kooperation zwischen der Grundschule am Pastorenweg und den Bremer Philharmonikern verlängert werden. Die Schule bleibt somit Partnerschule der Bremer Philharmoniker und der enge Kontakt der Schüler zu den Philharmonikern erhalten.

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Von links: Frau Bellmann, Rausch Wohnbau, Katrin Rabus, prophil e.V., Peter Sakuth, ARGE Wohnbau, Herr Meyer, Schulleiter der Schule am Pastorenweg, mit einigen Kindern der Trommelgruppe

28.03.2017

Orchester-Akademisten luden zum Konzert

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Akademiekonzert

Am Dienstag, den 28. März, fand im Rahmen der Mitgliederversammlung 2017 in der Galerie Rabus ein Konzert der diesjährigen Orchester-Akademisten der Bremer Philharmoniker statt. Mit Werken von Ludwig van Beethoven, Ney Rosauro und Antonin Dvorak präsentierten sie ein höchst abwechslungsreiches Programm, bei dem die Violinistin Chanmi Shin, der Bratschist Friedemann Jörns, die Cellistin Joke Flecijn, die Kontrabassistin Yuki Matsumoto und der Schlagwerker David Gutfleisch ihr Können zeigten.

Seit Beginn der Spielzeit 2016/2017 sitzen die fünf Studierenden regelmäßig bei Proben und Konzerten in den Reihen des Orchesters. Ziel ist es, ihnen intensive Einblicke in den Berufsalltag eines Orchestermusikers zu ermöglichen. Allen Akademisten steht ein Mentor aus dem Orchester als Ansprechpartner zur Seite, der bei organisatorischen Fragen zu Diensteinteilungen und Probendisposition weiterhilft, aber auch als Coach bei der Vorbereitung für Konzerte und als Berater bei der Bewerbung für Probespiele zur Verfügung steht.

19.01.2017

Neujahrsempfang 2017 mit Fanny, dem goldigen Geschöpf

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Der prophil-Empfang nach dem Neujahrskonzert ist schon fast Tradition in unserem jungen Verein. Dieses Jahr trafen sich im Anschluss an das Große Neujahrskonzert ca. 100 Mitglieder und Musiker/Innen im Foyer der Glocke, wo sie von der Vereinsvorsitzenden Katrin Rabus und dem Orchesterdisponenten Florian Baumann mit einem optimistischen Prosit begrüßt wurden.

Mit zahlreichen Spenden und der Errichtung von zwei Musikwerkstätten in Bremen-Nord im Jahr 2016 war auch das Netzwerk des Freundeskreises erheblich gewachsen, zudem entschieden sich zwei Gäste spontan, ebenfalls Mitglied bei prophil zu werden. Katrin Rabus dankte dem Orchester und dem Management für ihre Bereitschaft, stets auf die Ideen des Freundeskreises einzugehen.

Zur guten Stimmung trug auch der Solist des Konzerts, Tubaspieler Andreas Martin Hofmeir, bei, der amüsante Anekdoten über seine „Fanny, ein goldiges Geschöpf mit Hang zu tiefen Tönen“ erzählte.

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2016

08.12.2016

5nachsechs: Flüchtlinge ins Konzert

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Unter dem Motto „Flüchtlinge ins Konzert“ wirbt prophil um Spenden für den Kauf von Konzertkarten für Flüchtlinge. Im Dezember 2016 konnten wir zum zweiten Mal eine Gruppe junger Flüchtlinge mit ihrer Betreuerin Marie von Heremann begrüßen. Das ganze Drum und Dran eines klassischen Konzerts hat den jungen Sprachschülern sehr imponiert und ihr Interesse geweckt. Wir setzen das Programm fort.

04.04.2016

5nachsechs für Mitglieder

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Zahlreiche Mitglieder nutzten die Gelegenheit, in lockerer Form im Foyer der Glocke mit den Musikern des Orchesters zusammenzukommen. Generalmusikdirektor Markus Poschner und Intendant Christian Kötter-Lixfeld dankten den Mitgliedern für ihre Unterstützung bei diesem populären Konzertformat.

03.03.2016

prophil weiht ein: Perkussionswerkstatt in Bremen-Nord

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Die von prophil geförderte Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker ist seit 2006 ein Erfolgsmodell. Sie unterstützt die musikalische Nachwuchs- und Breitenarbeit des Orchesters und hat vor allem Schulen in sozial benachteiligten Quartieren im Blick.

Nachdem 2015 die erste Filiale der Musikwerkstatt in der Musikschule Bremen-Grohn gegründet wurde, beginnt nun die Zusammenarbeit mit der Grundschule an der Landskronastraße in Marßel. Es wird eine Percussionwerkstatt für alle Schüler/Innen – ob aus Nord, Mitte, West, Ost oder Süd von Bremen und umzu – gegründet. Hier können sich Kita-Kinder und Schüler/Innen vorwiegend im Grundschulalter sowie junge Migrant/Innen mit Schlaginstrumenten vertraut machen. Das Highlight ist das Gamelan-Orchester, das bereits in der Schule existiert. Und ganz nebenbei wird Marßel mit ganz Bremen in einen Dialog eintreten.

Mitglieder von prophil halfen dabei, zusätzliche öffentliche Fördermittel zu akquirieren, lotsten durch die Förderlabyrinthe und legten selbst Hand an bei der Herstellung feuerfester Gardinen. Ortsamt und Beirat Lesum, die Gewoba und die Brebau, das Theater Bremen sowie prophil schufen die finanzielle Basis, unterstützt vom Senator für Kultur, der Senatorin für Kinder und Bildung und natürlich der Grundschule an der Landskronastraße.

Damit möglichst viele Klassen die Angebote der Musikwerkstätten nutzen können, sucht prophil weiterhin Schulpaten.

02.03.2016

prophil am Barkhof:
Schüler beschäftigen sich mit Schostakowitsch

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Am 2. März 2016 waren prophil-Mitglieder zum Abschlusskonzert eines Musikprojekts des 9. Jahrgangs der Oberschule Am Barkhof und der Bremer Philharmoniker eingeladen. Die Bremer Philharmoniker unterstützen ihre Partnerschule Am Barkhof regelmäßig bei der Realisierung anspruchsvoller Musikprojekte. In diesem Projekt haben die Musikerinnen und Musiker mit den Schülerinnen und Schüler über die Unterdrückung und Verfolgung von Dimitri Schostakowitsch gearbeitet.

Zur Aufführung kam das 8. Streichquartett, Schülerinnen und Schüler lasen Texte zu seinem Leben. Höhepunkt war ein von ihnen komponierter Song, den Schülerband und Bremer Philharmonikern gemeinsam vortrugen. „Where are the human rights?“ fragten darin die Schülerinnen und Schüler und zeigten, wie aktuell das Thema Unterdrückung und Verfolgung ist.

Nicht nur für die Gäste vom Verein prophil war es eine beeindruckende Aufführung, die die Vielfalt der Arbeit der Bremer Philharmoniker widerspiegelt.

10.01.2016

Neujahrsempfang: Dank für Unterstützung neuer Formate

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Wow, was für ein musikalischer Jahresaufschlag! Dame Evelyn Glennie spielte mit den Bremer Philharmonikern das Percussion Concerto von Jennifer Higdon. Im Orchester wurde sie durch weitere sieben Kolleginnen und Kollegen unterstützt. Ihr Auftritt war so kräftezehrend, sie hatte allein drei Spielstätten zu bedienen, dass sie beim anschließenden Neujahrsempfang von „prophil“ nur noch Grüße ausrichten ließ. Rose Eickelberg und Marko Gartelmann (Pauke und Schlagzeug) mischten sich unter die Freunde. Auf die Frage, „Ist das Stück schwer zu spielen?“ kam ein unumwundenes „Ja“.

Aber das war nur ein Teil des Konzertes, die Interpretationen des Orchesters aus Werken von Gershwin, Piazzolla, Gardel und Márquez begeisterten das Publikum.

Christian Kötter-Lixfeld, der Intendant der Bremer Philharmoniker, eröffnete die Reihe der Neujahrsreden beim anschließenden Neujahrsempfang von „prophil“. Er bedankte sich bei den Freunden des Förderkreises prophil für ihr Engagement. Viele neue Formate, so Kötter-Lixfeld, hätten ohne die Unterstützung des Förderkreises gar nicht stattfinden können. Er betonte auch die gute Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Marko Letonja und dass er sich freuen würde, ihn bald wieder in Bremen zu erleben – die Stelle von Markus Poschner ist ausgeschrieben.

Katrin Rabus, Vorsitzende des Förderkreises prophil, betonte: „Auch wenn es der 1001. Neujahrsempfang ist, für unsere Stadt, die Kultur und insbesondere das Orchester ist er wichtig und muss stattfinden.“ Gleichzeitig bat sie die anwesenden Fördererinnen und Förderer, weiter um Mitglieder zu werben, „denn in der heutigen Zeit hat es Kultur nicht leicht.“

Das nahm gleich auch der Dirigent, Marko Letonja, als Stichwort auf. Intensiv bat er um Unterstützung der Kultur durch die Zivilgesellschaft. Auf das Orchester zurückkommend, fand er nur lobende Worte, „engagiert, experimentierfreudig, gutes Betriebsklima“. Schließlich konnte er das Orchester nicht nur zum Musizieren bringen, sondern auch zum Sprechen bei der Zugabe „Mambo Nr. 5.“

Nach so vielen guten Worten zum neuen Jahr fanden sich zahlreiche Freunde, Orchestermitglieder und Förderer in intensiven Gesprächen wieder. Und wie es so immer ist, neue Ideen werden geboren…

2015

13.12.2015

„Es wird Überraschungen geben“

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Dr. Éva Pintér hält für prophil-Mitglieder am 13. Dezember einen Vortrag über Gershwin und Ives.

Éva Pintér ist vielen Besuchern der Philharmonischen Konzerte gut bekannt. Die Musikwissenschaftlerin verfasst nicht nur kluge Texte über die Musikstücke in den Programmheften. Sie gibt auch zu jedem Konzert eine Einführung. Dafür hat sie ein festes, dankbares Publikum. „Ich will keine wissenschaftliche Vorrede halten“, sagt sie. „Ich will Lust machen auf die Musik.“ So gibt sie Empfehlungen, wann die Konzertbesucherinnen und -besucher ganz genau hinhören sollten. Weil es etwas Besonderes zu entdecken gibt.

Mitglieder von „prophil“ haben am Sonntag, dem 13. Dezember, Gelegenheit Éva Pintér ausführlicher zu begegnen. Eine Stunde lang, die Hälfte davon ausgewählte Musikbeispiele, wird sie über „Gershwin und Ives – zwei Gesichter der amerikanischen Musik“ sprechen. Anschließend können Fragen gestellt werden. Die Veranstaltung in der Plantage 13 beginnt am dritten Advent um 16 Uhr. Neugierig auf den Vortrag, stellte Karla Götz der Musikwissenschaftlerin schon vorab ein paar Fragen.

Gershwins „Amerikaner in Paris“ kennen viele Musikliebhaber, was ist das Besondere im Programm des vierten Philharmonischen Konzertes?

Éva Pintér: Die Fassung, die Markus Poschner ausgewählt hat, ist eine Rarität. Es wird eine Welterstaufführung. Das Stück hat wesentlich mehr Takte als die allgemein bekannte Fassung. Sie ist die wirkliche Grundlage für verschiedene Änderungen und Arrangements, die später folgten.

Ives wird den meisten Konzertbesuchern sicher weniger sagen?

Bedauerlicherweise ist Charles Ives weniger bekannt als George Gershwin. Zu Unrecht. Ives ist seit meiner Studienzeit in Budapest für mich ein Lieblingskomponist.

Was ist das Besondere an seinen Kompositionen?

Bei „Three Places in New England” (Drei Orte in Neuangland), die auf dem Programm stehen, kann man sehr schön seinen speziellen Stil kennenlernen. Er legt die Musik in Schichten übereinander. Hier sind es Märsche. Was für ein Geheimnis steckt dahinter? Ives verarbeitet Eindrücke seiner Kindheit. Sein Vater war Musiker, Leiter eines kleinen Orchesters in Connecticut. Wenn er seinen Vater zu Auftritten begleitete, dann hörte er simultan die Musik mehrerer Kapellen. Das hat ihn geprägt.

Ives wird in der Musikwissenschaft als Pionier der Avantgarde angesehen. War er in Amerika ein Vorkämpfer für neue, atonale Musik?

Ein Pionier Neuer Musik zu sein, hätte der Komponist niemals für sich beansprucht. Er liebte aber das Experiment und scheute nicht vor Dissonanzen zurück. Ives wurde in Europa früher entdeckt als in den USA. Er rang um seinen Stil und war eigentlich nie mit einem Werk fertig, von seiner zweiten Klaviersonate gibt es allein zehn Manuskriptfassungen. Die „Three Places in New England“ sind ein außerordentlich anspruchsvolles Werk, an das sich Markus Poschner heranwagt. Es verlangt eine große Besetzung. Wir dürfen gespannt sein.

Wenn die beiden Komponisten zwei Gesichter der amerikanischen Musik sind, im Sinne von höchst unterschiedlich, gibt es denn dann überhaupt eine Gemeinsamkeit zwischen Gershwin und Ives?

Oh ja, Sie müssen sehen, die Musikgeschichte der USA ist relativ jung. Sie haben dort keine Renaissancemusik oder Madrigale aus dem 15. Jahrhundert. Das ist natürlich geschichtlich begründet. Gershwin und Ives verbinden ihre Musik des 20. Jahrhunderts immer mit Unterhaltungsmusik. Da gibt es keine Berührungsängste. Bei Gershwin sind es bekanntlich die Musicals, aber auch Ives verarbeitet Märsche, Zirkusmusik und Tänze in seinen Kompositionen.

Was dürfen wir am 13. Dezember von Ihnen erwarten?

Ich werde viele Musikbeispiele mitbringen, teilweise aus dem Programm des Konzertes, aber auch andere. Außerdem gibt es einige Überraschungen, mehr verrate ich nicht.

Frau Pintér, vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person:

Dr. Éva Pintér hat in den 1970er Jahren in Budapest Musikwissenschaft studiert. Dazu gehörte damals nicht nur Theorie, sondern auch praktische Ausübung der Musik. Es war selbstverständlich, gut Klavier spielen und Partituren lesen zu können. Die inzwischen 62-Jährige lernte in Ungarn ihren Mann, Dr. Hartmut Lück, kennen und kam 1982 nach Bremen. 1992 wurde sie an der Universität Hamburg promoviert. In ihrer Doktorarbeit erforschte sie Leben und Werk des italienischen Komponisten Claudio Saracini, der Anfang des 17. Jahrhunderts lebte. Hartmut Lück ist ebenfalls Musikwissenschaftler, so dass die beiden zu Hause prima fachsimpeln können. Beide gehören zu den 156 ehrenamtlichen Juroren, die den renommierten Preis der Deutschen Schallplattenkritik vergeben. Éva Pintér ist auf Chormusik spezialisiert, Hartmut Lück auf Instrumentalkonzerte. Die profunden Kenntnisse der beiden spiegeln sich auch in ihrer Wohnung wider. Neben vielen Fachbüchern reihen sich in den Räumen CDs aneinander. Éva Pintér schätzt ihre Zahl auf 10.000 und nennt sie „unser klingendes Lexikon“.

25.11.2015

›5nachsechs‹ – Abwechslungsreicher Abend mit anschließendem Treffen

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Die „5 nach 6-Konzerte“ der Bremer Philharmoniker erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so war die Glocke auch am 25. November 2015 gut gefüllt. Ermöglicht werden diese Konzerte unter anderem durch die Förderung von prophil. Nach dem abwechslungsreichen Abend mit gesprochenem Wort und viel erstklassiger Musik rund um Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ trafen sich prophil-Freunde und Musiker in der „Ständigen Vertretung“.

Die Glocke war an diesem Abend mit drei Konzerten ausgebucht. Das war etwas schade, da nur ein kleiner Kreis der Förderer den Weg in die Böttcherstraße fand. Umso intensiver war der Kontakt mit den beiden Violoncelli-Musikern Caroline Villwock und Johannes Krebs. Und es wurde so manche neue Idee geboren. Wer weiß, vielleicht bietet prophil demnächst auch mal eine „Fanreise“ an.

Ganz spontan fanden sich auch neue Freunde für prophil. Es lohnt sich also immer „zukünftige“ Freunde zu unseren Veranstaltungen einzuladen.

21.11.2015

Und schon wieder ein Highlight

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Die Mitglieder von prophil waren am Samstag, dem 21.November 2015 zum zweiten Teil der Generalprobe für das 3. Philharmonischen Konzert eingeladen. Florian Baumann von den Bremer Philharmonikern begrüßte die prophil-Mitglieder und stellte ihnen den Komponisten Sergej Rachmaninow und die Symphonie Nr. 2 E-Moll vor. Das zeigt wieder einmal, wie sehr das Orchester die Unterstützung durch den Verein schätzt.

In der Orchesterpause stieß dann auch der erst 31 Jahre junge Dirigent Antonio Méndez zu den prophil-Freunden. Dieses Konzert ist sein Debüt mit den Bremer Philharmonikern. Und für die Förderfreunde war es die erste Probe mit einem Gastdirigenten.

Rachmaninov hat dieses Werk 1906 geschrieben, sechs Jahre nach der Symhponie Nr. 1. Die verheerende Kritik hatte den Komponisten in eine tiefe Krise gestürzt, betonten Dirigent und Musiker. Das Werk entstand bei seinem Aufenthalt in Dresden, uraufgeführt wurde es jedoch in St. Petersburg und dieses Mal fiel die Kritik freundlicher aus, auch wenn einige Kritiker die Weitschweifigkeit des Werkes beanstandeten. Rachmaninow, so Méndez, gab nie seinen spätromantischen Kompositionsstil auf im Gegensatz zu seinen Kollegen, die ab 1910 neue Kompositionswege suchten.

Gefragt wie lang geprobt wird, erklärte Florian Baumann, es gäbe fünf Proben. In diesem Fall von Mittwoch bis Samstag. Dabei hat jede Musikerin und jeder Musiker seine „Schularbeiten“ schon vorher gemacht Technische Schwierigkeiten gibt es also bei den Proben nicht mehr. Und dann folgte die Probe mit einem beeindruckenden Dirigenten und Orchester.

31.10.2015

Der Wald als Sehnsucht der Seele

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Mitglieder unseres Vereins hatten am 31. Oktober 2015 Gelegenheit, an einer Probe von Arnold Schönbergs „Pelléas und Mélisande op.5“ in der Glocke teilzunehmen. Zuvor hatte es schon eine öffentliche Probe für Bremer Bürgerinnen und Bürger von „Johannes Brahms‘ - Konzert für Klavier und Orchester Nr. B-Dur op. 83” mit dem Solisten Herbert Schuch gegeben. Auch wenn Schönberg für viele keine leichte „Musikkost“ ist: Immer wieder ist es spannend, Orchester und Dirigenten im intensiven Erarbeitungsprozess zu erleben.

Drei Stunden Probenarbeit lagen hinter Markus Poschner, dem Chefdirigenten der Bremer Philharmoniker, als er sich zu den Mitgliedern von prophil gesellte. Seine erste Bemerkung „Was für ein grandioses Stück!“. Die innere Anspannung und die Konzentration auf die Schwierigkeiten der Komposition waren ihm anzusehen.

Und dann folgte das, wofür prophil-Mitglieder ihr Orchester und den Dirigenten lieben: Er übersetzte das Gehörte in Sprache und Emotionen. 1902 schrieb Schönberg das Werk in einer Zeit tiefer Depression. Der Komponist legte das Werk als psychologische Verinnerlichung an, um „in-sich-reinzuhören“. Anders als zum Beispiel Gustav Mahler, mit dessen musikalischem Werk sich die Bremer Philharmoniker ebenfalls intensiv beschäftigt haben.

Maurice Maeterlinck, der „belgische Shakespeare“, wie Markus Poschner ihn nennt, der das Drama geschrieben hat, ginge es weniger um Handlung, sondern mehr um innere Abläufe. Eine wichtige Metapher sei der Wald als Sehnsucht der Seele.

Markus Poschner machte es deutlich, er verglich Leitmotive von Schönberg bis Wagner, er erklärte deren innere Verflechtung und sang sogar ein Stück aus „Carmen“ vor. Eigentlich gehe es nur um die Musik. „Aber am Anfang und Ende“, sagte Poschner, „steht nur ein Ton“.

28.05.2015

Probenbesuch zum 11. Philharmonischen Konzert

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Der 28. Mai 2015 wurde ein exklusiver Abend für prophil-Mitglieder. Eingelassen durch den Bühneneingang der Glocke, erlebten sie hautnah eine Probe der Bremer Philharmoniker mit Chefdirigent Markus Poschner. 50 Mitglieder hatten sich angemeldet. In großer Besetzung (mit mehr als 100 Musikern) probte das Orchester den ersten Satz von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 6, die mit dem „Axthieb“.

Den Gästen bietet sich ein ungewohntes Bild: Musikerinnen und Musiker im Freizeitlook, in Jeans und T-Shirts. Dirigent Markus Poschner sitzt auf einem hochgestellten Drehstuhl. Die Arbeitsatmosphäre ist beeindruckend. Der Dirigent unterbricht, gibt während des Spiels Kommentare. Stoppt. »Die Takte Ziffer 11 und folgende noch einmal«, sagt Poschner. »Wir müssen den ganzen Block noch transparenter spielen, es klingt zu massiv.« Wenig später sagt er: »Es ist immer noch zu viel crescendo.« Wann darf man so etwas schon mal erleben? Respekt und Bewunderung für die glanzvolle Leistung der Philharmoniker sind ohnehin schon groß, nun steigen sie noch. Den Besuchern wird deutlich, hier wird arbeitsintensiv um die bestmögliche Interpretation gerungen.

In der Pause nach dem Scherzo gibt es eine weitere Überraschung. Markus Poschner erläutert den Gästen exklusiv Mahlers Symphonie. »Der berühmte Hammerschlag kommt jetzt nicht, den haben wir heute Vormittag schon geübt«, sagt er. Die Sinfonie bleibe insgesamt ein großes Rätsel, »Mahlers persönlichste«. Zugleich sei sie ein Monstrum. Das Besondere sei der Einbruch von Außengeräuschen mit Hammerschlag und Kuhglocken. Der Chefdirigent würzt seinen informativen Stegreif-Vortrag mit detaillierten zeitgeschichtlichen und biographischen Details aus Mahlers Leben und endet: »Diese Symphonie ist eine Aufforderung zu Wanderschaft und Reise«. Nach der Pause bekommen die prophil-Mitglieder dann den gesamten ersten Satz zu hören. »Ich freue mich auf das Konzert«, war einhellige Meinung.

13.05.2015

prophil-Empfang zum 5nachsechs-Ausklang

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Am 13.5.2015 fand das letzte »5nachsechs-Konzert« der Saison 2014/2015 der Bremer Philharmoniker statt. Diese Reihe ist inzwischen so beliebt, dass der große Glockensaal fast ausgebucht war. 5nachsechs, das bedeutet gleich nach der Arbeit, noch im Businessdress geht’s los. Eine Stunde voller guter Musik und dazugehörenden Erklärungen und Geschichten, die die Musik näher bringen.

Auf dem Programm standen dieses Mal die großen Meister der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Der Chefdirigent der Bremer Philharmoniker, Markus Poschner, führte knapp und doch präzise mit Anekdoten und musikalischen Hinweisen durch den Abend.

Als besonderes Highlight stellte Markus Poschner den erst 19jährigen Trompetensolisten Markus Czieharz vor, Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund. Gemeinsam mit dem Orchester spielte er das Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur von Joseph Haydn und erhielt dafür stürmischen Beifall des Publikums.

Für die Mitglieder des Fördervereins prophil war dies ein ganz besonderes Konzert. Der Verein hatte seine Mitglieder zu diesem Konzert und einem anschließenden »Come-together« mit dem Orchester eingeladen. Die 5nach6Konzerte werden von prophil regelmäßig mit einem festen Betrag unterstützt. Die Vorsitzende des Vereins Katrin Rabus begrüßte die Mitglieder und bedankte sich bei dem Dirigenten, dem Solisten und dem Orchester für die wunderbare musikalische Darbietung. In dem heiteren Beisammensein wurden viele neue Kontakte geknüpft und neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern und Orchester geboren. Und ganz spontan entschieden sich neue Freund/Innen für eine Mitgliedschaft im Förderverein. Man würde sich wünschen, dass die Glocke nach den Konzerten öfter so fröhlich weitergenutzt wird.

01.04.2015

»Ach Herr Zweistein, ach Herr Zweistein, hör mal hin…«

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Beobachtungen bei einem Schulkonzert der Bremer Philharmoniker / prophil-Mitglieder unterstützen Schulprojekte

Von Karla Götz (Fotos: Harald Rehling)

Na, der ist ja ganz schön schusselig, der Professor Zweistein. Als genial-wirrer Grauschopf schlurft er in die Turnhalle und sucht im Dachboden-Chaos nach einem braunen Koffer. Die Kinder aus der Grundschule Horner Heerstraße und die Gäste aus der Kita St. Michaelis-St. Stephani, sind von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache. Statt der Zahnbürste findet Zweistein Noten. »Banknoten, ist ja toll!« ruft er, und die Schülerinnen und Schüler korrigieren lauthals im Chor: »Nein, Noten für Musik!« Als er dann die Trompete als Gitarre bezeichnet, nimmt der Spaß kein Ende.

Es ist bewegend und inspirierend, was vier Musiker, eine Musikerin und ein Schauspieler während dieses kleinen Schulkonzertes »Professor Zweistein und die Blechgeister« auf die Beine stellen. Die Bremer Philharmoniker bilden ihre Konzertbesucher von Morgen heran. A- und B-Trompete, alias Thomas Ratzek Und Rudolf Löring treten als Geister hinterm Vorhang hervor und lassen Händels Feuerwerksmusik erschallen. Da wird es ganz still und feierlich in der großen Turnhalle, in der mehr als 200 Kinder andächtig hocken. Die Dramaturgie des Musikprojekts, kindgerecht und wohldurchdacht von Marko Gartelmann und Sebastian Kautz, ist abwechslungsreich und lädt zum Mitmachen ein. Da wird gerufen, gelacht, gesungen, getanzt, geklatscht, dirigiert, marschiert und vor allem korrigiert. Sebastian Kautz, als ehemaliges Mitglied der Bremer Shakespeare Company bekannt, hält mit Witz und darstellerischem Esprit die Fäden in der Hand. »Das ist die Posaune« brüllen die Kinder begeistert, als Anatoli Jagodin mit seinem Instrument erscheint »Was für eine Sauna?«, gibt Zweistein zurück.

Treffsicher nennen die Schülerinnen und Schüler auch die anderen Instrumente, das Horn, geblasen von Ines Köhler und die Tuba, gespielt von Ernst Haake. Informationen sind kurzweilig verpackt. Wie lang wäre das Horn, wenn man es auseinanderwickelte? Wie schwer ist die Tuba? Wie klingt ihr tiefster Ton? Das kleine Schulkonzert ist Infotainment in Bestform. Von Summertime bis Marschmusik tönen die Melodien. Und wer hätte gedacht, dass die Profis auch noch einem alten Gartenschlauch, den Zweistein im Gerümpel gefunden hat, Töne entlocken können? Als dann ein Schüler aus der vierten Klasse mit der Saugglocke gekonnt dirigiert, ist die Stimmung auf dem Siedepunkt. Jeder will den Pümpel mal zum Taktstock machen.

Der Abgesang ist gut trainiert, aus Bruder Jacob wird »Ach Herr Zweistein, ach Herr Zweistein, hör mal hin, singen, musizieren, alles ausprobieren, wir sind hier, du und wir«. Wenn, wie Thomas Mann es literarisch treffend beschreibt, »neun Takte horizontaler Melodie zu dritt vertikal übereinander zu stehen kommen und einen Körper harmonischer Stimmigkeit ergeben«, dann ist das ein bewegender Moment der Polyphonie. Die Turnhalle ist nun vollends zum Konzertsaal geworden, und die Zugabe-Rufe wollen kein Ende nehmen.

Henry Spradau, stellvertretender Vorsitzender des Vereins »prophil«, hat das Konzert besucht und ist davon angetan. »Es ist gut, dass wir uns als Verein für solche Musikprojekte engagieren«, sagt er »so bilden wir das Konzertpublikum der Zukunft heran«. Und erst die Schülerinnen und Schüler! Samira und Finnlay aus der 4a sind hin und weg: »Gut, lustig, cool«, lauten ihre Urteile. Der zehnjährige David verrät, dass die Klasse schon vorgearbeitet hat. »Wir haben im Unterricht schon einiges über die Instrumente erfahren«, sagt er. Diese Nachhaltigkeit, so Projektleiter und Koordinator Marko Gartelmann, sei beabsichtigt. »Es wird auch eine Nachbereitung geben«.

Innerhalb der Spielzeit 2014/2015 stellen die Bremer Philharmoniker beachtliche 30 Schulprojekte und Schulkonzerte auf die Beine. Mit ihren Beiträgen und Spenden unterstützen prophil-Mitglieder diese originelle musikalische Früherziehung und Bildung. Das Engagement lohnt sich, wie der kurzweilige und lehrreiche Vormittag gezeigt hat.

01.03.2015

5nachsechs – offene Türen, Unterhaltung und Genuss

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Zu den von prophil geförderten Formaten der Bremer Philharmoniker gehört die Reihe 5nachsechs. Was ist das besondere an diesen Afterwork-Konzerten? Wer hatte die Idee? Wer bildet die Zielgruppe? Einer, der es wissen muss, ist der Orchestermanager Ingo J. Jander. Er ist gern zu einem Gespräch bereit.

Die Tür zum Künstlereingang der Glocke ist unscheinbar. Es geht durch einen langen Gang und dann mit dem Fahrstuhl zur Garderobe. Zwei Stunden vor dem dritten 5nachsechs-Konzert der Saison ist es noch ganz ruhig. Der Musikwissenschaftler, der auch Gesang studiert hat und lange an der Deutschen Oper Berlin im Management tätig war, kam vor sechs Jahren nach Bremen. „Ich schätze die Nähe zu den Musikern und das kleine, effiziente Team“, sagt der 50-Jährige. „Wer genau die Idee für die Initialzündung der Afterwork-Konzerte hatte, weiß ich nicht“, fügt er bescheiden an, „wir hatten sie wohl im Gremium“. Damit sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des nur zehnköpfigen Orchesterbüros gemeint. Auf alle Fälle ist das schwellenarme Konzert mit kurzweiligem Programm und kurzer Dauer am frühen Abend eine englische Erfindung. „Jeder, der weit draußen wohnt, ist in London auf Nahverkehr angewiesen“, sagt Jander. Das sei in Bremen ähnlich. Der letzte Zug in Richtung Osten (Achim, Verden, Nienburg) geht hier auch 22.18 Uhr, weiß er, ab 22.00 Uhr wird so mancher Zuhörer nervös, wenn das Konzert noch nicht zu Ende ist. Und: „Wir haben festgestellt, dass uns eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in den Konzerten schlicht fehlt.“ Das seien zum Beispiel Leute, die eine Familie gegründet haben und nach dem Sandmännchen die Kinder ins Bett bringen wollen, die in Bremen arbeiten, aber im Speckgürtel wohnen oder die zur Tagesschau daheim sein möchten. „Wie erreichen wir die?“ sei der Ansatz fürs gemeinsame Brainstorming gewesen. „Zwei Stunden Klassik nach einem Arbeitstag ist für diese Zielgruppe einfach zu viel, das Publikum sollte dann schon um 20 Uhr zu Hause sein.

Beziehung zu Bremen herstellen

Also stellt 5nachsechs den Unterhaltungswert heraus. Die pfiffige Werbung, mit der die Reihe vor drei Jahren gestartet ist, hat übrigens den Bremer Marketingpreis erhalten. Für einen Mehrwert sorgt die Moderation – mal witzig, mal ernst mit musikwissenschaftlich angehauchter Werkerläuterung. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Programmgestaltung sei der Lokalbezug. „Wir wollen eine Beziehung zu Bremen herstellen.“ Ein häufiger Gast ist die Moderatorin Friederike Westerhaus, Musikredakteurin beim Nordwestradio. Auch Dirk Böhling, bekannter Schauspieler und Radiomoderator, hat mehrere Afterwork-Konzerte launig begleitet. „Für das nächste Konzert am 1. April haben wir zwei Sänger gewinnen können, die an der hiesigen Hochschule für Musik studiert haben“, sagt Jander.

„Lass mal Fünfe grade sein“

Soviel zum Programm, doch woher kommt der Titel? „Na, von der Mutter aller Talkshows, 3nach9, übrigens eine Bremer Erfindung“, lacht er. 5nachsechs stelle vielerlei Bezüge her. Die 5 im Titel sagt unter anderem, dass es fünf Konzerte pro Saison sind. „Gleichzeitig soll das auch die Entspanntheit betonen“, sagt der Manager, „im Sinne von ‚lass mal Fünfe grade sein’.“ Die lässige Zeitangabe will außerdem signalisieren, dass eine kleine Verspätung von der Arbeit auf dem Weg zur Klassik kein Hinderungsgrund sein muss. „Die Türen bleiben noch eine Viertelstunde offen.“ Die Kleidung unterliege keinem Zwang, Einkaufstaschen, Arbeitsmappen etc. werden an der Garderobe kostenlos abgegeben. Die Gebühr dafür übernehmen die Philharmoniker. Es gibt freie Platzwahl, und wer einmal das Kartenangebot anschaut, freut sich über die moderaten Preise. „In der Regel kann man sich auch noch kurzfristig für einen Besuch entscheiden“, weiß Jander.

„Morgens summt man eine Melodie“

„Man darf sich unterhalten lassen, sich einfach ausruhen, zuhören und genießen und auch mal – gepflegt langweilen“, lautet die verblüffende Zusammenfassung der Publikumsbefindlichkeiten. „Die Musik nimmt man in jedem Fall mit nach Hause“, weiß der Musikwissenschaftler, „da summt man andern Morgens plötzlich eine Melodie.“ Auf die nächsten Konzerte macht er gern neugierig. Am 1. April stehen Händels Messias und Pergolesis Stabat Mater und damit Barockmusik auf dem Programm. Der Dirigent Olof Boman wird Einblicke in die Bearbeitungspraxis des Komponisten geben. „Sie werden sehen, dass Händel ein Geschäftsmann war, der je nach Marktlage seine Komposition änderte.“ Das Abschlusskonzert der Reihe für diese Saison am Mittwoch, 13. Mai 2015, ist der Wiener Klassik mit Mozart und Haydn gewidmet. Markus Poschner wird dirigieren. Plötzlich dringen Töne einer Klarinette durch die Wand, dann sind andere Instrumente zu hören. Musikerinnen und Musiker spielen sich in ihren Garderoben warm. Ingo Jander hat jetzt keine Zeit mehr. Er muss sehen, ob alles in Ordnung ist und eilt in den Saal. Letzte Frage: „Wofür ist ein Orchestermanager eigentlich verantwortlich?“ Da lacht der sympathische Gesprächspartner: „Für alles.“

Ingo J. Jander ist Orchestermanager der Bremer Philharmoniker. Vor sechs Jahren ist der Musikwissenschaftler von Berlin nach Bremen gekommen und schätzt die Nähe zu den Musikern und sein effizientes Team. Foto: Karla Götz

01.02.2015

Musikfilmvorstellung: Shostakovich against Stalin

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Der Freundeskreis der Bremer Philharmoniker hat sich das Ziel gesetzt, Mitgliedern und deren Gästen im Zusammenhang mit dem Jahresprogramm des Orchesters auch den Entstehungszusammenhang von Werken, die Persönlichkeit einzelner Komponisten und den historischen bzw. politischen Background ihrer Schaffenszeit näherzubringen. Zu diesem Zweck wurde vom Vorstand eine interessante Filmreihe (Ort: Plantage 13) ins Leben gerufen.

Schon die erste Veranstaltung am 01.02.2015 fand großen Zuspruch. Es stand der beeindruckende Film »Shostakovich against Stalin« des Kanadiers Larry Weinstein (1997) auf dem Programm. Er zeigt zum einen in plakativen Bildern den Personenkult und die Selbstinszenierung des Systems in der Ära Stalin, zum anderen sehr differenziert das Elend, das Leiden der Menschen an Krieg und Staatsterror. Originale Bilder dokumentieren Hunger und Tod. Auf diesem Hintergrund vermittelt Weinstein die Betroffenheit von Schostakowitsch, der hautnah Stalins Willkür zu spüren bekam und wohl nur durch Zufall dem Tod entging. In seinen War Symphonies hat der Komponist seine Erfahrungen, seine Ängste und Verzweiflung, aber auch seinen Mut und Willen zum Durchhalten zum Ausdruck gebracht.

Wissenschaftler, Musiker und Weggefährten kommen zu Wort, und vor allem erklingen immer wieder die genannten Symphonien (Niederländische Radio-Philharmonie unter der Leitung von Valery Gergiev). Die Reihe wird fortgesetzt.

31.01.2015

»1000 Mitglieder wollen wir haben«

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Der Verein prophil besteht seit eineinhalb Jahren. Anlass für ein Gespräch mit der Ersten Vorsitzenden, Katrin Rabus, über Ziele, aktuelle Entwicklungen und den Saisonauftakt 2014/2015.

Frau Rabus, Sie haben den Verein als »modernisierte Form eines Freundeskreises« wie Sie das nennen, gegründet. Wie kam das?

Ich wurde 2012 aus dem Orchester heraus direkt gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte und war sofort begeistert. Das Orchester hat ja seinen Probenraum bei mir in der Kulturinitiative Plantage 13. Da sieht man sich und spricht miteinander.

Was war das Motiv für die Gründung?

Das Orchester hat sich enorm gewandelt, seit es sich vor zehn Jahren als GmbH organisierte. Die Philharmoniker sind deutlich jünger, sie haben junge Familien, die hier in Bremen leben. Neue Angebote, Projekte und Konzertformate sind in dieser Zeit entstanden. Die Philharmonie gehört zur Stadt und wir sind in der Verantwortung, als Bürgergesellschaft etwas für dieses herausragende Kulturangebot zu tun, uns zu engagieren.

Haben Sie Resonanz gefunden? Es ist doch bestimmt nicht leicht, einen solchen Freundeskreis aus dem Boden zu stampfen?

In der Tat musste sich das erst herumsprechen. Doch in letzter Zeit habe ich deutliche Signale, dass das Interesse an uns gestiegen ist. Wir haben seit der letzten Saison unsere Mitgliederzahl verdoppelt. Wir haben inzwischen 220 Mitglieder. Mein Ziel sind 1000 Mitglieder - dann können wir auch etwas bewegen. Wir wollen dem Orchester dieselbe Akzeptanz in Bremen verschaffen wie der Kunsthalle. Das will ich gemeinsam mit meinem ehrenamtlich engagierten Vorstand schaffen. Wir werben bei jedem Philharmonischen Konzert mit einem eigenen Stand in der Glocke.

Sie sprachen von einem »modernisierten Freundeskreis«. Was ist das Neue daran?

Mit unseren Beiträgen wollen wir Orchesterprojekte fördern, Ideen anstoßen, mäzenatisch sein. Wir wollen ein Netzwerk für das Orchester bilden, das Know-how und die Verbindungen der Mitglieder klug einsetzen. Dafür sind wir ganz nah an den Musikern, am Dirigenten und dem Management dran. Das geschieht durch Probenbesuche, die wir organisieren und durch persönliche Kontakte nach bestimmten ausgewählten Veranstaltungen. Die Begegnungen mit den Künstlern sind sehr wichtig für prophil. Unsere Mitglieder können dabei die Struktur des Orchesters näher kennenlernen und erfahren, wie sich ein solcher exzellenter Klangkörper organisiert. Langfristig werden dadurch auch die Spenden und die Unterstützung wachsen, das kann man jetzt schon erkennen.

Sind es bestimmte Veranstaltungen, die Sie fördern, oder wird das Geld einfach weitergereicht?

Wir engagieren uns für spezielle Projekte, die wir in ihrer Entwicklung festigen wollen. Zum einen die Reihe 5nachsechs, in der schwellenarm klassische Musik vermittelt wird. Ausdrücklich auch an junge Menschen, die sonst vielleicht nicht in ein Konzert gehen würden. Bislang steht das Format fünfmal pro Saison auf dem Programm. Der Verein prophil möchte so viele Mitglieder gewinnen, dass wir durch Beiträge und Spenden ein sechstes Konzert auf die Beine stellen können. Und wir sind für die Musikwerkstatt aktiv. Hier wird musikalische Nachwuchs- und Breitenarbeit geleistet, die viele Kinder und Jugendliche erreicht. Mit unserem Fördertopf in dieser Saison haben wir vor allem Schulen in sozial benachteiligten Quartieren im Blick.

Sie sagten, Sie erhalten deutliche Signale für wachsendes Interesse an prophil?

Nach dem ersten Philharmonischen Konzert dieser Saison, es war am 13. Oktober letzen Jahres, kamen 80 Personen zum anschließenden Empfang, um die Künstler persönlich zu sprechen. So viele Interessenten hatten wir noch nie. Es kamen auch viele Orchestermusiker, obwohl es ein langer, dreistündiger Konzertabend war. Ich habe mich über die geradezu ausgelassene Stimmung sehr gefreut. Auch zu Probenbesuchen, wir bieten zwei pro Saison an, werden es immer mehr Zuhörer. Für die letzte Brahms-Probe hatten wir 45 Anmeldungen. Das wird auch vom Orchester wahrgenommen.

Was ist die nächste Aktion für prophil-Mitglieder?

Am Sonntag, 1. Februar 2015, zeigen wir um 16 Uhr in der Plantage 13 in Findorff einen außergewöhnlichen Musikfilm. »Der Krieg zerstört das Schweigen – Schostakowitsch gegen Stalin« von Larry Weinstein (1994, 96 min) zeigt eindringlich und mit vielen Archivaufnahmen, wie Schostakowitsch nach der 4. Sinfonie bis zu Stalins Tod sein musikalisches Werk den unerbittlichen politischen Verhältnissen abtrotzt. Höhepunkt des Films ist die Aufführung der 7. Sinfonie im belagerten Leningrad. Zu dieser Veranstaltung können Mitglieder auch Gäste mitbringen, der Eintritt ist frei.

2014

13.11.2014

Probenbesuch zu »Brahms Weitergedacht«

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Das Konzert - sozusagen das Endprodukt der Orchesterarbeit - kennt jeder Konzertgänger. Aber was genau passiert eigentlich bei in einer Orchesterprobe? Das konnten die Mitglieder von prophil am 13. November 2014 im Probensaal der Bremer Philharmoniker herausfinden und live bei einer Probe des Orchesters unter der Leitung von GMD Markus Poschner dabei sein.

Außerdem waren Besucher der »Stadtgespräche in Findorff« zu Gast, die nach einem kurzen Einblick in die Probe Intendant Christian Kötter-Lixfeld mit Fragen rund um die Bremer Philharmoniker und ihre Mission als Orchester für alle Bremerinnen und Bremer löchern konnten.

23.10.2014

»Wir müssen den Zugangscode knacken«

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Von Iris Hetscher

Weser Kurier, 23.10.2014

Bei den Bremer Philharmonikern tut sich nicht nur musikalisch einiges: Die Philharmonische Gesellschaft scheidet als Gesellschafterin der GmbH aus. Außerdem haben die Philharmoniker sich auf 79,5 Stellen verkleinert. Im vergangenen Jahr waren es noch 84 Stellen. Iris Hetscher hat mit dem Intendanten der Bremer Philharmoniker, Christian Kötter-Lixfeld, über die Auswirkungen gesprochen.

Herr Kötter-Lixfeld, die Philharmonische Gesellschaft zieht sich aus der Förderung der Bremer Philharmoniker zurück. Ist das das Ende einer wunderbaren Freundschaft?

Kötter-Lixfeld: Das ist eine Veränderung in der Struktur, aber nicht in der Intensität der Beziehung. Die Philharmonische Gesellschaft verlässt die Bremer Philharmoniker GmbH. Aber es bleibt das erhalten, was uns bisher auch verbunden hat.

Das wäre?

Es werden weiterhin ausgewählte Projekte gefördert, über deren Inhalte wir uns verständigen.

Was hat der Rückzug für einen Hintergrund?

Als man 2002 die GmbH gegründet hat, war klar: Wir haben hier ein Baby in der Wiege, das wir so lange begleiten wollen, bis es allein laufen kann. Da ging es darum, wie man

Sie haben sich in den vergangenen zwölf Jahren ein buntes Portfolio an Angeboten erarbeitet, von der musikpädagogischen Arbeit über Konzert-reihen wie »5nachsechs«. Damit haben die Philharmoniker sich weit entfernt von einem Orchester, das seine einzige Aufgabe darin sieht, für das immer gleiche Publikum schöne Konzerte in der Glocke zu spielen.

Richtig. Wichtig ist, dass man sich nicht in Selbstverliebtheit ergeht und immer nur hinter der vermeintlich hehren Kunst verschanzt. Man muss die veränderten gesellschaftlichen Realitäten zur Kenntnis nehmen, und die machen vor einem Kulturbetrieb nicht halt. Da geht es um die Alterspyramide, ein verändertes Freizeit- und Konsumverhalten, die Digitalisierung und vieles mehr. Wenn man das ausblendet, wird man irgendwann rechts überholt. Also heißt es: Initiative ergreifen und aufzeigen, wofür heute ein Orchester in einer lebenswerten Stadtgesellschaft steht.

Und wofür stehen Sie?

Wir setzen den Zugang zu uns und zu klassischer Musik so niedrig wie möglich an und zwar für alle Altersgruppen. Das setzen wir täglich in der Musikwerkstatt und in unserer Arbeit in Schulen um und auch bei unseren Afterwork-Konzerten »5nachsechs«. Diese Reihe soll ja Leute ansprechen, die vielleicht eine Scheu vor konventionellen Konzerten haben, weil die ihnen zu lange dauern oder sie glauben, den Verhaltenscodex im Konzert nicht zu kennen. Uns gefällt bei all dem der Manufaktur-Gedanke: Wir möchten unseren Zuhörern zeigen, wie ein Konzert entsteht, wie Instrumente gespielt werden und was beispielsweise die Aufgaben einer Konzertmeisterin sind.

Der Dirigent Kent Nagano befürchtet, dass das Publikum für klassische Musik irgendwann ausstirbt. Wie sehen Sie das?

Ich denke ähnlich wie Nagano, dass man die Diskussion nicht immer nur um Zahlen und Benchmarks führen darf. Aber ich glaube nicht, das wir in der Klassik ein grundsätzliches »Produktproblem« haben, wir müssen allerdings den Zugangscode zu ihr knacken, was nicht so einfach ist, weil der sich rasant verändert. So haben wir beispielsweise eine Facebookseite. Man muss sich ständig überlegen, welche Trends sich wieder ver üchtigen und welche sich verstetigen. Wie lange wird die CD noch Bestand haben? Gibt es 2020 noch Konzerttickets oder läuft das nur noch über QR-Codes? Gleichzeitig muss klar sein: Das »Produkt« bleibt – also ein philharmonisches Orchester, das klassische Musik spielt. Dessen Bedeutung für die Gesellschaft belegen wir jeden Tag mit unserer Arbeit. Wir werden jetzt nicht über Nacht zur Popband, und wir spielen auch nicht Klassik light.

Ist diese Aufgabe mit immer weniger Musikern zu bewältigen? 4,5 Stellen im Orchester sind derzeit unbesetzt.

Das wird nur vorübergehend sein. Ergeben hat sich das, weil Orchestermusiker in Rente gegangen und Verträge ausgelaufen sind. Grundsätzlich ist das eine schwierige Situation, aber wir wissen ja auch, in welcher nanziell prekären Lage sich Bremen be ndet. Da ist ein Eigenbeitrag von uns gefordert, den wir auch leisten. Wir sind mit den senatorischen Stellen im Gespräch. Ein großes Orchester ist der Garant für künstlerisches Qualität und kontinuierliches Engagement in bildungspolitischen und sozialen Bereichen – das ist allen bewusst.

Die Philharmonische Gesellschaft hat ihre Anteile an die Stadt abgetreten. Das klingt schon so, als würde da funktionierendes privates Engagement zurück in die Hände des Staates gelegt werden.

Ich glaube eher, dass so Freiräume und neue Initiativen entstehen können. Bei uns ist das beispielsweise unser Unterstützerverein prophil, der seit der vergangenen Spielzeit existiert. Er wurde gegründet, um ausschließlich und unmittelbar unser Orchester und unsere Projekte zu unterstützen. So wird auch klar, wer für was steht. Die Bremer Philharmoniker haben ein klares Eigenbild, die Philharmonische Gesellschaft auch.

Aber die Stadt ist jetzt wieder stärker in der Verantwortung als vorher.

Wir sind das Orchester Bremens, wir haben uns ein breites Pro l erarbeitet, das wir ja auch aufrecht erhalten wollen. Damit kommt der Stadt hier eine große Verantwortung zu. Da sind alle gefordert, nicht nur die Stadt, auch wir, was das Einwerben von Drittmitteln und das Ansprechen von Sponsoren angeht, und zudem alle, die die vielfältigen Aufgaben unseres Orchesters als unverzichtbar zu schätzen wissen. Wir haben ein Grundauskommen, alles andere müssen wir akquirieren.

13.10.2014

Saisonauftakt

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Beim festlichen Saisonauftakt nach dem 1. Philharmonischen Konzert am 13. Oktober 2014 haben die prophil-Mitglieder gemeinsam mit GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld und Gästen aus dem Orchester sowie aus Wirtschaft, Politik und Kultur den Start der neuen Saison gefeiert.

14.06.2014

Generalprobenbesuch in der Glocke

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Zum Saisonende konnten die prophil-Mitglieder noch etwas ganz Besonderes erleben: die Generalprobe zum 12. Philharmonischen Konzert. Neben spannenden Einblicken in die Probensituation der Bremer Philharmoniker gab es eine Einführung von Generalmusikdirektor Markus Poschner.

21.05.2014

Erste prophil-Mitgliederversammlung

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Am 21.05.2014 fand die erste Mitgliederversammlung von prophil e.V. statt. Intendant Christian Kötter-Lixfeld stellte bei dieser Gelegenheit die Saison 2014/15 vor. Nach dem Ausscheiden von Thomas Adam als Schatzmeister wurde außerdem der neue Vorstand bestellt:

Katrin Rabus bleibt Vorstandsvorsitzende
Henry Spradau wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Peter Bollhagen (bislang stellvertretender Vorstandsvorsitzender) wird Schatzmeister

02.04.2014

Erste Spendenübergabe beim 5nachsechs Afterwork Konzert

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Beim 5nachsechs Konzert am 2. April 2014 haben wir gemeinsam mit GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld und den Musikern des Orchesters die erste Spendenübergabe an die Bremer Philharmoniker gefeiert. Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch für prophil und hoffen auf ein weiteres, schnelles Wachstum des Vereins.

02.04.2014

Einladung zum 5nachsechs Afterwork Konzert

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Mit unseren Mitgliedsbeiträgen fördern wir in der Saison 2013/14 die 5nachsechs Afterwork Konzerte der Bremer Philharmoniker. Gemeinsam mit GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld und den Musikern des Orchesters feiern wir im Anschluss an das 5nachsechs Konzert am 2. April 2014 unsere erste Spendenaktion im Foyer der Glocke.

Bitte werben Sie weitere Mitglieder – zum Konzert am 2. April haben Mitglieder von prophil freien Eintritt!

Mittwoch, 2. April 2014
18.05 Uhr Konzert (ca. 1 Stunde)
Stravinsky-Film für Mitglieder

Einladung: exklusive Filmvorstellung für Mitglieder von prophil e.V

Sonntag, 02. Februar 2014, 16 Uhr | Plantage 13 / Eingang 6, 28215 Bremen
Igor Stravinsky
Eine Dokumentation von Janos Darvas mit vielen seltenen Archivaufnahmen,
in Vorbereitung auf das Konzert der Bremer Philharmoniker am 25. Februar 2014

2013

09.12.2013

prophil bei Beethoven 9

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Vier ausverkaufte Konzerte mit Beethovens Symphonie Nr. 9 und eine öffentliche Generalprobe, zu der die Bremer Philharmoniker alle musikbegeisterten Fans des Orchesters eingeladen hatten, waren das große Finale des Jahres 2013!

Zum letzten Konzert dieses Beethoven-Marathons kamen die Mitglieder des Freundeskreis prophil e.V. zusammen und feierten das Engagement die die hochkarätige Leistung des Orchesters. Für anregende Gespräche sorgten unter anderen GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld sowie Musiker aus dem Orchester und die Solisten des Abends, Susanne Bernhard (Sopran) und Thomas Cooley (Tenor).

31.10.2013

Saisonauftakt bei 5nachsechs

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Die Mitglieder des Freundeskreis prophil e.V. trafen sich zum ersten 5nachsechs Afterwork Konzert in der Saison 2013/14. Nach einem kurzen Empfang im Foyer der Glocke besuchten sie gemeinsam das 5nachsechs Konzert mit Olaf Boman (Dirigent) und Nadja Stefanoff (Mezzosopran), das diesmal mit barocker Musik von Händel, Vivaldi und Purcell ein ganz besonderes Programm bot.

Nach dem Konzert gab es in geselliger Runde noch die Gelegenheit zu einem Austausch mit den Künstlern und mit Intendant Christian Kötter-Lixfeld bei Getränken und Snacks im Topaz Bremen.