veranstaltungen

Vorschau

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Montag, 05.12.2016
19.00 Uhr

Plantage 13, Orchesterprobensaal
Orchesterprobenbesuch für das Benefiz-Adventskonzert 
mit Überraschungsgast

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Sonntag, 15.01.2017
13.00 Uhr

Neujahrsempfang von prophil
reservieren Sie rechtzeitig Ihre Konzertkarten 
beim Ticket-Service in der Glocke

 

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Rückblick

prophil zu Besuch in der Schule Am Barkhof: Schüler beschäftigen sich mit Dimitri Schostakowitsch

Am 2. März 2016 waren prophil-Mitglieder zum Abschlusskonzert eines Musikprojekts des 9. Jahrgangs der Oberschule Am Barkhof und der Bremer Philharmoniker eingeladen. Die Bremer Philharmoniker unterstützen ihre Partnerschule Am Barkhof regelmäßig bei der Realisierung anspruchsvoller Musikprojekte. In diesem Projekt haben die Musikerinnen und Musiker mit den Schülerinnen und Schüler über die Unterdrückung und Verfolgung von Dimitri Schostakowitsch gearbeitet. Zur Aufführung kam das 8. Streichquartett, Schülerinnen und Schüler lasen Texte zu seinem Leben. Höhepunkt war ein von ihnen komponierter Song, den Schülerband und Bremer Philharmonikern gemeinsam vortrugen. „Where are the human rights?“ fragten darin die Schülerinnen und Schüler und zeigten, wie aktuell das Thema Unterdrückung und Verfolgung ist.

Nicht nur für die Gäste vom Verein prophil war es eine beeindruckende Aufführung, die die Vielfalt der Arbeit der Bremer Philharmoniker widerspiegelt.

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  Artikel Musikwerkstatt

Zeitungsartikel vom 5. März 2016 aus "Die Norddeutsche" 

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„prophil“-Neujahrsempfang: Dank für Unterstützung neuer Formate

Wow, was für ein musikalischer Jahresaufschlag! Dame Evelyn Glennie spielte mit den Bremer Philharmonikern das Percussion Concerto von Jennifer Higdon. Im Orchester wurde sie durch weitere sieben Kolleginnen und Kollegen unterstützt. Ihr Auftritt war so kräftezehrend, sie hatte allein drei Spielstätten zu bedienen, dass sie beim anschließenden Neujahrsempfang von „prophil“ nur noch Grüße ausrichten ließ. Rose Eickelberg und Marko Gartelmann (Pauke und Schlagzeug) mischten sich unter die Freunde. Auf die Frage, „Ist das Stück schwer zu spielen?“ kam ein unumwundenes „Ja“.

Aber das war nur ein Teil des Konzertes, die Interpretationen des Orchesters aus Werken von Gershwin, Piazzolla, Gardel und Márquez begeisterten das Publikum.

Christian Kötter-Lixfeld, der Intendant der Bremer Philharmoniker, eröffnete die Reihe der Neujahrsreden beim anschließenden Neujahrsempfang von „prophil“. Er bedankte sich bei den Freunden des Förderkreises prophil für ihr Engagement. Viele neue Formate, so Kötter-Lixfeld, hätten ohne die Unterstützung des Förderkreises gar nicht stattfinden können. Er betonte auch die gute Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Marko Letonja und dass er sich freuen würde, ihn bald wieder in Bremen zu erleben – die Stelle von Markus Poschner ist ausgeschrieben.

Katrin Rabus, Vorsitzende des Förderkreises prophil, betonte: „Auch wenn es der 1001. Neujahrsempfang ist, für unsere Stadt, die Kultur und insbesondere das Orchester ist er wichtig und muss stattfinden.“ Gleichzeitig bat sie die anwesenden Fördererinnen und Förderer, weiter um Mitglieder zu werben, „denn in der heutigen Zeit hat es Kultur nicht leicht.“

Das nahm gleich auch der Dirigent, Marko Letonja, als Stichwort auf. Intensiv bat er um Unterstützung der Kultur durch die Zivilgesellschaft. Auf das Orchester zurückkommend, fand er nur lobende Worte, „engagiert, experimentierfreudig, gutes Betriebsklima“. Schließlich konnte er das Orchester nicht nur zum Musizieren bringen, sondern auch zum Sprechen bei der Zugabe „Mambo Nr. 5.“

Nach so vielen guten Worten zum neuen Jahr fanden sich zahlreiche Freunde, Orchestermitglieder und Förderer in intensiven Gesprächen wieder. Und wie es so immer ist, neue Ideen werden geboren...

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Prophil hatte zu einem Vortragsnachmittag über Gershwin und Ives in die Plantage 13 eingeladen. In einem Vorab-Interview hatte Frau Éva Pintér versprochen, Lust auf Musikstücke zu machen. Das ist ihr wirklich gelungen. In anschließenden Gesprächen bei Kaffee, Tee, Kuchen und Keksen vertieften sich diese Eindrücke und machten Lust auf die kommenden Konzerte. Durchs Fenster konnte man in den Proberäumen der Bremer Philharmoniker die intensive Probe beobachten. Und wen? Am Klavier saß Musikdirektor Markus Poschner und neben ihm stand die Sängerin Helen Schneider!

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Éva Pintér im Interview

Dr. Éva Pintér hält für prophil-Mitglieder am 13. Dezember einen Vortrag über Gershwin und Ives

Éva Pintér ist vielen Besuchern der Philharmonischen Konzerte gut bekannt. Die Musikwissenschaftlerin verfasst nicht nur kluge Texte über die Musikstücke in den Programmheften. Sie gibt auch zu jedem Konzert eine Einführung. Dafür hat sie ein festes, dankbares Publikum. „Ich will keine wissenschaftliche Vorrede halten“, sagt sie. „Ich will Lust machen auf die Musik.“ So gibt sie Empfehlungen, wann die Konzertbesucherinnen und –besucher ganz genau hinhören sollten. Weil es etwas Besonderes zu entdecken gibt.

Mitglieder von „prophil“ haben am Sonntag, dem 13. Dezember, Gelegenheit Éva Pintér ausführlicher zu begegnen. Eine Stunde lang, die Hälfte davon ausgewählte Musikbeispiele, wird sie über „Gershwin und Ives – zwei Gesichter der amerikanischen Musik“ sprechen. Anschließend können Fragen gestellt werden. Die Veranstaltung in der Plantage 13 beginnt am dritten Advent um 16 Uhr. Neugierig auf den Vortrag, stellte Karla Götz der Musikwissenschaftlerin schon vorab ein paar Fragen:

Interview Pinter

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„5 nach 6“ abwechslungsreicher Abend mit anschließendem Treffen

Die „5 nach 6-Konzerte“ der Bremer Philharmoniker erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so war die Glocke auch am 25. November 2015 gut gefüllt. Ermöglicht werden diese Konzerte unter anderem durch die Förderung von prophil. Nach dem abwechslungsreichen Abend mit gesprochenem Wort und viel erstklassiger Musik rund um Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ trafen sich prophil-Freunde und Musiker in der „Ständigen Vertretung“. Die Glocke war an diesem Abend mit drei Konzerten ausgebucht. Das war etwas schade, da nur ein kleiner Kreis der Förderer den Weg in die Böttcherstraße fand. Umso intensiver war der Kontakt mit den beiden Violoncelli-Musikern Caroline Villwock und Johannes Krebs. Und es wurde so manche neue Idee geboren. Wer weiß, vielleicht bietet prophil demnächst auch mal eine „Fanreise“ an. Ganz spontan fanden sich auch neue Freunde für prophil. Es lohnt sich also immer „zukünftige“ Freunde zu unseren Veranstaltungen einzuladen.

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Und schon wieder ein Highlight

Die Mitglieder von prophil waren am Samstag, dem 21.November 2015 zum zweiten Teil der Generalprobe für das 3. Philharmonischen Konzert eingeladen. Florian Baumann von den Bremer Philharmonikern begrüßte die prophil-Mitglieder und stellte ihnen den Komponisten Sergej Rachmaninow und die Symphonie Nr. 2 E-Moll vor. Das zeigt wieder einmal, wie sehr das Orchester die Unterstützung durch den Verein schätzt.

In der Orchesterpause stieß dann auch der erst 31 Jahre junge Dirigent Antonio Méndez zu den prophil-Freunden. Dieses Konzert ist sein Debüt mit den Bremer Philharmonikern. Und für die Förderfreunde war es die erste Probe mit einem Gastdirigenten.

Rachmaninov hat dieses Werk 1906 geschrieben, sechs Jahre nach der Symhponie Nr. 1. Die verheerende Kritik hatte den Komponisten in eine tiefe Krise gestürzt, betonten Dirigent und Musiker. Das Werk entstand bei seinem Aufenthalt in Dresden, uraufgeführt wurde es jedoch in St. Petersburg und dieses Mal fiel die Kritik freundlicher aus, auch wenn einige Kritiker die Weitschweifigkeit des Werkes beanstandeten. Rachmaninow, so Méndez, gab nie seinen spätromantischen Kompositionsstil auf im Gegensatz zu seinen Kollegen, die ab 1910 neue Kompositionswege suchten.

Gefragt wie lang geprobt wird, erklärte Florian Baumann, es gäbe fünf Proben. In diesem Fall von Mittwoch bis Samstag. Dabei hat jede Musikerin und jeder Musiker seine „Schularbeiten“ schon vorher gemacht Technische Schwierigkeiten gibt es also bei den Proben nicht mehr. Und dann folgte die Probe mit einem beeindruckenden Dirigenten und Orchester.

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Antonio Méndez (Dirigent) und Florian Baumann (2. Violine und Orchesterdisponent)

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Der Wald als Sehnsucht der Seele

Mitglieder unseres Vereins hatten am 31. Oktober 2015 Gelegenheit, an einer Probe von Arnold Schönbergs „Pelléas und Mélisande op.5“ in der Glocke teilzunehmen. Zuvor hatte es schon eine öffentliche Probe für Bremer Bürgerinnen und Bürger von „Johannes Brahms‘ - Konzert für Klavier und Orchester Nr. B-Dur op. 83" mit dem Solisten Herbert Schuch gegeben. Auch wenn Schönberg für viele keine leichte „Musikkost“ ist: Immer wieder ist es spannend, Orchester und Dirigenten im intensiven Erarbeitungsprozess zu erleben.

Drei Stunden Probenarbeit lagen hinter Markus Poschner, dem Chefdirigenten der Bremer Philharmoniker, als er sich zu den Mitgliedern von prophil gesellte. Seine erste Bemerkung „Was für ein grandioses Stück!“. Die innere Anspannung und die Konzentration auf die Schwierigkeiten der Komposition waren ihm anzusehen.

Und dann folgte das, wofür prophil-Mitglieder ihr Orchester und den Dirigenten lieben: Er übersetzte das Gehörte in Sprache und Emotionen. 1902 schrieb Schönberg das Werk in einer Zeit tiefer Depression. Der Komponist legte das Werk als psychologische Verinnerlichung an, um „in-sich-reinzuhören“. Anders als zum Beispiel Gustav Mahler, mit dessen musikalischem Werk sich die Bremer Philharmoniker ebenfalls intensiv beschäftigt haben.

Maurice Maeterlinck, der „belgische Shakespeare“, wie Markus Poschner ihn nennt, der das Drama geschrieben hat, ginge es weniger um Handlung, sondern mehr um innere Abläufe. Eine wichtige Metapher sei der Wald als Sehnsucht der Seele.

Markus Poschner machte es deutlich, er verglich Leitmotive von Schönberg bis Wagner, er erklärte deren innere Verflechtung und sang sogar ein Stück aus „Carmen“ vor. Eigentlich gehe es nur um die Musik. „Aber am Anfang und Ende“, sagte Poschner, „steht nur ein Ton“.

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Probenbesuch zum 11. Philharmonischen Konzert

Der 28. Mai 2015 wurde ein exklusiver Abend für prophil-Mitglieder. Eingelassen durch den Bühneneingang der Glocke, erlebten sie hautnah eine Probe der Bremer Philharmoniker mit Chefdirigent Markus Poschner. 50 Mitglieder hatten sich angemeldet. In großer Besetzung (mit mehr als 100 Musikern) probte das Orchester den ersten Satz von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 6, die mit dem „Axthieb“.

Den Gästen bietet sich ein ungewohntes Bild: Musikerinnen und Musiker im Freizeitlook, in Jeans und T-Shirts. Dirigent Markus Poschner sitzt auf einem hochgestellten Drehstuhl. Die Arbeitsatmosphäre ist beeindruckend. Der Dirigent unterbricht, gibt während des Spiels Kommentare. Stoppt. »Die Takte Ziffer 11 und folgende noch einmal«, sagt Poschner. »Wir müssen den ganzen Block noch transparenter spielen, es klingt zu massiv.« Wenig später sagt er: »Es ist immer noch zu viel crescendo.« Wann darf man so etwas schon mal erleben? Respekt und Bewunderung für die glanzvolle Leistung der Philharmoniker sind ohnehin schon groß, nun steigen sie noch. Den Besuchern wird deutlich, hier wird arbeitsintensiv um die bestmögliche Interpretation gerungen.

In der Pause nach dem Scherzo gibt es eine weitere Überraschung. Markus Poschner erläutert den Gästen exklusiv Mahlers Symphonie. »Der berühmte Hammerschlag kommt jetzt nicht, den haben wir heute Vormittag schon geübt«, sagt er. Die Sinfonie bleibe insgesamt ein großes Rätsel, »Mahlers persönlichste«. Zugleich sei sie ein Monstrum. Das Besondere sei der Einbruch von Außengeräuschen mit Hammerschlag und Kuhglocken. Der Chefdirigent würzt seinen informativen Stegreif-Vortrag mit detaillierten zeitgeschichtlichen und biographischen Details aus Mahlers Leben und endet: »Diese Symphonie ist eine Aufforderung zu Wanderschaft und Reise«. Nach der Pause bekommen die prophil-Mitglieder dann den gesamten ersten Satz zu hören. »Ich freue mich auf das Konzert«, war einhellige Meinung.

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prophil-Empfang zum 5nachsechs-Ausklang

Am 13.5.2015 fand das letzte »5nachsechs-Konzert« der Saison 2014/2015 der Bremer Philharmoniker statt. Diese Reihe ist inzwischen so beliebt, dass der große Glockensaal fast ausgebucht war. 5nachsechs, das bedeutet gleich nach der Arbeit, noch im Businessdress geht’s los. Eine Stunde voller guter Musik und dazugehörenden Erklärungen und Geschichten, die die Musik  näher bringen.

Auf dem Programm standen dieses Mal die großen Meister der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Der Chefdirigent der Bremer Philharmoniker, Markus Poschner, führte knapp und doch präzise mit Anekdoten und musikalischen Hinweisen durch den Abend.

Als besonderes Highlight stellte Markus Poschner den erst 19jährigen Trompetensolisten Markus Czieharz vor, Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund. Gemeinsam mit dem Orchester spielte er das Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur von Joseph Haydn und erhielt dafür stürmischen Beifall des Publikums.

Für die Mitglieder des Fördervereins prophil war dies ein ganz besonderes Konzert. Der Verein hatte seine Mitglieder zu diesem Konzert und einem anschließenden »Come-together« mit dem Orchester eingeladen. Die 5nach6Konzerte werden von prophil  regelmäßig mit einem festen Betrag unterstützt. Die Vorsitzende des Vereins Katrin Rabus begrüßte die Mitglieder und bedankte sich bei dem Dirigenten, dem Solisten und dem Orchester für die wunderbare musikalische Darbietung. In dem heiteren Beisammensein wurden viele neue Kontakte geknüpft und neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern und Orchester geboren. Und ganz spontan entschieden sich neue Freund/Innen für eine Mitgliedschaft im Förderverein. Man würde sich wünschen, dass die Glocke nach den Konzerten öfter so fröhlich weitergenutzt wird. 

Katrin Rabus links mit Besucherin

Foto: prophil-Vorsitzende Katrin Rabus (links) mit Besucherin beim 5nachsechs-Empfang

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»Ach Herr Zweistein, ach Herr Zweistein, hör mal hin…«

Beobachtungen bei einem Schulkonzert der Bremer Philharmoniker / prophil-Mitglieder unterstützen Schulprojekte

Von Karla Götz (Fotos: Harald Rehling)

Na, der ist ja ganz schön schusselig, der Professor Zweistein. Als genial-wirrer Grauschopf schlurft er in die Turnhalle und sucht im Dachboden-Chaos nach einem braunen Koffer. Die Kinder aus der Grundschule Horner Heerstraße und die Gäste aus der Kita St. Michaelis-St. Stephani, sind von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache. Statt der Zahnbürste findet Zweistein Noten. »Banknoten, ist ja toll!« ruft er, und die Schülerinnen und Schüler korrigieren lauthals im Chor: »Nein, Noten für Musik!« Als er dann die Trompete als Gitarre bezeichnet, nimmt der Spaß kein Ende.

Es ist bewegend und inspirierend, was vier Musiker, eine Musikerin und ein Schauspieler während dieses kleinen Schulkonzertes »Professor Zweistein und die Blechgeister« auf die Beine stellen. Die Bremer Philharmoniker bilden ihre Konzertbesucher von Morgen heran. A- und B-Trompete, alias Thomas Ratzek Und Rudolf Löring treten als Geister hinterm Vorhang hervor und lassen Händels Feuerwerksmusik erschallen. Da wird es ganz still und feierlich in der großen Turnhalle, in der mehr als 200 Kinder andächtig hocken. Die Dramaturgie des Musikprojekts, kindgerecht und wohldurchdacht von Marko Gartelmann und Sebastian Kautz, ist abwechslungsreich und lädt zum Mitmachen ein. Da wird gerufen, gelacht, gesungen, getanzt, geklatscht, dirigiert, marschiert und vor allem korrigiert. Sebastian Kautz, als ehemaliges Mitglied der Bremer Shakespeare Company bekannt, hält mit Witz und darstellerischem Esprit die Fäden in der Hand. »Das ist die Posaune« brüllen die Kinder begeistert, als Anatoli Jagodin mit seinem Instrument erscheint »Was für eine Sauna?«, gibt Zweistein zurück.

Treffsicher nennen die Schülerinnen und Schüler auch die anderen Instrumente, das Horn, geblasen von Ines Köhler und die Tuba, gespielt von Ernst Haake. Informationen sind kurzweilig verpackt. Wie lang wäre das Horn, wenn man es auseinanderwickelte? Wie schwer ist die Tuba? Wie klingt ihr tiefster Ton? Das kleine Schulkonzert ist Infotainment in Bestform. Von Summertime bis Marschmusik tönen die Melodien. Und wer hätte gedacht, dass die Profis auch noch einem alten Gartenschlauch, den Zweistein im Gerümpel gefunden hat, Töne entlocken können? Als dann ein Schüler aus der vierten Klasse mit der Saugglocke gekonnt dirigiert, ist die Stimmung auf dem Siedepunkt. Jeder will den Pümpel mal zum Taktstock machen.

Der Abgesang ist gut trainiert, aus Bruder Jacob wird »Ach Herr Zweistein, ach Herr Zweistein, hör mal hin, singen, musizieren, alles ausprobieren, wir sind hier, du und wir«. Wenn, wie Thomas Mann es literarisch treffend beschreibt, »neun Takte horizontaler Melodie zu dritt vertikal übereinander zu stehen kommen und einen Körper harmonischer Stimmigkeit ergeben«, dann ist das ein bewegender Moment der Polyphonie. Die Turnhalle ist nun vollends zum Konzertsaal geworden, und die Zugabe-Rufe wollen kein Ende nehmen.

Henry Spradau, stellvertretender Vorsitzender des Vereins »prophil«, hat das Konzert besucht und ist davon angetan. »Es ist gut, dass wir uns als Verein für solche Musikprojekte engagieren«, sagt er »so bilden wir das Konzertpublikum der Zukunft heran«. Und erst die Schülerinnen und Schüler! Samira und Finnlay aus der 4a sind hin und weg: »Gut, lustig, cool«, lauten ihre Urteile. Der zehnjährige David verrät, dass die Klasse schon vorgearbeitet hat. »Wir haben im Unterricht schon einiges über die Instrumente erfahren«, sagt er. Diese Nachhaltigkeit, so Projektleiter und Koordinator Marko Gartelmann, sei beabsichtigt. »Es wird auch eine Nachbereitung geben«.

Innerhalb der Spielzeit 2014/2015 stellen die Bremer Philharmoniker beachtliche 30 Schulprojekte und Schulkonzerte auf die Beine. Mit ihren Beiträgen und Spenden unterstützen prophil-Mitglieder diese originelle musikalische Früherziehung und Bildung. Das Engagement lohnt sich, wie der kurzweilige und lehrreiche Vormittag gezeigt hat. 

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Ingo J. Jander im Interview

Zu den von prophil geförderten Formaten der Bremer Philharmoniker gehört die Reihe 5nachsechs. Was ist das besondere an diesen Afterwork-Konzerten? Wer hatte die Idee? Wer bildet die Zielgruppe? Einer, der es wissen muss, ist der Orchestermanager Ingo J. Jander. Er ist gern zu einem Gespräch bereit:

Orchestermanager Ingo J. Jander

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Musikfilmvorstellung

Der Freundeskreis der Bremer Philharmoniker hat sich das Ziel gesetzt, Mitgliedern und deren Gästen im Zusammenhang mit dem Jahresprogramm des Orchesters auch den Entstehungszusammenhang von Werken, die Persönlichkeit einzelner Komponisten und den historischen bzw. politischen Background ihrer Schaffenszeit näherzubringen. Zu diesem Zweck wurde vom Vorstand eine interessante Filmreihe (Ort: Plantage 13) ins Leben gerufen.

Schon die erste Veranstaltung am 01.02.2015 fand großen Zuspruch. Es stand der beeindruckende Film »Shostakovich against Stalin« des Kanadiers Larry Weinstein (1997) auf dem Programm. Er zeigt zum einen in plakativen Bildern den Personenkult und die Selbstinszenierung des Systems in der Ära Stalin, zum anderen sehr differenziert das Elend, das Leiden der Menschen an Krieg und Staatsterror. Originale Bilder dokumentieren Hunger und Tod. Auf diesem Hintergrund vermittelt Weinstein die Betroffenheit von Schostakowitsch, der hautnah Stalins Willkür zu spüren bekam und wohl nur durch Zufall dem Tod entging. In seinen War Symphonies hat der Komponist seine Erfahrungen, seine Ängste und Verzweiflung, aber auch seinen Mut und Willen zum Durchhalten zum Ausdruck gebracht.

Wissenschaftler, Musiker und Weggefährten kommen zu Wort, und vor allem erklingen immer wieder die genannten Symphonien (Niederländische Radio-Philharmonie unter der Leitung von Valery Gergiev). Die Reihe wird fortgesetzt.

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Katrin Rabus im Interview

Katrin Rabus spricht mit Karla Götz über die Entwicklung und die Ziele von prophil:

Hier das ganze Interview lesen

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Probenbesuch zu BRAHMS WEITERGEDACHT

Das Konzert - sozusagen das Endprodukt der Orchesterarbeit - kennt jeder Konzertgänger. Aber was genau passiert eigentlich bei in einer Orchesterprobe? Das konnten die Mitglieder von prophil am 13. November 2014 im Probensaal der Bremer Philharmoniker herausfinden und live bei einer Probe des Orchesters unter der Leitung von GMD Markus Poschner dabei sein.
Außerdem waren Besucher der »Stadtgespräche in Findorff« zu Gast, die nach einem kurzen Einblick in die Probe Intendant Christian Kötter-Lixfeld mit Fragen rund um die Bremer Philharmoniker und ihre Mission als Orchester für alle Bremerinnen und Bremer löchern konnten.

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Bremer Philharmoniker GmbH formiert sich neu

Seit Beginn der aktuellen Spielzeit gibt es formale Änderungen in der Bremer Philharmoniker GmbH: Statt wie bisher vier Gesellschafter werden es durch das Ausscheiden der Philharmonischen Gesellschaft zukünftig nur noch drei Gesellschafter sein, die über die Geschicke des Orchesters entscheiden werden (Theater Bremen, Stadt Bremen, Bremer Philharmoniker e.V.). Weshalb sich die Philharmonische Gesellschaft aus der GmbH zurückgezogen hat, wieso die Verbundenheit weiterhin bestehen bleibt und welche Chancen und Aufgaben für das Orchester daraus resultieren, darüber sprach Intendant Christian Kötter-Lixfeld mit dem Weser Kurier. Das vollständige Interview lesen Sie hier:

interview Weser Kurier


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Saisonauftakt

Beim festlichen Saisonauftakt nach dem 1. Philharmonischen Konzert am 13. Oktober 2014 haben die prophil-Mitglieder gemeinsam mit GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld und Gästen aus dem Orchester sowie aus Wirtschaft, Politik und Kultur den Start der neuen Saison gefeiert. 

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Probenbesuch

Zum Saisonende konnten die prophil-Mitglieder noch etwas ganz Besonderes erleben: die Generalprobe zum 12. Philharmonischen Konzert. Neben spannenden Einblicken in die Probensituation der Bremer Philharmoniker gab es eine Einführung von Generalmusikdirektor Markus Poschner.

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Mitgliederversammlung

Am 21.05.2014 fand die erste Mitgliederversammlung von prophil e.V. statt. Intendant Christian Kötter-Lixfeld stellte bei dieser Gelegenheit die Saison 2014/15 vor. Nach dem Ausscheiden von Thomas Adam als Schatzmeister wurde außerdem der neue Vorstand bestellt:

Katrin Rabus bleibt Vorstandsvorsitzende
Henry Spradau wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Peter Bollhagen (bislang stellvertretender Vorstandsvorsitzender) wird Schatzmeister

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Erste Spenenübergabe beim 5nachsechs Afterwork Konzert

Beim 5nachsechs Konzert am 2. April 2014 haben wir gemeinsam mit GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld und den Musikern des Orchesters die erste Spendenübergabe an die Bremer Philharmoniker gefeiert. Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch für prophil und hoffen auf ein weiteres, schnelles Wachstum des Vereins.

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Einladung zum 5nachsechs Afterwork Konzert

Mit unseren Mitgliedsbeiträgen fördern wir in der Saison 2013/14 die 5nachsechs Afterwork Konzerte der Bremer Philharmoniker. Gemeinsam mit GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld und den Musikern des Orchesters feiern wir im Anschluss an das 5nachsechs Konzert am 2. April 2014 unsere erste Spendenaktion im Foyer der Glocke.
Bitte werben Sie weitere Mitglieder – zum Konzert am 2. April haben Mitglieder von prophil freien Eintritt!

Mittwoch, 2. April 2014
18.05 Uhr Konzert (ca. 1 Stunde) 


Stravinsky-Film für Mitglieder

Einladung: exklusive Filmvorstellung für Mitglieder von prophil e.V

Sonntag, 02. Februar 2014, 16 Uhr | Plantage 13 / Eingang 6, 28215 Bremen
Igor Stravinsky
eine Dokumentation von Janos Darvas mit vielen seltenen Archivaufnahmen,
in Vorbereitung auf das Konzert der Bremer Philharmoniker am 25. Februar 2014

Einladungsschreiben von Katrin Rabus

 


prophil bei Beethoven 9

Vier ausverkaufte Konzerte mit Beethovens Symphonie Nr. 9 und eine öffentliche Generalprobe, zu der die Bremer Philharmoniker alle musikbegeisterten Fans des Orchesters eingeladen hatten, waren das große Finale des Jahres 2013!
Zum letzten Konzert dieses Beethoven-Marathons kamen die Mitglieder des Freundeskreis prophil e.V. zusammen und feierten das Engagement die die hochkarätige Leistung des Orchesters. Für anregende Gespräche sorgten unter anderen GMD Markus Poschner, Intendant Christian Kötter-Lixfeld sowie Musiker aus dem Orchester und die Solisten des Abends, Susanne Bernhard (Sopran) und Thomas Cooley (Tenor).

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Saisonauftakt bei 5nachsechs

Die Mitglieder des Freundeskreis prophil e.V. trafen sich zum ersten 5nachsechs Afterwork Konzert in der Saison 2013/14. Nach einem kurzen Empfang im Foyer der Glocke besuchten sie gemeinsam das 5nachsechs Konzert mit Olaf Boman (Dirigent) und Nadja Stefanoff (Mezzosopran), das diesmal mit barocker Musik von Händel, Vivaldi und Purcell ein ganz besonderes Programm bot.
Nach dem Konzert gab es in geselliger Runde noch die Gelegenheit zu einem Austausch mit den Künstlern und mit Intendant Christian Kötter-Lixfeld bei Getränken und Snacks im Topaz Bremen.

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