prophil e.V.

Meldungen / Übersicht

2022

20.06.2022

Probenbesuch im neuen Orchestersaal

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Probenbesuch Prophil Saal 09 06 2022

Anfang Juni luden uns die Bremer Philharmoniker zu einem exklusiven Besuch in ihr neues Domizil im Tabakquartier in Bremen Woltmershausen ein. Intendant Christian Kötter-Lixfeld nahm uns herzlich in Empfang und stellte die Schwerpunktthemen und Höhepunkte der nächsten Spielzeit vor. Danach ging es in den neuen Proben- und Aufführungssaal, das Herzstück der ehemaligen Werkshalle der Tabakfabrik. Während das Orchester zusammen mit Dirigent Stefan Asbury „Der Zauberlehrling“ von Paul Dukas probte, konnten wir uns von der wunderbar klaren Akustik überzeugen und den guten Blick auf das gesamte Ensemble von den aufsteigenden Stuhlreihen aus genießen. Wir wünschen den Bremer Philharmonikern weiterhin einen guten Start in ihrem neuen Zuhause!

Probenbesuch Foyer Prophil 09 06 2022

25.05.2022

Willkommen im neuen Zuhause!

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Erste Probe Tabakquartier 23 Mai 2022

Am 23. Mai war es endlich soweit: Die Bremer Philharmoniker kamen zum ersten Mal zu einer Konzertprobe in ihrem neuen Zuhause in der Halle 1 im Tabakquartier zusammen. Auf den Notenpulten stand Antonin Dvoraks Symphonie “Aus der neuen Welt”, sehr passend zum Neuanfang im gerade fertiggestellten Saal. Nach der Probe überraschte der prophil-Freundeskreis die Musikerinnen und Musiker des Orchesters mit einem Empfang, um auf den geglückten Einstand anzustoßen. Begeistert vom frischen Klang und der hellen Atmosphäre der neuen Räumlichkeiten freuen wir uns schon jetzt auf viele schöne gemeinsame Konzertmomente in Woltmershausen!

27.04.2022

Konzertsaison-Endspurt

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Anfang April hat die Verwaltung der Bremer Philharmoniker ihre neuen Räumlichkeiten im Tabakquartier bezogen. Auch ein Großteil der Instrumente hat mittlerweile seinen Platz dort gefunden. Und wenn auch der neue Boden noch nicht ganz fertig gestellt ist, steigt die Vorfreude auf die erste Probe im Mai. In der neuen Saison wird auch prophil e.V. seinen neuen Standort im Tabakquartier haben. Für den 10. September ist ein großes Einweihungsfest geplant.

Die musikalische Saison neigt sich langsam dem Ende entgegen, die Konzertsäle dürfen wieder voll besetzt werden und uns erwartet bis zu den Ferien ein abwechslungsreiches Programm. Ausgewechselt werden musste das Programm des nächsten Philharmonischen Konzerts. Statt Furtwänglers zweiter Sinfonie wird aufgrund pandemiebedingter Terminengpässe ein italienischer Opernabend gegeben, bei dem wir uns auf den großartigen amerikanischen Sänger Michael Spyres freuen dürfen.

Im Juni stehen dann schon die abschließenden Konzertserien dieser Spielzeit an. Zunächst möchte uns Dirigat-Nachwuchsstar Patrick Hahn, in Wuppertal jüngster Generalmusikdirektor im deutschsprachigen Raum, magisch verführen, bevor als krönenden Abschluss im letzten Philharmonischen Konzert der Saison mit dem Duo Igudesman & Joo ein »musikalischer Ausnahmezustand garantiert« wird, der »weder die Musiker:innen noch das Zwerchfell des Publikums verschont«.

Das junge Publikum ist Mitte Juni eingeladen, mit ihren Eltern, Großeltern und Freund:innen zum Familienkonzert »Der kleine Muck« zu kommen. Alle, die selbst musikalisch aktiv werden möchten, sollten sich zum »Symphonic Mob« anmelden und die Gelegenheit nutzen, mit den Musiker:innen der Bremer Philharmoniker unter der Leitung von Marko Letonja in einem großen Spontanorchester mitzuwirken. Alle Infos hierzu gibt es auf der Homepage der Bremer Philharmoniker.

31.03.2022

Auf Beethoven-Expedition im Bremer Übersee-Museum

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Klimakonzert der Bremer Philharmoniker im Übersee-Museum

Wir hören auch 250 Jahre nach Ludwig van Beethovens Geburtstag noch seine Musik, aber gelingt es uns auch, die Gletscher und das Polareis aus Beethovens Zeit zu bewahren? Das ausverkaufte Klimakonzert der Bremer Philharmoniker am 26. März im Bremer Übersee-Museum regte zum Nachdenken an und verband auf einzigartige Weise Musikgenuss mit Einblicken in die aktuelle Klima-Forschung. Die Kammermusikensembles der Bremer Philharmoniker und die Wissenschaftler:innen des Alfred-Wegener-Instituts verteilten sich zu einem „Wandelkonzert“ an verschiedenen Stationen im besonderen Ambiente des Museums. Während die Musiker:innen die Musik Ludwig van Beethovens und seiner Zeitgenossen zum Klingen brachten, berichteten die Direktorin des Alfred Wegener Institutes, Prof. Dr. Antje Boetius, sowie zwei MOSAiC-Expeditionsteilnehmende exklusiv über die große 2020 beendete Polarexpedition und deren Ergebnisse.

Der Erlös des Konzertes kommt einem Projekt der Klimaschutz-Initiative „Orchester des Wandels e.V.“ zugute.

11.03.2022

Auf Baustellenbesuch im künftigen Domizil der Bremer Philharmoniker

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Besuch des Tabakquartiers im Maerz 2022

Bei strahlendem Sonnenschein traf sich am 10. März eine stattliche Zahl von 24 prophil-Mitgliedern im künftigen Zuhause unserer Philharmoniker im Tabakquartier in Woltmershausen. Intendant Christian Kötter-Lixfeld, hatte eingeladen und erwies sich bei der Begehung als sachkundiger »Mann vom Bau«. Das vom Projektentwickler und Eigentümer Justus Grosse GmbH geplante und wahrhaft riesige Areal auf dem ehemaligen Tabakfabrikgelände Martin Brinckmann versprüht Gründer- und Start-up-Geist, wie heute schon an zahlreichen Firmen und Einrichtungen zu spüren ist.

Am Treffpunkt für unseren Rundgang erfuhren wir an einem Modell viel über die Geschichte der Zigarettenfabrik und die künftige Nutzung. Die Begeisterung über die neuen Möglichkeiten für Proben und Konzerte der Philharmoniker war Herrn Kötter-Lixfeld anzumerken, als er uns die verschiedenen Räume und die vorgesehenen Nutzungen erläuterte: Stimmzimmer, Musikwerkstatt, Orchesterbüro und Orchesterverwaltung bekommen am neuen Ort ausreichend Raum zur Entfaltung und eine moderne und zweckmäßige Ausstattung. Besonderes Schmuckstück soll der große Konzertsaal werden, der 380 Besucher:innen Platz bieten wird – mit einer Orchesterbühne in den gleichen Dimensionen der Bühne in der Glocke. Dass hier in originaler Konzert-Sitzordnung geprobt werden kann, erleichtert Musiker:innen und Dirigent:innen die Arbeit zukünftig ungemein, wie Herr Kötter-Lixfeld erläuterte.

Dass so »unwichtige Details« wie geeignete Zugangsmöglichkeiten für Orchester und Publikum einige Kreativität in der Planung erforderten, wurde deutlich. Auf die Akustik des Konzertsaals wurde bei der Gestaltung besonderen Wert gelegt. Akustikelemente an Decken und Wänden waren größtenteils schon angebracht und fügten sich zweckmäßig in den Konzertraum ein, in dem künftig auch digitale Aufnahmen möglich sein werden.

Der Einzug ins Tabakquartier ist bis Mitte April geplant. Angesichts des regen Treibens auf der Baustelle und zahlreicher noch nicht angeschlossener Leitungen eine sicher sportliche Planung. Herr Kötter-Lixfeld bestätigte den ausführenden Planern und Firmen jedoch eine hohe Termintreue, und dies trotz Corona. Wir freuen uns mit dem Orchester über das neue Domizil und werden es nach dem Umzug noch einmal besichtigen!

Da Baubesichtigungen grundsätzlich anstrengend und staubig sind, stärkten sich die prophil-Mitglieder anschließend gleich vor Ort in der Filiale einer Bäckerei. Anregende Gespräche ermöglichten das gegenseitige Kennenlernen und den Austausch zu künftigen Aktivitäten von prophil. Mit einem herzlichen Dank an Herrn Kötter-Lixfeld für die ausgezeichnete Führung traten alle den Heimweg an, einige vielleicht schon mit den künftigen Klängen aus dem Konzertsaal des Tabakquartiers im Ohr.

Der neue Konzert- und Probensaal in Woltmershausen

2021

28.09.2021

Der neue Vorstand sendet herzliche Grüße

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Liebe Freundinnen und Freunde der Bremer Philharmoniker,

vielleicht hatten Sie bereits das Vergnügen, den gestrigen Spielzeitauftakt mit dem ersten Philharmonischen Konzert und dem fantastisch interpretierten Sibelius-Violinkonzert in der Glocke zu erleben. Für die Konzerte heute und morgen Abend gibt es noch einige Karten, nutzen Sie diese Gelegenheit!

Am Mittwoch dann »unser« 5nachsechs-Konzert mit Musik von Mozart und Schumann. Auch hier gibt es noch Karten.

Das Pandemie-Konzept in der Glocke sieht nun vor, dass am Sitzplatz auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden kann. Für viele, nicht nur die Brillenträgerinnen und Brillenträger unter uns, mit Sicherheit eine große Entlastung!

Am vergangenen Donnerstag fand nach pandemiebedingt langer Unterbrechung endlich auch wieder eine Mitgliederversammlung unseres Fördervereins statt. Es war schön, die vertrauten Gesichter wiederzusehen, denen man in den Zeiten vor Corona sonst so regelmäßig in der Glocke oder bei unseren prophil-Veranstaltungen zum netten Austausch über die Musik begegnet ist. Wir hoffen, dass sowohl das Vereins- als auch das Konzertleben in den kommenden Wochen und Monaten Schritt für Schritt zurück zu einer »alten« Normalität finden und wir uns dann häufiger und unbeschwerter treffen und austauschen können.

Auch in der Zeit des Lockdowns blieben das Orchester und prophil nicht untätig: Es gab Livestreams im Internet, Open-Air-Konzerte und natürlich auch viele weitere Aktivitäten wie CD-Einspielungen und die Arbeit der Musikwerkstatt. Als Förderverein haben wir die Bremer Philharmoniker dabei unterstützt, wo es möglich war. Besondere Zeiten bringen besondere Herausforderungen mit sich und im Namen von uns allen möchte ich den Bremer Philharmonikern für ihr Durchhaltevermögen und ihre Kreativität danken! Das gilt auch für die Leitung des Orchesters, mit denen vieles angesichts der »dynamischen Lage« des Pandemiegeschehens »auf Zuruf« besprochen und geklärt werden musste.

Ein großer Dank gebührt Anne Lüking an der Spitze des geschiedenen Vorstands, der neben ihr auch aus Stephan Kohlrausch und meiner Person bestand. Gerne hätten Herr Kohlrausch und ich Frau Lüking im Rahmen der Mitgliederversammlung unsere Anerkennung ausgesprochen. Leider konnte Anne Lüking aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich teilnehmen, sodass wir und auch das Orchester hoffen, die angemessene Würdigung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können.

Anne Lüking aus persönlichen und Stephan Kohlrausch aus beruflichen Gründen hatten bereits vor einiger Zeit angekündigt, bei einer Neuwahl des Vorstands nicht erneut kandidieren zu wollen. Erfreulicherweise ist es uns gelungen, auch in der einschränkenden Corona-Zeit schnell einen neuen Vorstand zusammen zu finden, dem die Mitgliederversammlung am Donnerstag in einstimmiger Wahl einen großen Vertrauensvorschuss zugebilligt hat, und den ich Ihnen hiermit gerne vorstelle:

Neuer Schatzmeister ist Rolf Mählmann, zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Claudia Marcus und Prof. Dr. Hans-Werner Zoch und zum Vorsitzenden wurde ich gewählt.

Wir freuen uns darauf, uns Ihnen in den kommenden Monaten bei passender Gelegenheit noch einmal näher vorstellen zu können. Die kommenden Tage möchte der neue Vorstand zunächst darauf verwenden, das »operative« Geschäft unseres Fördervereins zu übernehmen und sich möglichst bald mit der Orchesterleitung, dem Generalmusikdirektor und den Musikerinnen und Musikern des Orchestervereins zu treffen. Es gibt viel zu besprechen: Der geplante Umzug des Orchesters in das Tabakquartier, die Arbeit der Musikwerkstatt, die Debatten rund um die Glocke und nicht zuletzt das große Jubiläum der Philharmoniker mit der zweihundertsten Spielzeit in drei Jahren. Viele Ideen warten auf ihre Umsetzung und auch hier gilt: Wir wollen helfen, wo wir können!

Sie als Förderinnen und Förderer des Orchesters werden wir regelmäßig über die Planungen auf dem Laufenden halten. Wir hoffen, uns schon bald mit dem ein- oder anderem Extra, vielleicht sogar schon wieder einer kleinen Konzertreise, an Sie wenden zu können.

Passen Sie auf sich auf, bleiben Sie gesund! Und bis bald im Konzert!

Herzliche Grüße

Für den Vorstand

Daniel de Olano Vorsitzender

28.09.2021

Musikwerkstatt meets Gemüsewerft

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Nachhaltige Entwicklung und gesunde Ernährung sind Themen, die an Bremer Schulen eine wichtige Rolle spielen. Die Grundschule Überseestadt führte ein besonderes Projekt durch, das diese Themen mit Kreativität und kultureller Teilhabe verbindet. Am Freitag, den 17. September 2021, präsentierten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Kooperationspartnerinnen und –partnern die Ergebnisse dieser Arbeit.

Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Aulepp betonte in ihrem Grußwort: “Die Grundschule Überseestadt hat die Weichen für die kulturelle Teilhabe ihrer Schülerinnen und Schüler gestellt. Das Ergebnis aus dieser Partnerschaft mit den Bremer Philharmonikern und der Gemüsewerft ist sehr beeindruckend.”

Musikinstrumente aus Gießkannen, Hacken und anderem Gartenwerkzeug: Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Aulepp beim Besuch der Grundschule Überseestadt, die parallel mit der Gemüsewerft und den Bremer Philharmonikern kooperiert.. Foto: SKB

Die Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse der Grundschule Überseestadt haben im letzten Jahr in Kooperation mit der Gemüsewerft auf dem ehemaligen Kellog`s Gelände säen, pflegen und ernten erlebt und “ihr” eigenes Gemüse angebaut und geerntet. “Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung aussehen kann. Solche Projekte stärken das Bewusstsein dafür, woher das Gemüse eigentlich kommt,” lobte Kinder- und Bildungssenatorin das Engagement der Schule.

Gleichzeitig wurde in Zusammenarbeit mit der Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker Erfahrung mit Musik und Musikinstrumenten gesammelt. Sascha Aulepp betonte: “Und wir wissen aus den vielen Musikvermittlungsprojekten: Die Bremer Philharmoniker können es einfach! Sie erfinden immer wieder neue und spannende Projekte, passgenau zugeschnitten auf die Schulen und die verfügbaren Orte.”

In einem Abschlussprojekt stellten die Schülerinnen und Schüler dann aus Gartengeräten Musikinstrumente her, mit denen Musik gemacht wurde. “Alles in allem ist dies ein hervorragender Beitrag zu einer ganzheitlich verstandenen kulturellen Bildung. Die Kinder lernen nicht nur den ‘richtigen’, sachgerechten Umgang mit Gartengeräten – nein, sie lernen auch, sie völlig anders zu nutzen, neue Ideen zu entwickeln, zu experimentieren, kreativ zu sein, Klängen zu lauschen und diese zu einer Performance zu verbinden”, betonte die Kinder- und Bildungssenatorin.

07.06.2021

Musik und Gemüse

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Die Schule in der Überseestadt, Bremens jüngste Grundschule, und die Bremer Philharmoniker sind seit diesem Schuljahr Kooperationspartner. Pandemiebedingt können die gegenseitigen geplanten Besuche der Kinder und des Musikwerkstattteams erst jetzt starten. Nun gehen die neuen Kooperationspartner kurz vor den Sommerferien musikalisch auf eine kleine Weltreise: Anfang Juni entdecken die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt asiatischer Instrumente, Mitte Juni (15. und 22.6.) steht dann Musik aus Afrika auf dem Programm und Ende des Monats klassische Streichinstrumente (29.6.). Der Höhepunkt ihrer gemeinsamen Reise liegt jedoch direkt vor Ort – auf dem Kellogg´s Gelände in der Überseestadt. Auf der dortigen Gemüsewerft bauen die Kinder ihr eigenes Gemüse an, aus denen dann zur Erntezeit Instrumente gebastelt werden – zum Muszieren und für den anschließenden Verzehr. Bei einer selbst entwickelten Performance mit viel Musik und einem bunten Gemüsebuffet präsentiert die Schule mit Musikerinnen und Musikern der Bremer Philharmonikern zum Abschluss dieses ersten gemeinsamen Projektes im September, wie gut Musik und Nachhaltigkeit, Gemüseanbau und Rhythmen zusammenpassen.

Ermöglicht wird dieses Projekt durch den Freundeskreis prophil, die swb-Bildungsinitative und die Startstiftung.

11.04.2021

Die Kirschendiebe sind Hörbuch des Monats

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Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zeichnet monatlich ein Kinder- bzw. Jugendhörbuch der aktuellen Verlagsproduktionen aus.

Für den Mai 2021 hat die Jury “Divertimento: Kirschendiebe” die Musikalische Lesung mit der Autorin Anke Bär und den Bremer Philharmonikern gewählt: Zur Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Wir freuen uns sehr über die verdiente Anerkennung dieses tollen Projektes!

Und hier können Sie die CD bestellen: Bremer Philharmoniker - Service

20.01.2021

Video zur Eröffnung der Gemüsewerft

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Es ist ein sehr schöne Video zur Eröffnung der Musikwerft entstanden, das wir hier gerne verlinken möchten:

Link zum Video

2020

15.12.2020

Premiere für die Musikwerkstatt: Eine CD für Kinder

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„Wo sind wir denn hier gelandet?“ Latif, der Löwe, schaute verwundert in den Raum - der ganz anders aussah, als er erwartet hatte. „Hm, weiß ich auch nicht“, brummte Elvis. Der Elefant hielt die Klinke immer noch mit seinem Rüssel fest. Sein massiger Körper füllte den ganzen Türrahmen aus, so dass die hinter ihm nichts sehen konnten. „Was gibt’s denn?“ Ungeduldig zwängte sich Pit, der Pinguin, zwischen den Beinen von Elvis nach vorne. Dabei wäre ihm fast das große Gurkenglas mit den beiden Guppys Günther und Gülsen aus der Hand geglitten. Die sagten nichts, sondern ließen nur staunend ein paar Luftblasen aus ihren Fischmäulern nach oben perlen. „Shirin?“, wandte sich Latif an die kleine Land-Schildkröte. „Der Tipp kam doch von dir. Wo sind wir hier?“

Geheimnisvolle Geschichte

Ja, wo sind die Freunde, die an Weihnachten aus dem Zoo ausgebüxt sind? Geheimnisvoll beginnt die tierische Weihnachtsgeschichte, die der Bremer Autor Jörg Isermeyer zu Musikstücken aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint -Saėns erdacht hat. Die von Martin Howie arrangierten musikalischen Kapitel werden von den Bremer Philharmonikern gespielt. „Ein tierisches Weihnachten“ ist Titel der CD, die inzwischen 378 Kindertagesstätten und alle Klassen an 77 Grundschulen erhalten haben. Ein Geschenk der Musikwerkstatt Bremen, unterstützt vom Verein prophil und weiteren Sponsoren. Die Idee hatte deren Leiter Marko Gartelmann. Er ist zugleich auch Musiker, nämlich Schlagwerker bei den Philharmonikern. Einige Fragen an ihn.

Herr Gartelmann, was war ihr Motiv und das ihres Teams, sich so ins Zeug zu legen, denn eine CD ist ja nicht so einfach aus dem Boden gestampft?

Man muss sich mal in die Situation der Kinder hineinversetzen. Sie haben, verglichen mit den Vorjahren, durch Corona weniger Möglichkeiten für stimmungsvolle Erlebnisse. Die Weihnachtsmärchen fallen aus, auch die Konzerte. Ebenso unsere Projekte, mit denen wir in dieser dunklen Jahreszeit an Schulen gegangen sind und vorweihnachtliche Freude gebracht haben. Das ist ganz traurig.

Wann hatten Sie die Idee, die gewohnten Live-Erlebnisse durch eine CD zu ersetzen?

Eigentlich hat sich in den Herbstferien schon abgezeichnet, dass ein Lockdown kommt. Uns war klar, wir brauchen was. Dann haben wir innerhalb von vier Wochen gehandelt. Ich kann Ihnen sagen, das war Stress. Aber am Ende passte alles stimmig zusammen. Eine Weihnachts-CD ist auch für uns eine Premiere.

Was bietet „Ein tierisches Weihnachten“ den zuhörenden Kindern?

Eine mit Phantasie erzählte Geschichte. Und dann die Verknüpfung von Weihnachtsgeschichte, Tieren und dem Kennenlernen der Instrumente des Orchesters. So finden die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer heraus, warum welches Instrument ein bestimmtes Tier vorstellen kann. Zum Beispiel der Kontrabass den Elefanten. Die Verbindung von klassischer Musik und weihnachtlicher Erzählung schafft ein Erlebnis. Programmmusik wie der Karneval von Saint -Saėns passt dafür hervorragend. Eine bestimmte Nachhaltigkeit entsteht.

Gibt es schon erste Reaktionen aus Schulen und Kindergärten?

Durchweg positiv. Ich habe schon zweieinhalb DIN A4-Seiten mit E-Mail-Grüßen und Danksagungen zusammenstellen können. „Eine tolle Idee“ und „Euch fällt doch immer wieder was Neues ein“, sind nur zwei der zahlreichen Kommentare. Wir sind dem Verein prophil und allen weiteren Sponsoren dankbar für die Unterstützung.


Das Gespräch führte Karla Götz

Bildunterschrift: Marko Gartelmann mit der CD der Musikwerkstatt. Foto: Karla Götz

22.11.2020

Kein Stillstand trotz Corona-Pandemie: Verein prophil voller Pläne

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„Wir wollen draußen sein“, sagt Anne Lüking, Vereinsvorsitzende von „prophil“, in ihrer Vorschau auf die Aktivitäten des nächsten Jahres. Angeknüpft werden soll an den Erfolg des Crossover- Events (Rapper Flowin Immo und Mitglieder der Philharmoniker) vom September. Im kommenden Frühjahr sei ein neues Konzert geplant. Kooperationspartner ist die Gemüsewerft – ein Biergarten und Urban-Gardening-Projekt auf dem ehemaligen LKW-Parkplatz des Kellogg-Areals in der Überseestadt. Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung sollen diesmal einbezogen werden. „Vielleicht können Kinder Instrumente aus den Zutaten einer Gemüsekiste schnitzen“, schwärmt sie. „Natürlich nur, wenn das Gemüse auch Verwendung findet, denn achtsamer Umgang damit ist wichtig“, unterstreicht Marko Gartelmann, Leiter der Musikwerkstatt. Beide denken an die Möhrenflöte, die hinterher aufgeknabbert werden kann oder an ausgehöhlte Kürbisse als Rasseln.

Eine gute Botschaft gibt es für die Vorweihnachtszeit. „Am 3. Dezember erscheint die Weihnachts-CD“, sagt Marko Gartelmann. Sponsor ist die Sparkasse Bremen, den Antrag hat der Verein „prophil“ gestellt und sich auch selbst finanziell beteiligt. 400 Kindertagesstätten und 75 Grundschulen erhalten dann kostenlos die Erzählung „Ein tierisches Weihnachten“ von Jörg Isermeyer mit Musik aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens.

„Wir Bremer Philharmoniker sind inzwischen Mitglied in der deutschlandweiten Klimaschutz-Initiative Orchester des Wandels“, erzählt Matthias Berkel, Solohornist der Bremer Philharmoniker, selbst Mitglied im Verein. Alle Mitgliedsorchester der Initiative, deutschlandweit bereits zehn, unterstützen mit Benefizkonzerten gemeinsam verschiedene Klimaschutzprojekte (www.orchester-des-wandels.de).

Musste das für November vorgesehene Klimakonzert „Die Beethoven- Expedition“ mit der renommierten Meeresbiologin und Direktorin des Alfred Wegener-Instituts, Dr. Antje Boetius, leider verschoben werden, gebe es aktuell einen kleinen Film als Vorgeschmack. Auch hier hat sich prophil engagiert.

„Ein Lied für meine Schule“ ist ein weiteres Vorhaben in Zusammenarbeit von prophil, der Musikwerkstatt der Philharmoniker und dem Sponsor GEWOBA. Schulen in Bremen Nord werden zu einem Wettbewerb aufgerufen, eine Hymne auf ihre Schule zu schreiben. Für die Vertonung sorgt die Musikwerkstatt.

Ein Highlight wird der Kontrabass, den prophil-Mitglieder mit Spenden bezahlt haben. 21.000 Euro sind zusammengekommen, die Philharmoniker haben das wertvolle Instrument bereits im sächsischen „Musikwinkel“ Markneukirchen abgeholt. Jetzt fehlt noch ein passender Termin für die feierliche Übergabe. Vielleicht auch irgendwo draußen?

Auf dem Foto: Solohornist Matthias Berkel (von links); prophil-Vereinsvorsitzende Anne Lüking und der Leiter der Musikwerkstatt, Marko Gartelmann, beraten über zukünftige Projekte von prophil.

Text und Foto: Karla Götz

14.10.2020

Der neue Kontrabass ist da!

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In diesen angespannten Tagen bezüglich der Corona Lage freut sich die Bassgruppe, uns eine frohe Botschaft überbringen zu können:

Wir konnten uns nach dem 1. Philharmonischen Konzert ohne Vorbehalte für das favorisierte Instrument entscheiden und freuen uns nun sehr ein wunderbares Instrument gefunden zu haben.

In Absprache mit dem Büro hoffen wir, in einem angemessenen und angepassten Rahmen, das Instrument für Sie und die Mitglieder des Vereins nochmal gesondert vorstellen zu können.

Im Anhang finden Sie drei kleine Eindrücke von der Abholung des Instruments aus Markneukirchen vor dem 1. Philharmonischen Konzert. Mit den besten Wünschen für eine gesunde Woche verbleiben

Christa Schmidt-Urban, Thomas Zscherpe, Hiroyuki Yamazaki und Eva Schneider-Kadenbach

14.10.2020

„Ein Lied für Marßel“

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„Ein Lied für Marßel“ Ein perfektes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen prophil, der Musikwerkstatt und dem Sponsor Sparkasse Bremen -

Musik verbindet Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Alter. Ob durch eine Nationalhymne eines Landes oder die Fangesänge eines Fußballvereins – es sind besonders Lieder, die zur Identifikation mit einer Gruppe beitragen.

Die Musikwerkstatt „Percussionwelten“ wurde im Jahr 2016 in Marßel in Kooperation mit dem Senator für Bildung und den Bremer Philharmonikern in der Grundschule „An der Landskronastr.“ gegründet. Mit Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft „GEWOBA“ und des Fördervereins „pro phil“ besuchen seitdem viele Schulklassen jährlich aus ganz Bremen und Umgebung diese Einrichtung zur kulturellen Bildung.

Wir würden uns freuen, wenn das „Lied für Marßel“ dazu beitragen könnte, die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils einander näher zu bringen und auch etwas stolz auf „ihr“ Marßel zu sein!

Besonderes bedanken möchten wir uns bei Martin Howie für die Komposition und das Arrangement des Liedes, bei der Schule Landskronastr., Werner Müller und Rose Eickelberg für die Textfassung des Liedes. Ferner gilt unser Dank für die Aufnahme Dirk Alexander, dem Schulchor der Landskronastr. unter Leitung von Herrn Burkhardt (mir Verstärkung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Musikwerkstatt) sowie dem Blechbläserensemble der Bremer Philharmoniker.

Ein weiterer Dank geht an die Sparkasse in Bremen, die dieses Projekt finanziell ermöglicht hat.

Wir wünschen viel Spaß beim Hören und Mitsingen!

Einen lieben Gruß,

Marko Gartelmann und David Gutfleisch

Text „Lied für Marßel“

Heut ist ein besond’rer Tag - ja hier im Stadtteil den ich mag
Pellens Park im Marßler Wald - dort sehen wir uns ziemlich bald.
Leb’n in Marßel macht viel Spaß – wir geben auch mal richtig Gas!

Refrain.
Hier in Marßel ist es bunt, hier geht’s auch mal richtig rund
Hoch im Norden hier in Bremen, läßt’s sich wirklich prima leben

Marßel das hat ein Cafe - in das ich super gerne geh
Nachbarschaftshaus wird’s genannt - das ist bei allen gut bekannt
Kuchen ein Selfie kommt dazu- das Foto poste ich im nu!

Refrain.
Hier in Marßel ist es bunt - hier geht’s auch mal richtig rund
Hoch im Norden hier in Bremen- läßt’s sich wirklich prima leben

Oslo, Lathi, Upsalar – ja Skandinavien scheint ganz nah
Stockholm, Malmö, Kopenhagen – das sind alles Straßennamen
Und das in meinem Quartier - das gibt es ja wirklich nur hier!

Refrain.
Hier in Marßel ist es bunt - hier geht’s auch mal richtig rund
Hoch im Norden hier in Bremen - läßt’s sich wirklich prima leben

26.09.2020

Konzertgenuss mit jungem Gemüse „Stadtwirtschaft“ eröffnet

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Die Bremer Philharmoniker und das Bremer Rap-Unikum Flowin Immo beim gemeinsamen Musizieren zwischen Grünkohl und Mangold: So etwas hat die Stadt noch nicht gesehen und gehört. Mit diesem ungewöhnlichen musikalischen Ereignis beglückten die Gemüsewerft und der Freundeskreis Prophil am Mittwoch ihr Publikum, darunter Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne), die Berliner „Urban Gardening-Ikone“ und frühere Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) sowie Überseeinsel-Hausherr Klaus Meier.

Zu feiern gab es die offizielle Eröffnung eines mindestens ebenso ungewöhnlichen Ortes: Seit einigen Monaten wächst und gedeiht auf dem ehemaligen Lkw-Parkplatz des Kellogg-Areals eine „Stadtwirtschaft“, die auf 2000 Quadratmetern am ­Weserrand reichlich Obst und Gemüse produziert. Die diesjährige Ernte ist zwar fast komplett eingefahren, doch so lange es den Gästen gefällt, bleibt der Biergarten montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet.

Anke Velten

Fotografien: Daniela Buchholz

Ein Biergarten am Wasser (WK)

26.09.2020

Brass on the Grass und Musikalischer Spaziergang in Lesum

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Auf die Frage von ProPhil, woher ich die Ideen für diese wunderbaren Konzerte nehme? Sie begegnen mir einfach.
Corona hat dieses Jahr alles Handeln lahm gelegt, aber das Denken nicht! Als unsere Waldhorngruppe Ostern unter Leitung von Ines Köhler wieder mit dem Üben begann, mit gebotenem Abstand auf meiner Terrasse und Blick über die Lesum, blieben drüben auf der anderen Deichseite Leute stehen, um zuzuhören. Die Akustik trägt auch leise Töne über das Wasser. Da kam uns der Gedanke, die Bläser der Philharmoniker auf dem Deich musizieren zu lassen, während sich die Zuhörer auf meiner großen Wiese verteilen. Die Idee war da, es wurde mein Ziel.
Ein Trittstein meines Lebens ist: man muss nicht nur wollen, man muss auch tun. Ich sprach mit Ines Köhler über die Idee. Sie griff sie sofort auf und fand den Namen „Brass on the Grass“. Das Projekt nahm seinen Lauf, nachdem auch Herr Letonja und Herr Kötter-Lixfeld die Aktion gut gefunden hatten. Viele Schwierigkeiten durch zahlreiche Auflagen waren aus dem Weg zu räumen. Aber, wo ein Ziel ist, gibt es auch einen Weg. Die Zuhörer waren begeistert – endlich wieder Musik, endlich wieder Kultur!
Da die Musiker selbst so angetan waren, endlich wieder ein Publikum zu haben, kam mir auf dem täglichen Hundespaziergang zwischen Lesum und St. Magnus der Gedanke, wie man weiteren Philharmonikern die Möglichkeit bieten könnte, einem größeren Publikum mit ihrer Musik Freude zu bereiten und Knoops Park als großes Konzerthaus zu nutzen. Es gibt so schöne Orte dort, wo kleine Gruppen, weit auseinandergezogen, spielen können. Ich trug Ines Köhler meine Überlegung vor, sie sprang sofort darauf an. Wir besuchten im Spazierengehen alle möglichen Orte, die Idee war geboren. Die Musiker waren begeistert und so wurde für viele Menschen der Spaziergang zu einem fröhlichen Erlebnis.
Zur Frage, ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird, antwortete Gerd Klingeberg in seinem Bericht über den Musikalischen Spaziergang im Park – „sehr gerne“!

Renate Esch, Mitglied prophil e.V.

30.06.2020

Ein Dankeschön an unsere Spender*innen

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Als Dankeschön an unsere Spender*innen haben wir zum Trommel-Workshop eingeladen und hatten, mit Corona-gerechten Abstand einen wunderbaren Abend.

30.06.2020

Aus Liebe zur Musik

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Die Lockerungen der behördlichen Anordnungen zur Eindämmung des Corona-Virus machen sich zu unserer großen Freude nun auch langsam im Konzertbetrieb bemerkbar. Zwar ist ein Konzert vor Publikum derzeit noch nicht in der Bremer Glocke möglich, aber immerhin darf das Orchester seit zwei Wochen in kleinen Besetzungen wieder dort vor Ort unter Einhaltung von vorgeschriebenen Abstandsregen und notwendiger Hygienemaßnahmen proben. Dies wollten wir Ihnen nicht vorenthalten und haben uns für Sie wie zu einem Philharmonischen Konzert in Schale geworfen, in Frack und Abendkleid, um uns Werken aus 500 Jahren Musikgeschichte zu widmen. Das Ergebnis haben wir für Sie in einem Konzertvideo festgehalten, das Sie von Dienstag, den 30.6. bis Sonntag, den 5.7. hier genießen dürfen. Viel Vergnügen!

10.05.2020

Familienfotos zum Muttertag

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Eine Mutter hat es nicht immer leicht. Vor allem, wenn sie berufstätig ist. Dass da einige private Projekte auf der Strecke bleiben, zeigt unsere Violinistin Christine Lahusen: In der Zwangspause hat sie es sich zur Aufgabe gemacht die Fotoalben ihrer Kinder auf den neuesten Stand zu bringen und ist dann doch überrascht wie schnell die Zeit vergeht… und wie groß ihre Kinder doch mittlerweile sind. Die Bremer Philharmoniker wünschen allen Müttern morgen einen fantastischen Muttertag!

Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause!

Ihre Bremer Philharmoniker

10.05.2020

Blechbläser oder "Virenschleudern"?

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Als Orchester stellen wir uns in dieser Zeit immer wieder die Frage wie zukünftige Konzertprogramme aussehen können. Welche Abstandsflächen müssen eingehalten werden, welche Besetzungsgröße darf bei welchen Bühnenmaßen spielen? Hierbei ist ein großes Thema die Diskussion um Bläser und Aerosole. Sind Blechbläser “Virenschleudern”? Da hierüber viel Ungewissheit herrscht, versucht unser stellv. Solo Trompeter Thomas Ratzek im engsten Familienkreis Licht ins Dunkel zu bringen… das Ganze natürlich mit einem großen Augenzwinkern.

Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause!

Ihre Bremer Philharmoniker

06.05.2020

Die Musikwerkstatt singt - Folge 2

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In unserer zweiten Folge “Die Musikwerkstatt singt” wandelt Cellistin Miriam Göbel das “Bremer Philharmoniker Lied”, das sie sonst gemeinsam mit unseren kleinen Besucherinnen und Besuchern in der Musikwerkstatt singen würde zu einer Sinfonie um. Dazu erklärt Sie kindgerecht, wobei es sich bei einer Sinfonie handelt und stellt die Unterschiede der einzelnen Sätze heraus. Die Noten zum Lied sind wie gewohnt unter dem Video zu finden. Klicken Sie hierfür einfach auf Musikwerkstatt Online wählen Sie “Die Musikwerkstatt singt” aus. Viel Spaß beim Mitsingen wünscht das Team der Musikwerkstatt!

06.05.2020

Posaunist im Home-Office

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Das erste Maiwochenende liegt hinter uns, der Alltag ist wieder eingekehrt - soweit das in der aktuellen Situation möglich ist. Um Ihnen den Wochenstart ein wenig zu erleichtern, dachten wir uns, wir könnten diesen gemeinsam musikalisch beginnen! Dafür hat sich unser Posaunist Anatoli Jagodin für ein kleines Ständchen in seinem Wohnzimmer vor die Kamera gestellt. Lauschen Sie den warmen Klängen der Posaune und lassen Sie sich von uns mit sanften Klängen in die neue Woche begleiten. Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause. Ihre Bremer Philharmoniker

06.05.2020

Bei Anruf Musik

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Liebe Freundinnen und Freunde der Bremer Philharmoniker,

wir Musikerinnen und Musiker der Bremer Philharmoniker möchten Ihnen für Ihre Unterstützung unseres Orchesters und unserer Musikwerkstatt in dieser schwierigen Zeit ganz herzlich danken. Wir vermissen das Musizieren im Orchester und den direkten Kontakt zu Ihnen und zum gesamten Publikum sehr. Deswegen haben wir uns eine kleine musikalischen Aktion exklusiv für die Mitglieder von Prophil ausgedacht, mit der wir Sie mit ein klein wenig Live-Musik erfreuen wollen, die ja gerade von uns allen schmerzlich vermisst wird:

„Bei Anruf Musik“ am Samstag, 16.05.2020 11h-13h und 15h-18h

Ein Musiker oder eine Musikerin der Bremer Philharmoniker bringt Ihnen persönlich an diesem Tag von sich zu Hause aus ein kurzes Ständchen, live am Telefon. Sie können sich zurücklehnen und genießen, das Telefon wie gewohnt am Ohr, auf „Lautsprecher“, oder - falls vorhanden - sogar mit einem kleinen, angeschlossenen Bluetooth- Lautsprecher.

Diese Musikerinnen und Musiker freuen sich darauf, Ihnen am Telefon etwas vorzuspielen:

Reinhold Heise, Violine 11h-13h Christine Lahusen, Violine 15h-18h Marie Daniels, Viola 11-13h, 15-18h Karola von Borries, Cello 15-18h Helene Freyburger, Flöte 11-13h, 15-18h Ines Köhler, Horn 11-13h

Die Anmeldung für diese Aktion kann per Mail oder telefonisch erfolgen (Zeitfenster beachten!). Pro Prophil-Mitglied nur ein Musiker-Anruf möglich. Bei mehr Anmeldungen als freien Terminen entscheidet das Los.

Anmeldung ist ab sofort möglich, Anmeldeschluss ist Sonntag der 10.5.2020 Bitte nennen Sie Ihren Namen, Ihre Telefonnummer, den/die gewünschten Musiker*in (falls Sie eine Vorliebe haben) sowie Ihr persönliches Zeitfenster für den 16.5.2020. Je größer das angegebene Zeitfenster, und je flexibler, was den Musikerwunsch angeht, desto größer ist auch die Chance, einen „musikalischen Anruf“ zu bekommen.

Anmeldung per Mail: bei.anruf.musik@prophil.de

Anmeldung per Telefon nur zu folgenden Uhrzeiten möglich: Mi 6.5.15-17h und Freitag 9.5. 15-17h Telnr: 0421-62673-17

Unter den eingegangenen Anmeldungen verteilen bzw. losen Rose Eickelberg und Anne Lüking die Glückspilze aus, die am Samstag, dem 16. Mai 2020 mit einem musikalischen Anruf rechnen dürfen. Die Benachrichtigung unter den Anmeldungen erfolgt am 11-12.5.20.

Wenn das Telefon dann zur vereinbarten Uhrzeit klingelt, erwartet sie ein zusätzlicher Rätselspaß: Die Musikerinnen und Musiker verraten nämlich zuerst nicht, welches Werk sie spielen. Das gilt es zu erraten!

Viel Vergnügen bei dieser Aktion wünschen Ihnen Ihre Bremer Philharmoniker

Bleiben Sie gesund!

02.05.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt - Finale (Folge VII)

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Herzlich willkommen in der finalen Episode von “Die Musikwerkstatt tüftelt”. Cellistin Bärbel Hartrumpf ist nicht nur musikalisch sondern auch zeichnerisch und dramaturgisch begabt. Für alle Familien da draußen hat sie unter Einsatz der bisher gebastelten Instrumente und ihrer Kollegen aus den vergangenen Videos, eine Klanggeschichte ausgearbeitet. Begleiten Sie sie mit auf eine musikalische Reise durch die Welt. Wohin diese führt? Immer der Nase nach, dorthin wo es am besten riecht. Wo das ist? Es gibt nur einen Weg das herauszufinden.

Falls Sie noch nicht alle Instrumente gebastelt haben und die Klanggeschichte selbst musikalisch begleiten möchten, finden Sie die Bastelanleitungen und alle weiteren Videos auch unter Musikwerkstatt Online.

Viel Spaß auf der Reise wünscht das Team der Musikwerkstatt!

30.04.2020

Ein Frühlingsständchen - eine Probestunde

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Der Mai steht vor der Tür! Also raus ins Grüne … wie z.B. unsere Bratschistin Gesine Reimers, die ihre Kollegin OIga Pak mit ihrer Violine zu einer kleinen spontanen Probestunde in ihren Garten geladen hat. Das Scherzo aus dem ersten Duett für Violine und Viola des tschechischen Komponisten Johann Wenzel Kaliwoda op. 208 bietet den passenden Soundtrack zum entspannten Innehalten. Genießen Sie die milden Temperaturen, kitzelnde Sonnenstrahlen und den Duft von blühenden Obstbäumen und frischen Wiesenblumen.

28.04.2020

Ein Tusch fürs Publikum

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Allein im Orchesterprobensaal hat Schlagwerker Marko Gartelmann einen kleinen Tusch für Sie, unser Publikum, aufgenommen. Er hofft bald wieder zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen vor Ihnen im Konzertsaal musizieren zu können. Damit das gelingt: Bitte denken Sie daran, trotz der ab heute geltenden Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr, genug Abstand zu halten und wenn möglich zuhause zu bleiben!

24.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt VI

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In unserer sechsten Folge “Die Musikwerkstatt tüftelt” stellt Musikpädagoge Felipe Egana eine Querflöte aus PVC mit Ihnen und Ihrer Familie her! Dafür wird eine Bohrmaschine benötigt, daher sollten Kinder beim Basteln auf jeden Fall von Ihren Eltern unterstützt werden. Benötigt werden außerdem unterschiedliche Bohrer, Schleifpapier, Knete, ein Bleistift, ein Maßband und ein PVC-Rohr. Mit der fertigen Flöte in der Hand lädt Felipe Egana zum gemeinsamen Musizieren ein. Zusätzlich gibt er noch eine kleine Einführung in seine Traversföte, die “alte Schwester” der modernen Querflöte.

Viel Spaß beim Basteln wünscht das Team der Musikwerkstatt!

Bastelanleitung Querflöte

Noten Bruder Jakob

24.04.2020

Nähen statt Bratsche spielen

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Nun ist es tatsächlich soweit: Auch in Bremen gilt ab Montag (27.04.) die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichem Nahverkehr! Grund genug für unsere Bratschistin Anke Ohngemach spontan ihre Nähmaschine auszupacken. Statt Instrument und Bogen hat sie nun Stoffe und Fäden in den Händen und statt des warmen Bratschenklangs hört man im in ihrem Haus nun das leise Surren der Nähmaschine. Auch nicht verkehrt in Tagen wie diesen…

Tragen auch Sie eine Maske und vor allem: Bleiben Sie gesund! Ihre Bremer Philharmoniker

23.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt V

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Familien aufgepasst: In der heutigen fünften Folge bastelt Oboist Felipe Egana eine Oboe im Miniaturformat mit Ihnen. Was Sie dafür brauchen? Den Musikwerkstatt-Trichter, eine Papprolle, einen Strohhalm, Klebeband und Knete. Als zusätzliche Hilfsmitten benötigen Sie eine Schere und einen Bleistift. Das Ergebnis: Eine kleine sehr spezielle Oboe, die sich durch einen besonderen Klang auszeichnet. Felipe Egana stellt den Klangkörper vor und zeigt welche Gemeinsamkeiten zu einer “richtigen” Oboe bestehen. Um direkt loslegen zu können finden Sie eine detaillierte Bastelanweisung und die Anleitung für den Trichter unter Musikwerkstatt Online.

Viel Spaß beim Basteln wünscht das Team der Musikwerkstatt!

Bastelvorlage für den Trichter

Bastelanleitung Oboe

Bastelanleitung Strohhalm-Oboe

20.04.2020

Quartett im Home Office

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Zum Wochenbeginn haben wir eine kleine Überraschung für Sie vorbereitet: Das Quartetto con Brio, bestehend aus Oleh Dulyba, Florian Baumann, Steffen Drabek und Karola von Borries hat sich für Sie an ihre Instrumente gewagt und kräftig in die Saiten gehauen. Allein und doch gemeinsam spielen sie, jeder von zuhause aus, Puttin’ on the Ritz von Irving Berlin, arrangiert von Frank Goralczyk.

Viel Vergnügen beim Zuhören und bleiben Sie gesund!

19.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt - Bonusfolge II

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In unserer heutigen Bonusfolge “Die Musikwerkstatt tüftelt” werden nicht die Hände, sondern die Stimmbänder beansprucht. Denn Cellistin Miriam Göbel singt gemeinsam mit unseren kleinen Zuschauern unser “Bremer Philharmoniker Lied”, das sonst gemeinsam bei einem Besuch in der Musikwerkstatt gesungen wird. Zum Lied gehört natürlich auch noch eine kleine Choreographie. Miriam Göbel begleitet das ganze noch instrumental mit ihrem Cello. Wir hoffen Ihnen gefällt unser Lied und freuen uns darauf es bald wieder gemeinsam in der Musikwerkstatt mit Ihnen zu singen! Falls Sie das Lied gemeinsam mit der ganzen Familie singen möchten, kann dieses auch mit einem Instrument begleitet werden. Hierfür stellen wir Ihnen unter Musikwerkstatt Online die Noten zur Verfügung.

Viel Spaß beim Mitsingen wünscht das Team der Musikwerkstatt!

Die Noten zum Lied

15.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt - Bonusfolge I

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Heute gibt es außer der Reihe eine Bonusfolge, in der einmal nicht gebastelt wird: Schlagwerker David Gutfleisch nimmt Sie heute mit in ein fernes Land - nach Indonesien! Hier kommen unsere besonderen Instrumente der Percussionwelten der Musikwerkstatt Bremen-Marßel her. Unter anderem sind hier traditionelle Gongs, Metallophone und Trommeln zu finden. David Gutfleisch zeigt Ihnen wie unterschiedlich diese klingen und wie diese in ihrem Heimatland zum Einsatz kommen. Kommen Sie mit auf eine Reise ins ferne Indonesien, lauschen festlichen Klängen und lassen Sie sich von aufwändige Kostüme, eindrucksvolle Tanzbewegungen und einem aufregenden Schattentheater verzaubern.

Viel Vergnügen wünscht das Team der Musikwerkstatt!

14.04.2020

Innenhofkonzerte bei der GEWOBA

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Eine echte Osterüberraschung erlebten am gestrigen Ostermontag eine Vielzahl von GEWOBA-Mietern in Bremen: Durch eine Kooperation unserer Musikwerkstatt mit der GEWOBA und unserem Freundeskreis Prophil entstand eine Reihe kleiner Konzerte, dort wo die Menschen zuhause sind. Vier Blechblas-Duos spielten in den Innenhöfen von acht GEWOBA Mietshausanlagen in Bremen-Hastedt und der Neustadt und ernteten von Balkonen und aus Fenstern kräftigen Applaus. Den Musikern hat es sichtlich Spaß gemacht, aber wir hoffen dennoch, dass wir uns bald wieder wie gewohnt im Konzertsaal wiedersehen, wenn wir die Krise alle gut überstanden haben!

Katrin Rabus schilderte ihre Eindrücke wie folgt: …. endlich wieder Musik live! Bei schönstem Sonnenschein machten sich am Ostermontag zwei Musikerduos auf den Weg nach Hastedt, um dort den Mietern der Gewoba kleine Osterständchen live zu präsentieren. Die Blechbläser agierten auf ungewohnter Bühne - erste Blüten auf frischem Rasen, aufbrechendes Grün an den Bäumen, blumengeschmückte Balkone. Vor dieser Kulisse lockten die Hornisten mit zarten Miniaturen das Publikum auf die vielen Balkone, mit coronabedingtem Abstand, sicherheitsbewacht. Eine frische Brise wehte den Applaus über die große Wiese und trieb ihren Schabernack mit den Notenblättern. Das Posaunenduo kam in der Detmolder Strasse seinen Zuhörern schon etwas näher und liess mit seinen Melodiebögen fast vergessen, was im Moment alle vermissen - die direkte Begegnung im Konzert. Diese Osterüberraschung war eine gelungene Sache.

12.04.2020

Improvisationen zu Ostern

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Durch das Corona-Virus sind wir alle betroffen, an diesem Osterwochenende spüren wir das alle ganz besonders. Unser heutiges Gastspiel in Hannover entfällt, Besuche der Familie fallen weg, die Gottesdienste in unseren Kirchen können nicht stattfinden. Das ist nicht einfach, doch wir verstehen das und versuchen das Beste daraus zu machen. Unser stellv. Solooboist Gregor Daul engagiert sich ehrenamtlich in der St. Johann Gemeinde Bremen. Um einen Teil des Osterfests zu Ihnen nach Hause zu bringen, improvisiert er zu der Schöpfungsgeschichte Genesis nach Martin Buber über das Lied „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ von Joseph Jacobsen (1935); Möge sich die Lage bald wieder bessern. Bis dahin wünschen wir Ihnen allen ein frohes Osterfest!

Wenn Sie gerne der vollen Lesung lauschen und Gregor Dauls Repertoire anhören möchten, klicken Sie einfach auf St Johann - dort finden Sie die „Schöpfungserzählung nach Martin Buber“ - viel Spaß beim reinhören!

Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause! Ihre Bremer Philharmoniker

10.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt IV

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Zum heutigen Beginn des Osterwochenendes haben wir für Sie und Ihre Familie den vierten Teil unserer Serie “Die Musikwerkstatt tüftelt” vorbereitet. Thomas Schacht aus unserer Musikwerkstatt in Marßel ist Fachmann für Instrumentenbau. Er zeigt Ihnen heute wie Sie eine Dosenrassel basteln können. Alles was Sie dafür brauchen: Eine Dose, Bohnen, einen Luftballon, eine Schere und Klebeband. Thomas Schach zeigt detailliert den Bastelvorgang und hat zudem noch seine Talking Drum (oder auch Dondo genannt) mitgebracht. Ein Vergnügen für Groß und Klein.

Bauanleitung

10.04.2020

Augen auf beim Ostereier sammeln!

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Trotz Corona-frohe Osterfeiertage mit ein bißchen Zeit zum Erholen wünscht Rose Eickelberg (Musikerin der Bremer Philharmoniker) allen Prophil Freund*innen!

PS:Auf dem Bild sind Osterhasen versteckt-wieviele sind es?

09.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt III

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Im dritten Teil unserer Serie “Die Musikwerkstatt tüftelt” zeigt Ihnen Flötistin Clara Büchi wie Sie mit Schnur, Holzbrett, Röhrchen, Knete und Klebeband mit Ihren Kindern eine eigene Panflöte basteln können. Sie benötigen darüber hinaus eine Schere und eine Säge. Ein großer Spaß für die ganze Familie ist beim basteln und beim späteren musizieren garantiert. Das erfordert vielleicht ein wenig Übung, doch Clara Büchi zeigt wie es geht. Außerdem hat sie noch ein weiteres Instrument dabei… doch lassen Sie sich überraschen!

Bauanleitung Panflöte

06.04.2020

Cellistinnen im Home Office

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Trotz des tollen Wetters am Wochenende haben sich unsere Cellistinnen Caroline Villwock und Karola von Borries zu einer gemeinsamen Probestunde verabredet. Dabei spielen die zwei Musikerinnen in zwei verschiedenen Räumen miteinander den ersten Satz des Cello-Duos in B-Dur von Bernhard Romberg und halten somit deutlich mehr als den gesetzlichen Mindestabstand ein. Aber sehen Sie selbst! Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder normalisiert und wir dann auch wieder in größeren Gruppen musizieren können, bis bald im Konzertsaal.

Bis dahin: Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause!

Ihre Bremer Philharmoniker

03.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt II

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In der zweiten Folge zeigt euch Heinz Rhode wie man mit einem Stück Schlauch, einem Trichter und Klebeband ein eigenes kleines Blasinstrument bauen kann - und wie ihr auf diesem Instrument spielen könnt. Viel Spaß beim basteln wünscht euch die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker!

Bauanleitung für die Schlauchtrompete

Bastelvorlage für den Trichter

02.04.2020

Hornist im Home Office

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So ganz ohne Herausforderungen geht es auch nicht. Daher stellt sich unser Solo-Hornist Matthias Berkel in der aktuellen Situation zuhause seiner ganz persönlichen “Quarantäne-Challenge”: die 15 Bach-Inventionen mit sich selbst zu spielen. Dafür setzt er sich vor Kamera und Mikrofon und interagiert mit seinem Ebenbild. Mittlerweile ist er bereits bei Nummer 4. Hören Sie sich hier gerne das Ergebnis an und behalten Sie weiterhin unsere Website und unsere Social Media Präsenz im Auge - hier informieren wir Sie schnellstmöglich über neue Entwicklungen zur aktuellen Lage und geben einen Einblick in das aktuelle Orchestergeschehen.

Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause!

Ihre Bremer Philharmoniker

01.04.2020

Spendenaufruf der Musikwerkstatt

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Wir wären Ihnen sehr dankbar für Spenden auf unser Konto mit der IBAN:
DE53 2905 0000 2002 0562 91 
unter dem Stichwort ‘Musikwerkstatt’.

01.04.2020

Die Musikwerkstatt tüftelt I

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Familien aufgepasst: In der Musikwerkstatt ist wieder Leben eingekehrt! Die Ergebnisse der ersten Serie „Die Musikwerkstatt tüftelt“ für unsere kleinen Zuhörer werden ab sofort immer mittwochs und freitags präsentiert. In unserem ersten Video zeigt Ihnen Cellistin Bärbel Hartrumpf wie Sie mit Ihren Kindern zuhause ein Monochord basteln können und was Sie dafür benötigen. Schauen Sie gerne bei der Musikwerkstatt Online, auf Facebook, Instagram und Youtube vorbei!

Unter Musikwerkstatt Online finden Sie zudem zu jedem Video eine detaillierte Bastelanleitung.

Viel Spaß beim basteln daheim wünscht das Team der Musikwerkstatt!

Bastelanleitung Dosenmonochord

30.03.2020

Konzert auf Abstand (Physical Distance)

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Mit Christine Lahusen (Violine) und Marie Daniels (Bratsche) ist heute ein ganz besonderes Wohnzimmerkonzert zu erleben: Ein Streichduett mit Abstand! Sie erwarten bezaubernde Klänge mit mindestens 2 Metern “Social Distance” zwischen den Musikerinnen. Das ideale Mittel gegen das schlechte Wetter am heutigen Montag - da kann man getrost zuhause bleiben.

Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause!

30.03.2020

Bratschist Steffen Drabek im Home Office

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Heute nimmt Sie unser Bratschist Steffen Drabek mit zu sich nach Hause und zeigt Ihnen in einem kleinen musikalischen Beitrag wie man auch als Profimusiker fantastisch zuhause experimentieren kann. Kennen Sie eine Loop Station? Wenn nicht: Seien Sie gespannt!

Bleiben Sie gesund und bitte bleiben Sie zuhause!

26.03.2020

Nothilfefonds

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Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

unser Land und unser Kultur- und Musikleben haben eine der schwersten Krisen des öffentlichen Lebens seit dem Ende 2. Weltkriegs zu bewältigen. Fast alle Orchester, Chöre, Opern- und Konzerthäuser, die Musikfestivals, die öffentlichen und privaten Musikveranstalter in Deutschland und Europa haben den Betrieb eingestellt. […]

Daher bitten wir alle Musikfreundinnen und Musikfreunde, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und Laienmusikerinnen und Laienmusiker um Solidarität für die freiberuflichen Musiker in Deutschland. Helfen Sie mit, dass wir Nothilfe leisten können. Jeder Euro hilft! Wir sorgen dafür, dass Ihre Hilfe bei den sozial wirklich betroffenen Musikerinnen und Musikern ankommt.

Deutsche Orchester-Stiftung
Kennwort: Nothilfefonds
IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05
BIC: COBADEFFXXX

Zum Aufruf der Deutschen Orchester Stiftung

25.03.2020

Grüße unserer Vorsitzenden

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Liebe Mitglieder,

hoffentlich geht es Ihnen, Ihren Familien und Freunden gut, und Sie sind von dem Corona-Virus bis jetzt verschont geblieben.

Da wir uns ja alle nicht treffen können, haben sich viele Künstler*innen im Netz auf den Weg gemacht:

Jeden Abend um 19 Uhr spielt Igor Levit, den ich sehr mag, ein kleines Konzert auf Instagram, unser ehemaliger GMD Markus Poschner erfreut uns mit Jazz aus seinem „Homeoffice“ und Herr Kötter hat uns viele Clips unserer Musiker*innen auf facebook, youtube und Instagram versprochen. Da können wir uns wirklich schon freuen.

Denn ob unser nächster Probenbesuch am 17.4.2020 und / oder unser Sommerfest am 27.5.2020 stattfinden kann, das wissen wir leider noch nicht. Ausgefallen sind nicht nur viele Termine bezüglich der Glocke, sondern auch der Besuch unseres Bürgermeisters in der Musikwerkstatt Landskronastraße.

Ich informiere Sie doch mal aus „meinem Homeoffice prophil“. Marko Gartelmann und ich haben zwei Anträge geschrieben, wobei einer positiv ausgefallen ist. So konnten wir 4 Djemben (Trommeln) mit dem Geld vom Projekt Marßel für die Musikwerkstatt Landskronastraße erwerben.

Rose Eickelberg und ich haben einen Antrag über ein ganz spannendes Projekt, das am 20.11.2020 um 19 Uhr im Überseemuseum stattfinden soll, gestellt: Da treffen Ensembles der Bremer Philharmoniker mit Musik von van Beethoven auf Wissenschaftler*innen des Alfred-Wegener-Instituts, die uns über ihre Forschung informieren.

Und dann gibt es noch die Eröffnung eines kulturellen Ortes auf der Gemüsewerft / Kellogs-Gelände am 19. Juni 2020 um 16 Uhr, wo ich mich gerade um die Finanzierung bemühe. Ein bisschen hat es schon geklappt.

Sie sehen, wir stehen nicht still, aber ehrlich gesagt: Ich freue mich schon, Sie gesund wiederzusehen. Passen Sie auf sich auf.

Herzliche Grüße

Anne Lüking Vorsitzende

24.02.2020

BrePhi goes Elphi - Phil on Tour

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… und Prophil natürlich mit dabei! Am Sonntag war es endlich soweit, unser Orchester zusammen mit dem Symphonischen Chor Hamburg und fabelhaften Solistinnen und Solisten auf großer Bühne, in der Elbphilharmonie. Ein restlos ausverkaufter großer Saal und wir mittendrin! Gemeinsam liefen Orchester, Chor und Sänger*innen zu Höchstleistungen auf und brachten den Saal vor Begeisterung zum toben. Diese Begeisterung hält bei vielen der Konzertgäste sicher noch eine Weile an, so ist Renate Esch „sehr froh“, dass sie „es so direkt erleben konnte und es nicht nur irgendwo hören musste“. Für sie war es „wirklich ein schönes Erlebnis“. Auch Familie Habenicht war vom Konzert und der Organisation begeistert und Marie von Heereman lobte darüber hinaus noch die tolle Organisation durch das Orchesterbüro und den tollen Service inklusive der Busfahrt. Li Fent setzt das Konzert sogar in den internationalen Vergleich zu Konzerten aus Sydney, Mailand und New York und stellt fest „ dass alles hervorragend war, was wir heute gehört haben“. „Ich bin glücklich, dass ich mich habe überreden lassen“. Und auch wir als Prophil möchten uns an dieser Stelle für die tolle Organisation der Busfahrt bei Silke Voss vom Besucherservice der Bremer Philharmoniker bedanken. Wir hoffen auf eine baldige Wiederholung!

„O-Töne“:

Rolf Kempf
Trotz der Länge und des durchgehend „hochgestimmten Tones“ ein beeindruckendes Konzert. Chor, Orchester und wie auch sämtliche Solisten wunderbar. Es hat sich richtig gelohnt, dieses Stück kennenzulernen. – Zudem waren Vorbereitung und Fahrt blendend wie immer organisiert.

Li Fent
Mein Name ist Li Fent, ich komme aus Dortmund und bin derzeit in Bremen aus ganz persönlichen Gründen. Und ich habe das ganz große Glück gehabt eine Karte von Frau Lüking zu bekommen. Sie hat sich sehr dafür eingesetzt. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe schon viel auf der ganzen Welt erlebt. Ob es in Sydney war, ob es in Mailand war, ob es in New York war. Es war alles hervorragend was wir heute gehört haben. Ein Zusammenspiel von einem Chor, hervorragend mit dem Orchester. Erste Sahne kann ich nur sagen. Ich bin glücklich, dass ich mich habe überreden lassen. Und ich bedanke mich bei allen, die das organisiert haben. Und auch die Fahrt, es war alles hervorragend.

Familie Habenicht
Wir sind begeistert über die Organisation die Sie gemacht haben. Und das Konzert war natürlich super.

Marie von Heereman
Es war ganz toll!
Frage Beckmann: Also Hamburg, gut angekommen?
Ja, das war super. Auch der Service ganz, ganz toll. Man wird hier direkt abgeholt, man kommt hier ganz toll an, das ist super. Auch ganz toll organisiert.

Renate Esch
Mein Name ist Renate Esch und ich muss sagen es war wirklich ein Erlebnis. Also man konnte sich so sehr darauf einlassen. Und ich bin froh, dass ich es so direkt erleben konnte und es nicht irgendwo hören musste. Sondern es nahm einen völlig mit und man musste sich noch hinterher sortieren.

09.02.2020

Ein Raum, in dem man willkommen ist

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Anne Lüking und Katrin Rabus vom Verein Prophil äußern sich zu ihren Plänen zur Umgestaltung der Glocke. Das Bremer Konzerthaus soll sich besser in die Pläne zur Entwicklung der Innenstadt integrieren.

Link zum Interview

09.02.2020

Der Zauber des ersten Konzerts

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„Ich fand die Musik gut und beruhigend“, sagt die 11-jährige Stella Bock in der Pause. Gerade hat sie Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und ein Konzert für Violine und Orchester von Alban Berg gehört. Es ist ihr erster Besuch in einem Philharmonischen Konzert in der Glocke. Die Fünftklässlerin aus der Oberschule Findorff ist Mitglied im neuen Jugendclub des Vereins prophil in Kooperation mit der Musikwerkstatt der Philharmoniker. Stella ist musikalisch. Sie spielt E-Bass in der Big Band ihrer Schule.
Erwartungsfroh und aufgeregt sind an diesem Sonntag insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler von den Oberschulen Findorff und Leibnizplatz in das Musikhaus an der Domsheide gekommen. Der Clubbesuch wird nach der ersten Hälfte des Konzertes ausgewertet. Miriam Göbel von der Musikwerkstatt und Stefanie Adler von prophil begleiten die Gruppe.
Jan Homann haben es die Bewegungen des Dirigenten Clemens Schuldt angetan. Voller Elan ist der in den Mozart eingestiegen. „Ich finde das richtig witzig“, sagt der Zehnjährige. Er liebt das Rhythmische, spielt Schlagzeug und Klarinette und ist wie Stella Mitglied der Big Band seiner Schule.
Karlotta Clement ist 13 Jahre alt und geht selbstkritisch mit sich um. „Die Musik war so schön, sagt sie, aber ich bin mit den Gedanken abgeschweift. Ich habe an mein Geburtstagsgeschenk gedacht.“ Ob das in Ordnung ist? Das virtuose Geigenspiel des Solisten Frank Peter Zimmermann fand sie „cool“. Katja Nölke, 12, stimmt zu: Mozart war beruhigend. Sie hat gespürt, dass das Konzert von Alban Berg „was Neues ist“. Auch sie interessiert sich sehr für das Musizieren. „Meine Oma hat mir schon ein bisschen Gitarre beigebracht.“
Die Mitglieder des neuen Jugendclubs werden in der aktuellen Spielzeit vier Philharmonische Konzerte hören. „Wir wollen mit dem Clubgedanken einer Gruppe junger Menschen die klassische Musik näherbringen und sie an Konzertbesuche heranführen“, sagt Anne Lüking, Vorsitzende des Vereins prophil. Die Premiere ist gelungen.

Karla Götz

28.01.2020

Erklär mal, Prof: Der Basso continuo

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Wieso, weshalb, warum? In “Erklär mal, Prof” verraten euch Bremer Forschende, warum die Dinge so sind wie sie sind. Diesmal: Der Basso continuo.

Lesen Sie hier mehr zu diesem spannenden Thema:
Erklär mal, Prof: Der Basso continuo

19.01.2020

Neujahrsempfang 2020

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Es war mal wieder großartig - danke an unsere tollen Musiker! Die Bilder sprechen für sich…

2019

08.12.2019

Manchmal ist es magisch...

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…wie beim Lichterfest der GEWOBA in Marßel.
Da trafen im Quartett der Bremer Philharmoniker Frau von Borries, die gerade eine Tournee durch Japan mit den Hamburger Philharmonikern gespielt hat, auf eine Bewohnerin aus Marßel, die sich total freute, dass ihr dieser musikalische Genuss durch ihren Vermieter ermöglicht wurde.

01.12.2019

Freundeskreises der Bremer Philharmoniker mit dem Förderpreis Kulturnachwuchs Bremen geehrt

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Von der Wüste bis zum Meer:
Bei der Übergabe des Förderpreises Kulturnachwuchs Bremen an den Freundeskreis der Bremer Philharmoniker prophil e.V. unternahmen etwa 30 Kinder und Jugendliche der Grundschulen Rönnebeck, Nordstraße und Landskronastraße eine stimmungsvolle musikalische Weltreise. Mit Schellen, afrikanischen Trommeln, Wasserflaschen und dem Daumenklavier zeigten sie, was sie in den Projekten der Bremer Philharmoniker gelernt haben.

Preisübergabe an den Verein prophil: Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender der swb AG, mit dem Kunstwerk von Markus Genesius, Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz, Anne Lüking und Karin Hinrichs von prophil.
Möglich gemacht wurden diese Angebote durch den Freundeskreis der Bremer Philharmoniker prophil e.V. Die start Jugend Kunst Stiftung und die swb Bildungsinitiative überreichten diesem am Mittwoch (27. November 2019) im Probensaal der Bremer Philharmoniker den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis Kulturnachwuchs Bremen. Mit diesem werden jedes Jahr besonders innovative und nachhaltige Projekte anerkannt, die die Begegnung der jungen Generation mit Kunst und Kultur fördern.
In diesem Jahr wird damit das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern Bremens gewürdigt, ohne deren Unterstützung die Kinder- und Jugendarbeit der Bremer Philharmoniker in diesem Umfang nicht möglich wäre.
Für den Stiftungsrat der Start Jugend Kunst Stiftung sagte Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz: „Die Bremer Philharmoniker leisten einen wichtigen Beitrag, Kinder für das Musizieren zu begeistern. Häufig entwickelt sich aus diesen Aktivitäten ein gern gepflegtes Hobby, gelegentlich wird sogar die Grundlage für die spätere Berufswahl gelegt. Heute wissen wir auch, dass Musizieren das naturwissenschaftliche Verständnis bei Kindern positiv beeinflusst.“ Bildungssenatorin Claudia Bogedan erläuterte, dass man Kindern Möglichkeiten eröffnen müsse, um Talente entdecken zu können.
In drei Musikwerkstätten sowie in circa 60 Grundschulen werden mittlerweile etwa 15.000 Kinder und Jugendliche dank dieses Engagements an die Musik herangeführt. prophil unterstützt die Bremer Philharmoniker in ihrer Philosophie: Kein Kind soll wegen seiner sozialen Herkunft oder aus finanziellen Gründen auf Musikvermittlung verzichten müssen.
Dr. Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender der swb AG, erklärte, dass swb vor allem Projekte unterstütze, die das soziale Miteinander spielerisch förderten und niemanden ausschlössen.
Verbunden wird die Auszeichnung seit diesem Jahr mit einem Wanderpreis, der von dem Bremer Künstler Markus Genesius gestaltet wurde. Anne Lüking von prophil e.V. nahm das Objekt „my city“ entgegen, das versteigert werden soll. Der daraus erzielte Erlös soll der künstlerischen Nachwuchsförderung der Start Jugend Kunst Stiftung zugutekommen.

19.11.2019

Der Wohlklang des Sprechgesangs

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An einer ganz besonderen Probe konnten kürzlich etwa 30 Mitglieder von prophil teilnehmen. In der Plantage 13 in Findorff begrüßt Ehrenvorsitzende Katrin Rabus die Eintreffenden und unterstreicht: „Es ist ein Anliegen unseres Vereins, künstlerische Entstehungsprozesse hautnah mitzuerleben“.

Nun also Georg Friedrich Händels Alcina, Regie: Michael Talke, musikalische Leitung: Marco Comin. Inzwischen hat die Oper ja ihre umjubelte Premiere gefeiert. Hier sind wir aber noch in der Vorbereitungsphase. Im Probenraum der Philharmoniker versammeln sich bereits die Sängerinnen und Sänger mit dampfenden Kaffeetassen. Draußen ist wiedermal Schietwetter.

Rezitative mit Generalbass

Der Dirigent wendet sich an die handverlesenen Zuhörer, die brav auf ihren Stühlen sitzen, und sagt: „Wenn sie gehofft haben, hier Arien zu hören, dann muss ich sie enttäuschen. Wir proben die Rezitative mit Basso continuo“. Der Generalbass also, das Fundament und harmonische Gerüst der Barockmusik. Hier mit Theorbe und Cembalo instrumentiert. Als der Musiker Hugo Miguel de Rodas Sanchez sein Lauteninstrument nach vorn trägt, staunen die prophil-Mitglieder nicht schlecht. Es wirkt mit seinem verlängerten Hals riesig. Ist wohl gut zwei Meter hoch und überragt ihn. Am Cembalo spielt Olga Watts.

Starke Energie

Im Rund sitzen nun Ulrike Mayer (Ruggiero), Marysol Schalit (Alcina), Candida Guida (Bradamante), Nerita Pokvytytė (Morgana), Luis Olivares Sandoval (Oronte) und Stephen Clark (Melisso) mit ihren Noten. Konzentriertes Arbeiten beginnt. Häufig unterbrochen von Marco Comin werden kleine und kleinste Sequenzen so lange moduliert, bis der Ausdruck perfekt ist. Comin spricht mit den Sängerinnen und Sängern englisch, italienisch, deutsch. Mühelos geht eine Sprache in die andere über. Die Probe strahlt starke Energie aus, Freude an der Sache ist mit Händen zu greifen.

Etwas Besonderes erlebt

„Welch ein Wohlklang!“, sagt prophil-Mitglied Klaus Kählke nach einer Stunde Hospitation. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Rezitative so ausdrucksstark sein können. Bisher hatte ich sie mehr als untermaltes Sprechen angesehen.“ Durchgängig sind sich die Gäste einig, etwas ganz Besonderes erlebt zu haben und lassen den Abend mit Gesprächen, Wein und Käsegebäck ausklingen.

Karla Götz

Bildunterschrift: Szenenfoto aus der Oper Alcina mit Marysol Schalit (Alcina) und Ulrike Mayer (Ruggiero). Foto: Jörg Landsberg / Theater Bremen

03.10.2019

Besuch in Linz bei dem ehemaligen Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker Markus Poschner

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„Ein Treffen unter alten Freunden“ so fühlte sich der Besuch der 17 Freunde des Freundeskreises der Bremer Philharmoniker „prophil“ und der Bremer Theaterfreunde mit Markus Poschner, dem ehemaligen Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker und jetzigen Chefdirigenten des Bruckner Orchesters Linz und Opernchef am Landestheater Linz und seiner Frau an. Die Bremer*innen waren nach Linz gekommen, um Markus Poschner und seine Frau Elvira sowie auch das abendliche Konzert zu besuchen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Pünktlich um 18.15 Uhr erschien das Ehepaar und erzählte, dass ihre Kinder gerne mitgekommen wären, da sie doch eigentlich Bremer sind und sich so fühlen. Denn sie haben mehr oder weniger die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Bremen verbracht.
Nach einer intensiven Einführung durch Markus Poschner ging es ins Konzert mit Bruckners Sinfonien Nr. 3 d-moll, WAB 103 (1888-1889) und Nr. 9 d-moll, WAB 109 (1887, 1891-94). Im großen Saal des Brucknerhauses mit seiner bauwerklichen Ästhetik und seiner akustischen Exzellenz erlebten wir ein Konzert eines großartigen Orchesters unter einem beeindruckenden Dirigenten. Gerade in der Sinfonie Nr. 9 verschmolzen Dirigent und Orchester mit der Musik. Diese besondere Konzertleistung wurde dann auch mit Standing Ovations belohnt. Beim Wein danach trafen sich die Freunde wieder und entwickelten dabei neue gemeinsame Projektideen.
Das Ergebnis dieses wunderbaren Wochenendes fasste unser Mitglied Monika Adler so zusammen: „Es war ein traumhaftes Wochenende. Jede Minute hat sich gelohnt. Nun wieder … wann?“ Das bleibt noch unser Geheimnis.

Werden auch Sie Mitglied – schreiben Sie uns an: info@prophil.de.
Nähere Informationen zu unserem vielfältigen Programm mit Probenbesuchen, Empfängen, Filmen und Vorträgen finden Sie unter www.prophil.de.

16.09.2019

Auszeichnung für Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker

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Die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker wurde am 10. September bei der feierlichen Preisverleihung des Vereins „Die Sieben Faulen” mit dem 2. Platz des alle zwei Jahre vergebenen Innovationspreises geehrt.
Marko Gartelmann, Schlagwerker der Bremer Philharmoniker und Koordinator der Musikwerkstatt, nahm die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung freudig entgegen. Die 2006 von den Philharmonikern gegründete Musikwerkstatt basiert auf seinem Konzept. An mittlerweile drei Bremer Standorten der Musikwerkstatt sowie in Schulen und Kitas kommen seitdem jährlich bis zu 19.000 Kinder und Jugendliche durch Workshops, Instrumentenführungen, musikalische Projekte und kindgerechte Konzerte in Kontakt mit klassischer Musik. Dieses Engagement hat die Jurymitglieder beeindruckt - und Marko Gartelmanns feste Überzeugung: „Musik hilft, Grenzen zu überwinden, sei es zwischen Ländern, Kulturkreisen und Sprachen oder unterschiedlicher sozialer Herkunft.“

Ein besonderer Dank gilt dem Freundeskreis, prophil e.V., der Bremer Philharmoniker, der als unermüdlicher Unterstützer und Networker zum Ausbau der drei Musikwerkstätten und des umfangreichen Angebotes beiträgt.

27.05.2019

Und so geht es weiter:

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Gleich am 10. September 2019 werden uns Marko Gartelmann und Matthias Entrup in die Geheimnisse der Musikwerkstatt einführen. Sie können Blas- und Streichinstrumente ausprobieren oder sich auch an afrikanischen Instrumenten, wie den Diemben oder Balafonen ausprobieren. Wie Profis die spielen, wird uns Matthias Entrup beweisen.

Am 28.9.2019 fahren wir dann gemeinsam zu einem Konzert mit Markus Poschner als Dirigenten nach Linz.
Und am 2.10.2019 findet unser gemeinsames 5nachsechs-Afterwork-Konzert statt.

Freuen Sie sich darauf, einen schönen Sommer und ein frohes Wiedersehen wünscht Ihnen der Vorstand von prophil e.V. Freundeskreis der Bremer Philharmoniker.

27.05.2019

Endspurt

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Mit einem wunderschönen Sommerfest in der Plantage haben die Musiker*innen der Bremer Philharmoniker und die Mitglieder und Freunde von prophil die Saison ausklingen lassen. Es war sozusagen die Premiere, das erste Mal, aber sicher nicht das letzte. Selbst „Petrus“ war von dem Engagement aller Beteiligter begeistert und ließ die Sonne strahlen. Thomas Ratzek, Trompeter im Orchester, erlebten wir als „Chef de Cuisine“ am Grill und Matthias Berkel als seinen zuverlässigen Helfer.

Aber auch die prophil-Mitglieder sorgten für ein vielfältiges und umfangreiches Buffet. Ist doch gut, wenn man Freunde hat.

Abgerundet wurde das Fest durch die Posaunisten des Orchesters: Nachdem sie für das Geburtstagskind Werner Rabus „Happy birthday“ gespielt hatten, gab es einen bunten Potpourri an Melodien.

„So ein ungezwungener Abend schafft doch eine Atmosphäre, in der man leichter mit allen und auch bisher Fremden ins Gespräch kommt“, schrieb unser Mitglied Dirk Wilke und hatte auch noch einen Wunsch „Wenn man dann etwas früher begänne, hätte man zum Schluss auch gefühlt etwas mehr Zeit“. Recht hat er. Denn der Schluss fand „drinnen“ in gemütlicher Atmosphäre mit Musik von Steffen Drabeck, Bratsche und Berker Sen, mal nicht am Fagott sondern an der Gitarre, statt.

Es wird sicher nicht unser letztes gemeinsames Fest sein.

28.03.2019

prophil hinter den Kulissen | Was macht eigentlich ein Notenwart?

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Ein Wart ist laut Wikipedia ein Aufseher, der für eine Einrichtung verantwortlich ist. Bei den Bremer Philharmonikern liegen um die 1000 Bände mit Noten im Archiv, das ist in diesem Falle die Einrichtung. Henning Wieck wartet sie, er ist der Notenwart. Prophil möchte von ihm wissen, was da alles dran hängt. Oder genauer: Was der Notenwart in der Plantage 13 in seiner Arbeitszeit so macht.

Wir treffen Henning Wieck in seinem Büro am Computer. „Ich bin gleich soweit“, ruft der überaus freundliche Mann und tippt noch Allegro eine E-Mail. Er erinnert Orchestermitglieder an die Rückgabe von Noten, weil die Bilder einer Ausstellung ja bereits verklungen sind. Nein, eine Mahnung ist das nicht, eher eine freundliche Aufforderung.

Kaufen und leihen
„Ich passe auf, dass der Bestand wächst und gedeiht“, sagt der 45-Jährige. Das heißt? „Ich besorge die Noten für das Programm der Saison. Wenn es sie zu kaufen gibt, dann kaufe ich, das ist effektiver als leihen.“ Das rechne sich, denn die Leihgebühren können sich zu größeren Summen aufaddieren. „Es gibt ein großes und ein kleines Leihrecht“, erläutert der Notenwart. Da spielen bestimmte Parameter eine Rolle: Wie groß ist der Saal, was kosten die Karten, gibt es eine Rundfunkaufzeichnung? „Ein Mahlerkonzert, zweimal aufgeführt, kostet dann um die 2000 Euro“, rechnet er vor. Merke: Der Notenwart muss, egal ob er kaufen oder leihen will, ganz genau wissen, welche Verlage welche Komponisten vertreten. Da sind Recherchen und Erfahrungen vonnöten. Die Serenade von Benjamin Britten, die im 10. Philharmonischen Konzert erklingt, verlegt Boosey & Hawkes in Berlin. „Ich habe jede Menge Verlage im Kopf und weiß eigentlich, wo die Rechte jeweils liegen“, sagt Henning Wieck. Es klingt trotzdem ganz bescheiden. „Von Mozart kann man fast alles kaufen, Sibelius muss man leihen.“ Immer wieder wundert es ihn, welches sichere Gespür die Verleger früher für „heutige Evergreens“ hatten. Die Sets, zum Beispiel Partitur und Instrumentenauszüge von Sibelius, seien bestimmt schon durch die ganze Welt gereist. Jetzt, zwei Monate vor dem 10. Konzert, dem Schottischen, steht im Archiv bereits eine blaue Plastikbox, die sich langsam aber stetig füllt. Vaugham Williams und Mendelssohn Bartholdy müssen noch hinein.

Geklebte Seiten
Henning Wieck zeigt uns nun ein paar Partituren. Exponate seiner Einrichtung. Vorsichtig zieht er einen ehrwürdigen Band aus einem der hinteren Regale. Richard Strauß, „Tod und Verklärung“, Besitz der Philharmonischen Gesellschaft. Die Seiten sind schon geklebt. Wer mag hier alles geblättert und gespielt haben? Der Hüter der Noten weist auf eine kleine Notiz: Aufführung am 4.2. 1899 unter Leitung des Komponisten. Donnerwetter! Wir sind beeindruckt.

Serviceorientierte Arbeit
Kopiert er nun die Noten für alle? „Noten darf man nicht kopieren“, sagt Herr Wieck streng. „Erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers ist dessen Werk gemeinfrei.“ Naja, ganz kleine Ausnahmen gibt es schon. „Aufführungsbedingtes Kopieren“, nennt es der Fachmann. „Wenn das Blatt an einer Stelle gewendet werden muss, deren Tonfolge nicht unterbrochen werden kann, dann kopiere ich eine Einlage.“ Das ist noch nicht der ganze Service, den der Notenwart seinen Musikerinnen und Musikern bietet. Er zeichnet für die Violinen die Auf- und Abstriche ein, damit die Bögen in derselben Richtung über die Saiten geführt werden. Es sieht nach einer Heidenarbeit aus. „Das ist wichtig, damit die Streicher gleich musikalisch proben können.“ Damit sind Henning Wiecks Aufgaben noch nicht erschöpft. Er schaut sich die Besetzung eines Musikstücks an und meldet sie weiter an den Disponenten, der am Schwarzen Brett einen Aushang macht. Steht dann da „PK“, so weiß der Paukist, dass er besetzt ist.

Spaß am Beruf
Beim Blättern und Plauschen wird klar, dass ein Notenwart vom Fach sein muss. Henning Wieck ist es. In Hamburg geboren, ist er Spross einer überaus musikalischen Familie. Er selbst ist studierter Posaunist, seine drei Brüder spielen Tuba, Horn und Trompete. Seine Frau spielt Geige bei den Philharmonikern. Da hat er bis 2011 auch Posaune geblasen. Zehn Jahre lang. Aus familiären Gründen hat der Familienvater dann gewechselt. „Wir wohnten damals in Thedinghausen und fanden keine Babysitter bis in die Nacht hinein.“ Der Beruf als Notenwart macht ihm großen Spaß.

Karla Götz

20.03.2019

Walid und Fahim spielen auf dem Sparkassenempfang

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Die Cajons der Kids an der Grundschule Pürschweg sind noch nicht gebaut, ein Projekt, das von der Sparkassenstiftung unterstützt wird. Aber was Förderung bewirken kann, haben Walid und Fahim bewiesen. In der Grundschule Grolland, die Partnerschule der Bremer Philharmoniker ist, lernten sie geigen. Und begeisterten damit gestern auf dem Sparkassenempfang die Anwesenden. Danke Sparkassenstiftung!

11.03.2019

Captain Stomp

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Am Freitag, den 8. März 2019 ging „Captain Stomp“ auf große Fahrt und mit ihm alle Kinder der Ganztagsgrundschule Pastorenweg.
Mitglieder unseres Vereins bestaunten Matrosen, Köche, Piraten und Krokodile. Ein großes Lob geht an die Lehrer und Lehrerinnen der Grundschule sowie an Marko Gartelmann und Matthias Entrup von den Bremer Philharmonikern. Ermöglicht wurde dieses Konzert sowie das gesamte musikalische Konzept dieses Jahres durch die finanzielle Unterstützung der ARGE FREIER WOHNUNGSBAU. Wir sagen danke.
Sollten auch Sie Interesse haben, an Schulkonzerten teilzunehmen, schreiben Sie uns unter info@prophil.de.

03.02.2019

prophil begleitete sein Orchester, die Bremer Philharmoniker, nach Amsterdam ins Concertgebouw

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Die Bremer Philharmoniker gaben am Sonntag, den 3.2.2019, ein Gastspiel im Het Koninklijk Concertgebouw Amsterdam. Im Rahmen der Matinée-Konzerte präsentierten sie unter der musikalischen Leitung der britischen Dirigentin Julia Jones die Symphonie Nr. 3 D-Dur von Franz Schubert sowie das Konzert für Violine und Orchester e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy mit der niederländischen Geigenvirtuosin Lisa Jacobs als Solistin, die schon von Ihrem Konzert in Bremen bekannt war.

Zum ersten Mal begleiteten 23 Freundinnen von prophil, dem Freundeskreis der Bremer Philharmoniker „ihr“ Orchester zu einem Gastkonzert. Samstag erkundeten die Bremerinnen die Stadt, trotz „Schietwetter“. Sonntag dann strahlte nicht nur die Sonne, sondern auch die Musikerinnen des Orchesters und die Bremerinnen im Publikum. Die Zuhörerinnen im voll besetzten Konzertsaal dankten es dem Orchester mit Standing Ovations. Die strahlenden Gesichter auf dem gemeinsamen Foto von Orchestermitgliedern und prophil-Freundinnen bezeugen die gute Stimmung.
Nach einem gemeinsamen Brunch, an dem auch die Dirigentin Julia Jones und die Solistin Lisa Jacbos teilnahmen und Museumsbesuchen ging es dann wieder nach Bremen zurück. Ebenfalls in Begleitung mit Orchestermusiker*innen, die das schöne Wetter und die spannende Stadt ebenfalls genossen hatten.

19.01.2019

„Ende gut – alles bestens“

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so könnte man die Stimmung beim Neujahrsempfang von prophil – dem Freundeskreis der Bremer Philharmoniker e.V. – beschreiben. Die Bremer Philharmoniker unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Marko Letonja boten in ihrem Neujahrskonzert einen Strauß von bekannten Walzern und wurden dafür mit tosendem Beifall bedacht. Einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hatte die Sopranistin Valda Wilson. Sie, die kurzfristig für die erkrankte Mojca Erdmann eingesprungen war, zog das Publikum mit Ihrer Stimme und ihrem Spiel in ihren Bann.
Gleich danach beim Neujahrsempfang sorgten die Blechbläser für eine Überraschung. Sie hatten für die Mitglieder von prophil und deren Gäste noch zwei weitere musikalische Darbietungen vorbereitet.
Anne Lüking, Vorsitzende von prophil, freut sich über die vielen neuen Ideen, die durch die gemeinsame Arbeit von Musikerinnen und Vorstand entstanden sind. Die Mitglieder können sich schon auf besondere Events, Proben und Überraschungen freuen.

Im Gegenzug möchte der Verein aber das Orchester bei der Verwirklichung eines besonderen Wunsches helfen: Im Rahmen des Programms „Instrumentenfond“ wünschen sich die Musiker
innen ein eigenes Röhrenglockenspiel, und dafür sammelt der Verein, nachdem der Kontrabass innerhalb eines Jahres durch Spenden finanziert wurde. Rose Eickelberg, Paukistin der Bremer Philharmoniker warb dafür, sie hatte dafür extra ein Demonstrativobjekt entwickelt und zur Verfügung gestellt.
Wenn auch Sie uns bei der Finanzierung des Röhrenglockenspiels unterstützen wollen, bitten wir um Ihre Spende auf unser Vereinskonto mit dem Zusatz:
Röhrenglockenspiel. Oder werden Sie Mitglied – es lohnt sich.

2018

21.12.2018

„Wir müssen die unsichtbare Mauer durchbrechen“

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Eine Probe der Bremer Philharmoniker in ihrem Übungsraum an der Plantage in Findorff, exklusiv für prophil-Mitglieder. Musikerinnen und Musiker im Alltags-Look. Chefdirigent Marko Letonja sitzt auf einem hohen Stuhl, die Beine nach hinten verschränkt, gelegentlich springt er auf. „Taktzahl 175“, sagt er und hebt gleich darauf zu singen an: Jamparipam“. Und los geht’s. Takt 227. Und wieder singt der Generalmusikdirektor zur Illustration des gewünschten Tempos. Diesmal „Tarantarim, tarantarim“. Zuhörerinnen und Zuhörer sind fasziniert, dass sie so hautnah die intensive Arbeit am vierten Philharmonischen Konzert „Winterzauber“ verfolgen dürfen. Leseprobe nennt sich diese erste Verständigung über einzelne Takte. Und es steckt wahnsinnig viel Arbeit drin. Prophil-Mitglied Karla Götz hatte Gelegenheit für ein kurzes Interview mit dem Chefdirigenten.

Herr Letonja, was bedeutet eine Probe mit Publikum für Sie und das Orchester?

Marko Letonja: Probenbesuche wurden jahrelang unterschätzt. Manche Musiker und Dirigenten sehen Proben als etwas ganz Intimes an und wünschen keine Öffentlichkeit. Für mich ist die Idee, Proben zu öffnen, jedoch ganz wichtig. Wir zeigen, wie wir ein Musikstück zusammen entwickeln. Nicht nur den Zuhörern macht das Spaß, sondern motiviert auch das Orchester und gibt mir inspirierende Gedanken. Es ist eine Win-win-Situation. Eine wirklich gute Erfahrung war die öffentliche Probe von Béla Bartóks Konzert für Orchester in der Glocke. 200 Interessierte sind gekommen! Ich habe ein Mikrophon benutzt, weil ich ja mit den Rücken zum Saal sitze, damit die Leute aber trotzdem gut hören können, was ich den Philharmonikern sage. Es entsteht ja eigentlich eine unsichtbare Wand zwischen Orchester und Publikum. Das ist einfach so. Wir müssen diese unsichtbare Mauer durchbrechen. Das habe ich mir zur Aufgabe gemacht.

Und das gelingt mit öffentlichen Proben?

Unter anderem. Es gibt aber auch noch weitere erfolgreiche Formate. In Straßburg haben wir bei einer Haydn-Sinfonie das Publikum zu den Musikern auf die Bühne gesetzt, damit sie das Orchester hautnah erleben konnten. Die Leute waren begeistert.

Das Publikum braucht ja auch Nachwuchs. Wie holen Sie junge Leute in Konzerte?

Junges Publikum muss man erst einmal gewinnen. Die Bremer Philharmoniker sind darin über lange Jahre erfolgreich und leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Alle Initiativen speziell für junges Publikum sind super, die Musikwerkstatt, Proben für Schulklassen, Jugend-und Familienkonzerte …

Muss man die Musik erklären?

Ja, auf leichtere Art und nach meiner Überzeugung immer aus der Musik heraus. Vom Kern der Musik müssen wir ausgehen und mit Assoziationen und Themen die Besonderheiten der Musikstücke hervorheben. Wichtig ist aber immer das Prinzip: Zuerst die Musik.

Es ist Ihre erste Spielzeit in Bremen, zugleich sind Sie noch Chefdirigent des Orchèstre Philharmonique des Strasbourg und Artistic Director des Tasmanian Symphony Orchsetra. Auf welches Orchester konzentrieren Sie sich?

Der Kern ist für mich Bremen. Aber wir wussten, dass 2018 ein Übergangsjahr sein wird. In Australien bin ich nur noch selten. Straßburg konnte ich nicht so einfach aufgeben. Wenn 110 Musikerinnen und Musiker in einem offenen Brief schreiben: Sie sind unser 111. Musiker, das Publikum mich zum Bleiben bewegen will, dann ist das schon schwer, sich loszueisen. Von Anfang an war auch vertraglich klar, dass diese Spielzeit eine Übergangsphase mit nur fünf Konzerten für mich sein wird. Aber im nächsten Jahr mache ich schon meine erste Oper am Theater Bremen, den Falstaff. Mein Platz ist hier.

Sie haben Bremen mal als eine stille Stadt bezeichnet. Wie meinten Sie das?

Mein wirkliches Leben sind die Momente der Stille. Der allgemeine Geräuschpegel in der Bremer Innenstadt ist niedriger als andernorts. Zum Beispiel Mailand: Dort ist es so lärmig, dass ich das Fenster im Hotel nicht öffnen kann. Ich muss es schließen und kriege keine Luft. Nicht nur der geringe Stadtlärm fällt mir positiv auf. Die Stille im Konzertsaal Glocke ist wunderbar. Da muss ich ein großes Kompliment an das Bremer Publikum machen. Momente der Stille, in der Musik Generalpause genannt, sind hier zu halten. Ich spüre das Publikum im Rücken und merke, wie es förmlich den Atem anhält. Das hat mich schon vor zehn Jahren bei meinem ersten Besuch in Bremen fasziniert.

Copyright Fotos: Harald Rehling

19.11.2018

Wahl des neuen Vorstandes und Ernennung von Katrin Rabus zur Ehrenvorsitzenden

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Am Donnerstag, den 15.11.2018 wurde Katrin Rabus als Vorsitzende des Freundeskreises der Bremer Philharmoniker, prophil, verabschiedet und gleichzeitig von der Mitgliederversammlung zur Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Zur neuen (aktiven) Vorsitzenden wurde Anne Lüking gewählt, Stellvertreter sind Stephan Kohlrausch und Daniel deOlano, Schatzmeisterin Karin Hinrichs.

Wir freuen uns auf die zukünftige Arbeit.

12.11.2018

Probe zum 3. Philharmonischen Konzert am 8.11.2018 in der Plantage

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Für das Orchester stand Jean Sibelius „Pohjolas Tochter op. 49“ auf dem ersten Teil der Probe und die Mitglieder von „prophil“ konnten teilnehmen. Wir Mitglieder sitzen im Probenraum und erleben das Ankommen der Musikerinnen: Stimmengewirr, Aufregung, Instrumente stimmen, für den Dirigenten ein letzter Blick in den Spiegel.
Dann beginnt das Musizieren mit voller Konzentration. Wir hören den ersten Durchgang des Stückes, wir entdecken die tiefe Stimme des alten Fährmanns und die der schönen Tochter Pohjolas in den hellen Klangwelten, das aufkeimende Begehren und die davon unbehelligten hellen Klänge. Dann Unterbrechung des Dirigenten und die genaue Probenarbeit beginnt. Sehr konzentriert korrigiert Michail Akrest die Musiker an einzelnen Stellen, mit lebhafter Körpersprache und bildreichen Vorschlägen.
Das Dirigat findet auf englisch, deutsch und italienisch statt, manchmal übersetzt die Kapellmeisterin. Wir hören Anweisungen wie „a bit moor rocky“, „viel, viel besser“, „Tutti for tutteeight“.
Ein Blick auf die Noten der Konzertmeisterin macht uns schwindelig. Wir lernen, Musik ist harte Arbeit. 20.14 Uhr – Pause – für uns als Mitglieder ist jetzt Ende.
Wir treffen uns in den Räumen der ehemaligen Galerie und vier Musiker
innen verbringen ihre Pause mit uns. Wir erfahren, dass das Stück ganz neu für sie ist, deshalb eine gewisse Anspannung in der Probe. Und sie nehmen uns mit in die Bildsprache des Dirigenten von der sie ganz begeistert erzählen. Wenn er die Musiker*innen auffordert, den Anfang eines Satzes wie einen Hund, der mit der Pforte streichelt und nicht wie eine Katze, die schrill miaut, zu spielen oder von seinem Sommeraufenthalt in Finnland an der Grenze zu Russland erzählt, um das Gefühl in der Seele des alten Fährmanns zu erklären.
Wir möchten die Musiker bei ihrer Arbeit unterstützen durch den Instrumentenfonds. Wir freuen uns über jede Spende zur Anschaffung eines neuen Kontrabasses für das Orchester. (IBAN DE53 2905 0000 2002 0562 91).

25.10.2018

Leonard Bernstein – das zerrissene Genie

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„Leonard Bernstein – das zerrissene Genie“ Diesen Film hatte die Vorsitzende Katrin Rabus für den Mitgliederabend am 16.12.2018 ausgesucht. Beeindruckend diese wenig bekannte Seite eines Mannes kennenzulernen, der sein Leben zwischen Dirigieren und Komponieren, zwischen künstlerischen Höhen und Niederlagen verbrachte und trotzdem zur Ikone wurde. Und nicht zuletzt, der lebenslang daran geglaubt hat, dass die Musik zu einer besseren Welt beiträgt. Der Film machte Lust zum Austausch untereinander und er klang dann bei Wein und selbstgebackener Quiche von Katrin Rabus wunderbar aus.

14.10.2018

Sonntagskonzerte für unsere Mitglieder vergünstigt

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Wir freuen uns, Ihnen ein besonderes Angebot machen zu können - für die folgenden zwei Sonntagvormittagkonzerte (Beginn jeweils 11 Uhr in der Glocke) erhalten wir ein begrenztes Kartenkontingent für unsere Mitglieder, zum Preis von 50 % des Normaltarifs:

11. November 2018 (3.Philharmonisches Konzert - Sibelius, Nielsen, Schumann)
13. Januar 2019 (Neujahrskonzert - Walzer, Czárdas, Sphärenklang)
Notieren Sie bitte schon den Termin für unseren Neujahrsempfang mit Generalmusikdirektor Marko Letonja im Anschluß an das Konzert am 13. Januar 2019!

Zu beiden Konzerten können wir vorher an einer Probe teilnehmen:
Donnerstag, der 8. November, 18.45 Uhr - Orchestersaal Plantage 13
Samstag, der 12. Januar, 10.00 Uhr - Glocke

Wir sind Ihr Ansprechpartner:
Bestellen Sie Ihre Karten (gleich welche Platzgruppe) direkt bei uns über rabusbremen@plantage13.de oder info@prophil.de oder telefonisch über 0174 3135 990. Die Ausgabe und Abrechnung erfolgt dann im Anschluß über den Besucherservice der Bremer Philharmoniker.

Für das Konzert am 11.11. erbitten wir Ihre Bestellung bis zum 31.10.2018.

Nutzen Sie es für sich und Ihre Gäste und vielleicht auch dazu, neue Mitglieder zu werben.

Der Vorstand freut sich über Ihre Rückmeldung.

14.09.2018

Ferne und nahe Klänge

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Auf der grünen Wiese des Spiel- und Wassergartens Woltmershausen steht eine Freilichtbühne, bereit für den Auftakt von „Sehnsucht Ankommen“. Es ist die erste von mehreren musikalischen Stationen, welche die Zuschauer auf einem Spaziergang durch den Stadtteil umsonst erleben können. Zahlreich sind die Zuschauer gekommen, um die Schulrockband „SOR“ von der Oberschule Roter Sand mit dem Blechbläser-Quintett der Philharmoniker spielen zu hören. Drei Mädchen mit E-Gitarren stehen hinter den Profi-Musikern. Das ist ein ungewöhnlicher Anblick und die Idee von „Sehnsucht Ankommen“: Die Musik soll Profis und Laien, jung und alt, aus verschiedenen Teilen der Welt miteinander verbinden. Moderiert wird die Veranstaltung vom Schauspieler Benedikt Vermeer als rastlosem Seefahrer, den es mit Wams und Federhut in das entlegene Pusdorf verschlagen hat.

Nach „SOR“ spielt die Band „Zebrano“ mit einer Flamenco-Gitarre, Kontrabass, Ukulele und Panflöten südamerikanische Folklore-Arrangements. Fünfzehn lokale Chöre, Bands und Schülergruppen sind es, die teils gemeinsam mit den Bremer Philharmonikern Variationen eines musikalischen Themas spielen. Es ist die berühmte Sinfonie e-Moll op. 95 mit dem Titel „Aus der Neuen Welt“, geschrieben vom tschechischen Komponisten Antonín Dvořák. Als der Komponist 1892 nach New York ging, verarbeitete er in diesem Stück die Eindrücke aus einer für ihn neuen Welt.

„Wir sind Menschen auf der Reise“, singt der Chor „Sky Birds“, begleitet vom Bläserquintett, passend zum Thema. „Irgendwo gibt es den einen Ort / da wo ich Mensch bin unter Menschen / wo ich ganz verstanden bin.“ Auch heute würden viele Menschen diese Erfahrung machen, sagte der Intendant der Bremer Philharmoniker, Christian Kötter-Lixfeld, in seiner Eingangsrede: „Anonymität ist das Stichwort. Was erwartet mich, wenn ich irgendwo ankomme und keine Leute kenne? Wie werde ich empfangen, wie knüpfe ich Bekanntschaften?“. Auch für einen Stadtteil sind das wichtige Fragen. Deshalb stehe Dvořák als musikalischer Pate für die ganze Veranstaltung.

Die Idee für das kreative Projekt entstand bereits vor zwei Jahren. Aus der Zusammenarbeit von der Musikvermittlung der Philharmoniker, dem Kulturhaus Pusdorf, dem Kultur-Projektbüro Quartier gGmbH und dem Freundeskreis der Philharmoniker Prophil entstand nach und nach ein Netzwerk an Teilnehmenden und Fördernden, die den Stadtteilspaziergang ermöglichten. Ihr Konzept überzeugte auch im Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“, deshalb wird es von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Beirat Woltmershausen getragen.

Im Stadtteil soll das gemeinsame Musizieren gegenseitiges Kennenlernen und Wertschätzung fördern. Und Profis mit Chören, Schülerbands und Musikern vor Ort verbinden. Lenny (9 Jahre) und Max (10 Jahre) warten mit ihren Trommeln vor der Bühne auf ihren Einsatz. Sie gehören zur Percussiongruppe der Schule Rablinghausen. Mit dem freischaffenden Musiker Thomas Schacht haben sie vor einem Jahr begonnen, Rhythmen einzuüben. Freiwillig, zweimal die Woche. Auf einer Zwischenstation im Pokhansgang trommeln die Kinder dann, was das Zeug hält, um die Spaziergänger vom Wassergarten zur Woltmershauser Straße zu bringen.

Dort steht der 20-köpfige Spielmannszug Da Capo bereit. Mit blitzenden Paradetrommeln, weißen Hosen und ultramarinblauen Westen führt der Zug den Strom der Schaulustigen zur Grundschule Rechtenflether Straße. Der Spaziergang endet mit dem Finale in der Halle der Oberschule Roter Sand, wo das große Orchester der Bremer Philharmoniker die Gäste erwartet. Über 150 Musiker auf der Bühne zeigen noch einmal die Ausmaße des Projekts. Dass unterschiedliche Musikstile zu einer Neuschöpfung zusammenfinden können, zeigt der syrisch-bremische Musiker Youssef Nasif. Begleitet vom Orchester spielt er auf der Kanun, einer orientalischen Zither, seine Komposition „auf Reisen“. Und natürlich führen die Philharmoniker auch „Aus der neuen Welt“ auf. Erst leise und sehnsuchtsvoll, dann mutiger und majestätisch erklingt die neunte Sinfonie. Bis zum Schluss ist die Halle voll, einige stehen, auch Kinderwagen oder Vierbeiner sind dabei. Ungewöhnlich für ein klassisches Konzert. Heute ist es möglich.

12.09.2018

Die Bremer Philharmoniker und die "Blindfische"

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Vier Konzerte sind von den Bremer Philharmonikern, der Kinderrockband „Blindfische“ für ca. 1.000 Kinder aus Bremen-Nord und Bremen am 6.9. und 10.9. durchgeführt worden. Die Kinder waren begeistert und die Erwachsenen auch. Nachstehend der Urton des Ortsamtsvorsitzenden Heiko Dornstedt aus Vegesack:

„Ich hatte gestern die Gelegenheit, das Konzert „Tierisch gut“ zu erleben. Ich darf Ihnen es sagen: es war tierisch gut! Ich habe sehr beeindruckt nach dem Konzert das Bürgerhaus verlassen. Das Zusammenspiel zwischen den Philharmonikern und der Rockband hat hervorragend geklappt. Anfängliche Zweifel, wie die Kinder sich wohl verhalten, wurden mir sofort genommen. Die Übergänge zwischen den Mitmachaktionen und dem ruhigen Zuhören während der übrigen Stücke waren fließend – und ich war beeindruckt über die Disziplin, die sicherlich auch durch die gute Moderation begünstigt wurde. Geben Sie bitte meinen Dank und meine Anerkennung an die Musiker weiter. Ich freue mich auf weitere Konzepte!“ Das Projekt wurde unterstützt von der Sparkasse Bremen, der Jugend Kunst Stiftung Bremen (Der Senator für Kultur), dem Beirat Vegesack, DaNichfür (Nehlsen-Stiftung) und prophil dem Freundeskreis der Bremer Philharmoniker.

21.06.2018

Einblicke in die Percussionwerkstatt Landskronastraße

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Wir freuen uns sehr, dass der schöne Kurzfilm über die Percussionwerkstatt Landskronastraße nun im Internet zu finden ist, bitte machen Sie sich ein eigenes Bild: Link zu YouTube

16.04.2018

Förderpreis der Sparkasse Bremen

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Welche schöne Überraschung:
Am 10. April dieses Jahres wird die Sparkasse Bremen prophil und die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker in einer Feierstunde einen Förderpreis in Höhe von 1.000 € übergeben. Damit dürfen wir uns schon das zweite Mal (2017 und 2018) über die Unterstützung der Sparkasse freuen.
Dieses Mal erhält sie das Projekt „Tierisch gut“, eine Zusammenarbeit der Bremer Philharmoniker mit den Kinderliedermachern „Die Blindfische“. Die Zusammenarbeit zwischen Musikwerkstatt und prophil ist wirklich „tierisch gut“.

01.03.2018

Wozu hat man Freunde

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Wozu hat man Freunde, sagte eine Journalistin? Da hat sie recht. Und es hat sich gelohnt: Die Percussion-Workshops im Martinshof in der Teeabfüllung Paul Schrader und Lohnfertigung Mercedes Benz für die dort arbeitenden Behinderten war ein voller Erfolg. Ermöglicht wurde dies durch die Zusammenarbeit von prophil, der Stiftung Martinshof und den Bremer Philharmonikern.
Die beiden Percussionisten Marko Gartelmann und Matthias Entrup verwandelten die Gegenstände des Arbeitsalltags in Musik und wurden dabei eifrig von den Beschäftigten des Martinshofs unterstützt.
Am Ende war die Begeisterung so groß, dass sie unbedingt „Zugaben“ spielen wollten und mussten. Ein unvergessliches Erlebnis mit hoffentlich Fortsetzungscharakter.

22.02.2018

„Man sieht & hört nur mit dem Herzen gut“

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Mit Ihren Benefizkonzerten zugunsten der „Bremer Geschwistergruppen“ möchten die Bremer Philharmoniker die Aufmerksamkeit auf eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen lenken, die selbst zumeist unbemerkt bleiben, und dennoch Großes leisten: auf die Geschwister von Kindern mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung.Selbst gesund, lernen diese „Geschwisterkinder“ sehr früh, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigenen Wünsche nach Aufmerksamkeit oder Anerkennung zurückzustellen. Oft wollen sie ihren Eltern nicht auch noch mit eigenen Fragen, Sorgen oder Ängsten zur Last fallen.
Die Bremer Geschwistergruppen bieten hier seit über 30 Jahren Unterstützung und eine Plattform für Austausch und Gespräche. Seminare schaffen unter fachlicher Leitung mithilfe der Unterstützung des Vereins Stimme e.V. einen geschützten Raum für die Kinder und Jugendlichen.

Das 12.Benefizkonzert: „Man sieht & hört nur mit dem Herzen gut“

Sonntag 04.03.2018, 11 Uhr
Kulturkirche St. Stephani, 28195 Bremen

Werke & Arrangements für Streichquartett, Vibraphon und Percussion
von Claude Debussy, Leonard Bernstein, Leroy Anderson, Scott Joplin u.a.
Texte aus „Der kleine Prinz“ (A. Saint-Exupéry) (mit freundlicher Genehmigung des Verlags K. Rauch)
und von den „Geschwisterkindern“

Musik zum Anfassen
in der Pause Instrumente ausprobieren 
mit der Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker

Mitwirkende:
Ensemble Phil Variatione der Bremer Philharmoniker:

Oleg Douliba (Violine)
Romeo Ruga (Violine)
Anke Ohngemach (Viola)
Hannah Weber (Cello)
Rose Eickelberg (Vibraphon/Percussion/Konzeption)

Wolfgang von Borries (Rezitation)

„Childrens Corner“ und weitere Werke von Claude Debussy, arrangiert für Streichquartett und Vibraphon/ Schlagwerk werden im 1. Teil des Konzertes mit Auszügen aus „Der kleine Prinz“ (A. de Saint-Exupéry) kombiniert.
Im 2. Teil des Konzertes bringen Ragtimes von Scott Joplin und Musik von Leroy Anderson u.a. Schwung in den Vormittag. Außerdem geben eigene Texten von den „Geschwisterkindern“ einen Einblick in ihren Alltag und ihre Gefühlswelt. In Kooperation mit der „Musikwerkstatt“ besteht zudem die Gelegenheit, in der Pause und im Anschluß an das Konzert einmal selbst diverse Streich- Instrumente auszuprobieren.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

22.02.2018

Bereits 15.000 € gesammelt

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Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
der Dialog und die Verbundenheit zwischen Orchester, Mitgliedern und Sponsoren ist großartig und intensiv. Sie zeigt sich insbesondere an unserm neuen Projekt „Instrumenten-fonds“. Der füllt sich stetig. Bereits 15.000 € sind in kurzer Zeit durch Spenden zusammengekommen. Dafür danken wir allen Beteiligten von Herzen. Um das erste Instrument, einen neuen Kontrabass zu erwerben, wollen wir dieses Spendenaufkommen verdoppeln und uns entsprechend anstrengen. Wir zählen auf Sie!
Unser Spendenkonto: prophil e.V. DE53 2905 0000 2002 0562 91, Stichwort Kontrabass.

Ihr Vorstand prophil e.V.

Nächster Termin:
Mi 28.02.2018 | 19.15 Uhr
Glocke Foyer
Nachlese 5nachsechs nach dem 5nachsechs Afterwork-Konzert mit Ingo J. Jander und den Solisten des Abends

31.01.2018

Begegnung und Gespräch

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Bis zur Osterpause gibt es für Mitglieder von prophil wieder einige Gelegenheiten, das im Konzertsaal Gehörte und Erlebte zu erweitern oder zu vertiefen und mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. Unmittelbar und zwanglos geschieht das nach dem Konzert im Foyer der Glocke bei einem Glas Wein, mit einigen Musikern als Gästen. Das nächste Treffen ist nach dem 5nachsechs Afterwork Konzert am Mittwoch, 28.2. ab 19.15 Uhr mit Ingo J. Jander und den Solisten des Abends.
Etwas mehr Zeit und Muße sollte man mitbringen am Samstag, 10.3.um 16 Uhr zur ausführlichen Werkeinführung zu Béla Bártoks Konzert für Klavier und Orchester Nr.2 mit Éva Pintér. Für selten gespielte Werke des 20. Jahrhunderts und später, die aber zum festen Kanon des Konzertrepertoires gehören, bieten wir diese Einführungen an, wie immer mit zahlreichen Musikbeispielen. Dabei ist der zeitliche Abstand zum Konzert von Bedeutung, es ist eine andere Art und Weise, sich einem Werk ohne Zeitdruck anzunähern, Teile wiederholen zu können, Nachfragen und ein Gespräch auch untereinander zu ermöglichen.
Ein ganz anderer Weg zur Musik führt über Musikfilme, die wir regelmäßig auf großer Leinwand zeigen. In dieser Saison gibt es einen zweiten Abend mit Filmen mit und über Carlos Kleiber am 22.2., 20 Uhr und Neuerscheinungen zu Leonard Bernstein (12.4.,20 Uhr)
Raphael Schenkel, Klarinettist im Orchester plant ein Konzert in kleinem Rahmen: am Sonntag, 25.3. 11 Uhr anlässlich der Ausstellungseröffnung mit Zeichnungen von Susanne Pikulik-Bastian in den Galerieräumen von Plantage13. Sie hat Musiker des Orchesters während der Arbeit beobachtet und diese „bewegten“ Eindrücke zeichnerisch subtil umgesetzt. Eine Einladung an alle Freunde des Orchesters, ihn und weitere Musiker des Orchesters in diesem Rahmen kennenzulernen. Gäste sind herzlich willkommen.

Katrin Rabus
1. Vorsitzende prophil e.V.

24.01.2018

Interviews mit Marko Letonja

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Liebe Mitglieder,

bei den Neujahrskonzerten konnten wir unsere Bremer Philharmoniker zusammen mit ihrem zukünftigen Generalmusikdirektor erleben, und das war wirklich ein Genuss. Beim anschließenden Neujahrsempfang am Sonntag, den 14.1., ergaben sich zwischen Marko Letonja, den Musiker*innen und prophil-Mitgliedern wieder interessante Gespräche.
Wir möchten Ihnen die positive Berichterstattung der Medien nicht vorenthalten. Außerdem wird auf Radio Bremen 2 in der Sendung „2 nach1“ am Freitag, den 19.1. um 13.05 Uhr ein Gespräch mit Marko Letonja ausgestrahlt.
Der Erscheinungstermin für ein weiteres Interview im Weser Kurier mit Marko Letonja ist noch nicht terminiert. Da heißt es aufpassen und die Kulturseite verfolgen.

2017

26.12.2017

Spendenaufruf Kontrabass

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„Liebe Freundinnen und Freunde der Bremer Philharmoniker, wir alle sind stolz auf unser großartiges Orchester. Wir verdanken diesen fantastischen und engagierten Musikerlnnen so viele unvergessliche musikalische Sternstunden. Nun haben wir endlich einmal die Möglichkeit, uns zu revanchieren und mehr als nur „Danke” zu sagen. Bei unserem letzten prophil-Treffen hat unser Solokontrabassist Hiroyuki Yamazaki uns mit großem Können und viel Charme zwei Kontrabasse vorgestellt: Sein aktuelles orchestereigenes lnstrument und einen guten neuen Orchesterkontrabass. Dabei war deutlich zu hören, dass das alte lnstrument in die Jahre gekommen und bezüglich der Klangqualitdt nicht mehr überzeugend ist. Es ist aber Herrn Yamazaki - und auch uns - zu wünschen, dass er auf einem lnstrument spielen kann, das seinen Anforderungen und seinem erstklassigen Können entspricht.

Deshalb haben wir auf der Veranstaltung spontan beschlossen, diesen Wunsch in die Realitat umzusetzen. Diesen finanziellen Kraftakt können wir nur gemeinsam stemmen. Aber wenn wir das Ziel erreichen, wird es eine große Freude sein, wenn Herr Yamazaki traumhaft schöne Klänge auf “unserem” Kontrabass zaubern wird.

Es wäre toll, wenn Sie sich an dieser wichtigen Spendenaktion beteiligen würden. Jede Spende zählt! Monika und Stefanie Adler für prophil.

Konto prophil e.V.
IBAN DE53 2905 0000 2002 0562 91
BIC:BRLADE22 
NORD/LB
Stichwort “Kontrabass“

21.10.2017

Der kommende Generalmusikdirektor stellt sich vor:

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Probenbesuche sind bei unseren Mitgliedern immer sehr beliebt, am Samstag, den 21.10.2017 fanden trotz Freimarktumzuges sogar gute 50 Mitglieder den Weg in die Glocke. Denn das zweite Philharmonische Konzert dirigierte Marko Letonja, der zukünftige Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker.

Auf dem Programm standen die Ouvertüre zu Coriolan op 62 von Ludwig van Beethoven. Wieviel Arbeit in den Proben zum Konzert und damit auch wie anstrengend der Beruf des Musikers sein kann, konnten die Mitglieder hier hautnah miterleben. Aber auch wieviel Freude ihnen die Arbeit und insbesondere die Arbeit mit Marko Letonja macht. Die kleinen Anekdoten des Dirigenten konnten wir, das Publikum, nicht immer verstehen, aber sie waren ja auch für das Orchester bestimmt. Und dieses absolvierte diese Probe dann in gelöster, fröhlicher Atmosphäre.

Die darauf folgende Pause bedeutete für unsere Mitglieder das Ende des Probentages. Aber Marko Letonja und Florian Baumann (Disposition und Projektmanagement) nutzten die Zeit und gaben uns einen kurzen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen den Orchestermusikern und dem Dirigenten. Und auch hier spürte man wieder die intensive Übereinstimmung und die gegenseitige Wertschätzung. Für die Zukunft will Marko Letonja mit dem Freundeskreis im engen Dialog bleiben. Das Verhältnis zwischen Orchester und ihm bezeichnete er als eines in der „Flirtphase“, die Hochzeit findet dann im September 2017 zur neuen Saison statt.

Von den Mitgliedern erntete er schon jetzt Applaus und fröhliche Gesichter.

16.09.2017

Auftritt auf der HanseLife

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Die HanseLife am Samstag, den 16.09.2017, war auch für die kleinen Musiker*innen der Musikwerkstatt Bremen etwas ganz Besonderes. Die großen und kleinen Geiger*innen, Cellisten und Bratschisten der Grundschulen Grolland, Ellenerbrockweg und Am Pulverberg spielten vor großem Publikum, in dem auch Eltern und Großeltern saßen und fast aufgeregter waren als die kleinen Künstler*innen.

Am Ende musizierten ca. 80 Kinder mit ihren Lehrer*innen auf der Bühne. Alle drei Schulen sind seit langem Partnerschulen der Bremer Philharmoniker, die Grundschule Grolland bereits seit 10 Jahren.

prophil hat dieses Projekt gern unterstützt.

31.08.2017

Oberschule Helsinkistraße meets music

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„Hand in Hand“ haben prophil und die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker einen Preis der Sparkassenstiftung gewonnen: Ihr gemeinsames Projekt „Oberschule Helsinkistraße meets music“ wurde mit 2.500 € prämiert. Am 30.8.2017 wurde der Preis in einer Feierstunde in der Filiale der Sparkasse Blumenthal übergeben.

Das Know-how und das finanzielle Engagement von prophil boten die Grundlage, um die Sparkassen-Projektgelder einzuwerben. Jetzt geht die Oberschule Helsinkistraße wirklich in Richtung Musik. Denn die siebten Klassen werden in den beiden Musikwerkstätten Bremen-Nord der Bremer Philharmoniker sowohl klassische Streich- und Blasinstrumente als auch Percussion kennenlernen.

Danach geht es zu einem Highlight in der Glocke, dem 5nachsechs-Konzert, die Jugendlichen erleben ein großes Symphonieorchester. Den Abschluss bildet ein besonderer Workshop: Über Bodypercussion und musikalische Erfahrung werden die kulturellen und sozialen Grenzen zwischen den Schüler/Innen aufgehoben.

Sparkasse Wir für Kinder Siegel

08.06.2017

5nachsechs-Konzert ohne Markus Poschner

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Nach dem 5nachsechs-Konzert wollten mehr als 80 Mitglieder im Foyer der Glocke Abschied von Markus Poschner nehmen – eine schwere Schulterverletzung hinderte ihn leider, dieses Konzert zu dirigieren. Schatzmeisterin Anne Lüking erinnert sich zum Abschied: „Bei vielen Gelegenheiten hat Markus Poschner unsere Mitglieder zu Proben eingeladen und uns im Anschluss den Komponisten und dessen Werk erklärt. Eine Probe in der Glocke ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Es ging um ein Mahler-Konzert. Er beschrieb das Komponierhäuschen, wahrscheinlich in Maernigg am Wörthersee, die grünen Hügel, die Spaziergänge des Komponisten so intensiv, dass es mir noch heute vor Augen ist, wenn ich Mahlers Musik höre.“

31.05.2017

Pauke hautnah

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„Ist das eigentlich schwer?“ „Warum brauchen die Paukenspieler/innen so viele verschiedene Schlegel? Wie viele Töne gibt es auf einer Pauke? Diese und andere Fragen beantwortete Rose Eickelberg bei „Pauke hautnah“ am 31.05. im Probenraum der Bremer Philharmoniker in der Plantage.

Die Mitglieder von prophil erlebten einen mitreißenden und informativen Paukenworkshop. Frau Eickelberg begrüßte uns mit einem Ausschnitt einer Orchester-Studie für Pauke von Franz Krüger und demonstrierte anschaulich alle Fragen zur Spieltechnik, Schlegelwahl, Paukenstimmung und Instrumentenentwicklung.

Dann ging es „zur Sache“. 14 Pauken standen bereit. Nach einer kurzen Einführung in die korrekte Schlegelhaltung und einer Übephase unter vollem Körpereinsatz mit Text und Bodypercussion spielten alle Teilnehmer auf zwei Pauken den Beginn der Carmen-Ouvertüre zur Orchestereinspielung von der CD. Das war ein großer Spaß und manchem Teilnehmer wurde spätestens hier die Eingangsfrage beantwortet.

Bei einem Glas Wein gab uns Frau Eickelberg anschließend weitere spannende Einblicke in den Alltag einer Orchestermusikerin. Die Zeit verging wie im Flug und so wurden aus einer Stunde dann doch zwei.

Liebe Freunde der Bremer Philharmoniker, werden Sie Mitglied bei prophil und lassen Sie sich solche exklusiven Angebote nicht entgehen.

Stefanie Adler

Ein herzliches Dankeschön noch einmal an Frau Eickelberg für diesen tollen Abend.

01.04.2017

Schule am Pastorenweg weiter Partner der Bremer Philharmoniker

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Durch die großzügige finanzielle Unterstützung der ARGE Wohnbau kann die Kooperation zwischen der Grundschule am Pastorenweg und den Bremer Philharmonikern verlängert werden. Die Schule bleibt somit Partnerschule der Bremer Philharmoniker und der enge Kontakt der Schüler zu den Philharmonikern erhalten.

Von links: Frau Bellmann, Rausch Wohnbau, Katrin Rabus, prophil e.V., Peter Sakuth, ARGE Wohnbau, Herr Meyer, Schulleiter der Schule am Pastorenweg, mit einigen Kindern der Trommelgruppe

28.03.2017

Orchester-Akademisten luden zum Konzert

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Am Dienstag, den 28. März, fand im Rahmen der Mitgliederversammlung 2017 in der Galerie Rabus ein Konzert der diesjährigen Orchester-Akademisten der Bremer Philharmoniker statt. Mit Werken von Ludwig van Beethoven, Ney Rosauro und Antonin Dvorak präsentierten sie ein höchst abwechslungsreiches Programm, bei dem die Violinistin Chanmi Shin, der Bratschist Friedemann Jörns, die Cellistin Joke Flecijn, die Kontrabassistin Yuki Matsumoto und der Schlagwerker David Gutfleisch ihr Können zeigten.

Seit Beginn der Spielzeit 2016/2017 sitzen die fünf Studierenden regelmäßig bei Proben und Konzerten in den Reihen des Orchesters. Ziel ist es, ihnen intensive Einblicke in den Berufsalltag eines Orchestermusikers zu ermöglichen. Allen Akademisten steht ein Mentor aus dem Orchester als Ansprechpartner zur Seite, der bei organisatorischen Fragen zu Diensteinteilungen und Probendisposition weiterhilft, aber auch als Coach bei der Vorbereitung für Konzerte und als Berater bei der Bewerbung für Probespiele zur Verfügung steht.

19.01.2017

Neujahrsempfang 2017 mit Fanny, dem goldigen Geschöpf

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Der prophil-Empfang nach dem Neujahrskonzert ist schon fast Tradition in unserem jungen Verein. Dieses Jahr trafen sich im Anschluss an das Große Neujahrskonzert ca. 100 Mitglieder und Musiker/Innen im Foyer der Glocke, wo sie von der Vereinsvorsitzenden Katrin Rabus und dem Orchesterdisponenten Florian Baumann mit einem optimistischen Prosit begrüßt wurden.

Mit zahlreichen Spenden und der Errichtung von zwei Musikwerkstätten in Bremen-Nord im Jahr 2016 war auch das Netzwerk des Freundeskreises erheblich gewachsen, zudem entschieden sich zwei Gäste spontan, ebenfalls Mitglied bei prophil zu werden. Katrin Rabus dankte dem Orchester und dem Management für ihre Bereitschaft, stets auf die Ideen des Freundeskreises einzugehen.

Zur guten Stimmung trug auch der Solist des Konzerts, Tubaspieler Andreas Martin Hofmeir, bei, der amüsante Anekdoten über seine „Fanny, ein goldiges Geschöpf mit Hang zu tiefen Tönen“ erzählte.

2016

08.12.2016

5nachsechs: Flüchtlinge ins Konzert

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Unter dem Motto „Flüchtlinge ins Konzert“ wirbt prophil um Spenden für den Kauf von Konzertkarten für Flüchtlinge. Im Dezember 2016 konnten wir zum zweiten Mal eine Gruppe junger Flüchtlinge mit ihrer Betreuerin Marie von Heremann begrüßen. Das ganze Drum und Dran eines klassischen Konzerts hat den jungen Sprachschülern sehr imponiert und ihr Interesse geweckt. Wir setzen das Programm fort.

04.04.2016

5nachsechs für Mitglieder

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Zahlreiche Mitglieder nutzten die Gelegenheit, in lockerer Form im Foyer der Glocke mit den Musikern des Orchesters zusammenzukommen. Generalmusikdirektor Markus Poschner und Intendant Christian Kötter-Lixfeld dankten den Mitgliedern für ihre Unterstützung bei diesem populären Konzertformat.

03.03.2016

prophil weiht ein: Perkussionswerkstatt in Bremen-Nord

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Die von prophil geförderte Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker ist seit 2006 ein Erfolgsmodell. Sie unterstützt die musikalische Nachwuchs- und Breitenarbeit des Orchesters und hat vor allem Schulen in sozial benachteiligten Quartieren im Blick.

Nachdem 2015 die erste Filiale der Musikwerkstatt in der Musikschule Bremen-Grohn gegründet wurde, beginnt nun die Zusammenarbeit mit der Grundschule an der Landskronastraße in Marßel. Es wird eine Percussionwerkstatt für alle Schüler/Innen – ob aus Nord, Mitte, West, Ost oder Süd von Bremen und umzu – gegründet. Hier können sich Kita-Kinder und Schüler/Innen vorwiegend im Grundschulalter sowie junge Migrant/Innen mit Schlaginstrumenten vertraut machen. Das Highlight ist das Gamelan-Orchester, das bereits in der Schule existiert. Und ganz nebenbei wird Marßel mit ganz Bremen in einen Dialog eintreten.

Mitglieder von prophil halfen dabei, zusätzliche öffentliche Fördermittel zu akquirieren, lotsten durch die Förderlabyrinthe und legten selbst Hand an bei der Herstellung feuerfester Gardinen. Ortsamt und Beirat Lesum, die Gewoba und die Brebau, das Theater Bremen sowie prophil schufen die finanzielle Basis, unterstützt vom Senator für Kultur, der Senatorin für Kinder und Bildung und natürlich der Grundschule an der Landskronastraße.

Damit möglichst viele Klassen die Angebote der Musikwerkstätten nutzen können, sucht prophil weiterhin Schulpaten.

02.03.2016

prophil am Barkhof:
Schüler beschäftigen sich mit Schostakowitsch

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Am 2. März 2016 waren prophil-Mitglieder zum Abschlusskonzert eines Musikprojekts des 9. Jahrgangs der Oberschule Am Barkhof und der Bremer Philharmoniker eingeladen. Die Bremer Philharmoniker unterstützen ihre Partnerschule Am Barkhof regelmäßig bei der Realisierung anspruchsvoller Musikprojekte. In diesem Projekt haben die Musikerinnen und Musiker mit den Schülerinnen und Schüler über die Unterdrückung und Verfolgung von Dimitri Schostakowitsch gearbeitet.

Zur Aufführung kam das 8. Streichquartett, Schülerinnen und Schüler lasen Texte zu seinem Leben. Höhepunkt war ein von ihnen komponierter Song, den Schülerband und Bremer Philharmonikern gemeinsam vortrugen. „Where are the human rights?“ fragten darin die Schülerinnen und Schüler und zeigten, wie aktuell das Thema Unterdrückung und Verfolgung ist.

Nicht nur für die Gäste vom Verein prophil war es eine beeindruckende Aufführung, die die Vielfalt der Arbeit der Bremer Philharmoniker widerspiegelt.

10.01.2016

Neujahrsempfang: Dank für Unterstützung neuer Formate

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Wow, was für ein musikalischer Jahresaufschlag! Dame Evelyn Glennie spielte mit den Bremer Philharmonikern das Percussion Concerto von Jennifer Higdon. Im Orchester wurde sie durch weitere sieben Kolleginnen und Kollegen unterstützt. Ihr Auftritt war so kräftezehrend, sie hatte allein drei Spielstätten zu bedienen, dass sie beim anschließenden Neujahrsempfang von „prophil“ nur noch Grüße ausrichten ließ. Rose Eickelberg und Marko Gartelmann (Pauke und Schlagzeug) mischten sich unter die Freunde. Auf die Frage, „Ist das Stück schwer zu spielen?“ kam ein unumwundenes „Ja“.

Aber das war nur ein Teil des Konzertes, die Interpretationen des Orchesters aus Werken von Gershwin, Piazzolla, Gardel und Márquez begeisterten das Publikum.

Christian Kötter-Lixfeld, der Intendant der Bremer Philharmoniker, eröffnete die Reihe der Neujahrsreden beim anschließenden Neujahrsempfang von „prophil“. Er bedankte sich bei den Freunden des Förderkreises prophil für ihr Engagement. Viele neue Formate, so Kötter-Lixfeld, hätten ohne die Unterstützung des Förderkreises gar nicht stattfinden können. Er betonte auch die gute Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Marko Letonja und dass er sich freuen würde, ihn bald wieder in Bremen zu erleben – die Stelle von Markus Poschner ist ausgeschrieben.

Katrin Rabus, Vorsitzende des Förderkreises prophil, betonte: „Auch wenn es der 1001. Neujahrsempfang ist, für unsere Stadt, die Kultur und insbesondere das Orchester ist er wichtig und muss stattfinden.“ Gleichzeitig bat sie die anwesenden Fördererinnen und Förderer, weiter um Mitglieder zu werben, „denn in der heutigen Zeit hat es Kultur nicht leicht.“

Das nahm gleich auch der Dirigent, Marko Letonja, als Stichwort auf. Intensiv bat er um Unterstützung der Kultur durch die Zivilgesellschaft. Auf das Orchester zurückkommend, fand er nur lobende Worte, „engagiert, experimentierfreudig, gutes Betriebsklima“. Schließlich konnte er das Orchester nicht nur zum Musizieren bringen, sondern auch zum Sprechen bei der Zugabe „Mambo Nr. 5.“

Nach so vielen guten Worten zum neuen Jahr fanden sich zahlreiche Freunde, Orchestermitglieder und Förderer in intensiven Gesprächen wieder. Und wie es so immer ist, neue Ideen werden geboren…

2015

13.12.2015

„Es wird Überraschungen geben“

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Dr. Éva Pintér hält für prophil-Mitglieder am 13. Dezember einen Vortrag über Gershwin und Ives.

Éva Pintér ist vielen Besuchern der Philharmonischen Konzerte gut bekannt. Die Musikwissenschaftlerin verfasst nicht nur kluge Texte über die Musikstücke in den Programmheften. Sie gibt auch zu jedem Konzert eine Einführung. Dafür hat sie ein festes, dankbares Publikum. „Ich will keine wissenschaftliche Vorrede halten“, sagt sie. „Ich will Lust machen auf die Musik.“ So gibt sie Empfehlungen, wann die Konzertbesucherinnen und -besucher ganz genau hinhören sollten. Weil es etwas Besonderes zu entdecken gibt.

Mitglieder von „prophil“ haben am Sonntag, dem 13. Dezember, Gelegenheit Éva Pintér ausführlicher zu begegnen. Eine Stunde lang, die Hälfte davon ausgewählte Musikbeispiele, wird sie über „Gershwin und Ives – zwei Gesichter der amerikanischen Musik“ sprechen. Anschließend können Fragen gestellt werden. Die Veranstaltung in der Plantage 13 beginnt am dritten Advent um 16 Uhr. Neugierig auf den Vortrag, stellte Karla Götz der Musikwissenschaftlerin schon vorab ein paar Fragen.

Gershwins „Amerikaner in Paris“ kennen viele Musikliebhaber, was ist das Besondere im Programm des vierten Philharmonischen Konzertes?

Éva Pintér: Die Fassung, die Markus Poschner ausgewählt hat, ist eine Rarität. Es wird eine Welterstaufführung. Das Stück hat wesentlich mehr Takte als die allgemein bekannte Fassung. Sie ist die wirkliche Grundlage für verschiedene Änderungen und Arrangements, die später folgten.

Ives wird den meisten Konzertbesuchern sicher weniger sagen?

Bedauerlicherweise ist Charles Ives weniger bekannt als George Gershwin. Zu Unrecht. Ives ist seit meiner Studienzeit in Budapest für mich ein Lieblingskomponist.

Was ist das Besondere an seinen Kompositionen?

Bei „Three Places in New England” (Drei Orte in Neuangland), die auf dem Programm stehen, kann man sehr schön seinen speziellen Stil kennenlernen. Er legt die Musik in Schichten übereinander. Hier sind es Märsche. Was für ein Geheimnis steckt dahinter? Ives verarbeitet Eindrücke seiner Kindheit. Sein Vater war Musiker, Leiter eines kleinen Orchesters in Connecticut. Wenn er seinen Vater zu Auftritten begleitete, dann hörte er simultan die Musik mehrerer Kapellen. Das hat ihn geprägt.

Ives wird in der Musikwissenschaft als Pionier der Avantgarde angesehen. War er in Amerika ein Vorkämpfer für neue, atonale Musik?

Ein Pionier Neuer Musik zu sein, hätte der Komponist niemals für sich beansprucht. Er liebte aber das Experiment und scheute nicht vor Dissonanzen zurück. Ives wurde in Europa früher entdeckt als in den USA. Er rang um seinen Stil und war eigentlich nie mit einem Werk fertig, von seiner zweiten Klaviersonate gibt es allein zehn Manuskriptfassungen. Die „Three Places in New England“ sind ein außerordentlich anspruchsvolles Werk, an das sich Markus Poschner heranwagt. Es verlangt eine große Besetzung. Wir dürfen gespannt sein.

Wenn die beiden Komponisten zwei Gesichter der amerikanischen Musik sind, im Sinne von höchst unterschiedlich, gibt es denn dann überhaupt eine Gemeinsamkeit zwischen Gershwin und Ives?

Oh ja, Sie müssen sehen, die Musikgeschichte der USA ist relativ jung. Sie haben dort keine Renaissancemusik oder Madrigale aus dem 15. Jahrhundert. Das ist natürlich geschichtlich begründet. Gershwin und Ives verbinden ihre Musik des 20. Jahrhunderts immer mit Unterhaltungsmusik. Da gibt es keine Berührungsängste. Bei Gershwin sind es bekanntlich die Musicals, aber auch Ives verarbeitet Märsche, Zirkusmusik und Tänze in seinen Kompositionen.

Was dürfen wir am 13. Dezember von Ihnen erwarten?

Ich werde viele Musikbeispiele mitbringen, teilweise aus dem Programm des Konzertes, aber auch andere. Außerdem gibt es einige Überraschungen, mehr verrate ich nicht.

Frau Pintér, vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person:

Dr. Éva Pintér hat in den 1970er Jahren in Budapest Musikwissenschaft studiert. Dazu gehörte damals nicht nur Theorie, sondern auch praktische Ausübung der Musik. Es war selbstverständlich, gut Klavier spielen und Partituren lesen zu können. Die inzwischen 62-Jährige lernte in Ungarn ihren Mann, Dr. Hartmut Lück, kennen und kam 1982 nach Bremen. 1992 wurde sie an der Universität Hamburg promoviert. In ihrer Doktorarbeit erforschte sie Leben und Werk des italienischen Komponisten Claudio Saracini, der Anfang des 17. Jahrhunderts lebte. Hartmut Lück ist ebenfalls Musikwissenschaftler, so dass die beiden zu Hause prima fachsimpeln können. Beide gehören zu den 156 ehrenamtlichen Juroren, die den renommierten Preis der Deutschen Schallplattenkritik vergeben. Éva Pintér ist auf Chormusik spezialisiert, Hartmut Lück auf Instrumentalkonzerte. Die profunden Kenntnisse der beiden spiegeln sich auch in ihrer Wohnung wider. Neben vielen Fachbüchern reihen sich in den Räumen CDs aneinander. Éva Pintér schätzt ihre Zahl auf 10.000 und nennt sie „unser klingendes Lexikon“.

25.11.2015

›5nachsechs‹ – Abwechslungsreicher Abend mit anschließendem Treffen

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Die „5 nach 6-Konzerte“ der Bremer Philharmoniker erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so war die Glocke auch am 25. November 2015 gut gefüllt. Ermöglicht werden diese Konzerte unter anderem durch die Förderung von prophil. Nach dem abwechslungsreichen Abend mit gesprochenem Wort und viel erstklassiger Musik rund um Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ trafen sich prophil-Freunde und Musiker in der „Ständigen Vertretung“.

Die Glocke war an diesem Abend mit drei Konzerten ausgebucht. Das war etwas schade, da nur ein kleiner Kreis der Förderer den Weg in die Böttcherstraße fand. Umso intensiver war der Kontakt mit den beiden Violoncelli-Musikern Caroline Villwock und Johannes Krebs. Und es wurde so manche neue Idee geboren. Wer weiß, vielleicht bietet prophil demnächst auch mal eine „Fanreise“ an.

Ganz spontan fanden sich auch neue Freunde für prophil. Es lohnt sich also immer „zukünftige“ Freunde zu unseren Veranstaltungen einzuladen.

21.11.2015

Und schon wieder ein Highlight

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Die Mitglieder von prophil waren am Samstag, dem 21.November 2015 zum zweiten Teil der Generalprobe für das 3. Philharmonischen Konzert eingeladen. Florian Baumann von den Bremer Philharmonikern begrüßte die prophil-Mitglieder und stellte ihnen den Komponisten Sergej Rachmaninow und die Symphonie Nr. 2 E-Moll vor. Das zeigt wieder einmal, wie sehr das Orchester die Unterstützung durch den Verein schätzt.

In der Orchesterpause stieß dann auch der erst 31 Jahre junge Dirigent Antonio Méndez zu den prophil-Freunden. Dieses Konzert ist sein Debüt mit den Bremer Philharmonikern. Und für die Förderfreunde war es die erste Probe mit einem Gastdirigenten.

Rachmaninov hat dieses Werk 1906 geschrieben, sechs Jahre nach der Symhponie Nr. 1. Die verheerende Kritik hatte den Komponisten in eine tiefe Krise gestürzt, betonten Dirigent und Musiker. Das Werk entstand bei seinem Aufenthalt in Dresden, uraufgeführt wurde es jedoch in St. Petersburg und dieses Mal fiel die Kritik freundlicher aus, auch wenn einige Kritiker die Weitschweifigkeit des Werkes beanstandeten. Rachmaninow, so Méndez, gab nie seinen spätromantischen Kompositionsstil auf im Gegensatz zu seinen Kollegen, die ab 1910 neue Kompositionswege suchten.

Gefragt wie lang geprobt wird, erklärte Florian Baumann, es gäbe fünf Proben. In diesem Fall von Mittwoch bis Samstag. Dabei hat jede Musikerin und jeder Musiker seine „Schularbeiten“ schon vorher gemacht Technische Schwierigkeiten gibt es also bei den Proben nicht mehr. Und dann folgte die Probe mit einem beeindruckenden Dirigenten und Orchester.

31.10.2015

Der Wald als Sehnsucht der Seele

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Mitglieder unseres Vereins hatten am 31. Oktober 2015 Gelegenheit, an einer Probe von Arnold Schönbergs „Pelléas und Mélisande op.5“ in der Glocke teilzunehmen. Zuvor hatte es schon eine öffentliche Probe für Bremer Bürgerinnen und Bürger von „Johannes Brahms‘ - Konzert für Klavier und Orchester Nr. B-Dur op. 83” mit dem Solisten Herbert Schuch gegeben. Auch wenn Schönberg für viele keine leichte „Musikkost“ ist: Immer wieder ist es spannend, Orchester und Dirigenten im intensiven Erarbeitungsprozess zu erleben.

Drei Stunden Probenarbeit lagen hinter Markus Poschner, dem Chefdirigenten der Bremer Philharmoniker, als er sich zu den Mitgliedern von prophil gesellte. Seine erste Bemerkung „Was für ein grandioses Stück!“. Die innere Anspannung und die Konzentration auf die Schwierigkeiten der Komposition waren ihm anzusehen.

Und dann folgte das, wofür prophil-Mitglieder ihr Orchester und den Dirigenten lieben: Er übersetzte das Gehörte in Sprache und Emotionen. 1902 schrieb Schönberg das Werk in einer Zeit tiefer Depression. Der Komponist legte das Werk als psychologische Verinnerlichung an, um „in-sich-reinzuhören“. Anders als zum Beispiel Gustav Mahler, mit dessen musikalischem Werk sich die Bremer Philharmoniker ebenfalls intensiv beschäftigt haben.

Maurice Maeterlinck, der „belgische Shakespeare“, wie Markus Poschner ihn nennt, der das Drama geschrieben hat, ginge es weniger um Handlung, sondern mehr um innere Abläufe. Eine wichtige Metapher sei der Wald als Sehnsucht der Seele.

Markus Poschner machte es deutlich, er verglich Leitmotive von Schönberg bis Wagner, er erklärte deren innere Verflechtung und sang sogar ein Stück aus „Carmen“ vor. Eigentlich gehe es nur um die Musik. „Aber am Anfang und Ende“, sagte Poschner, „steht nur ein Ton“.

28.05.2015

Probenbesuch zum 11. Philharmonischen Konzert

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Der 28. Mai 2015 wurde ein exklusiver Abend für prophil-Mitglieder. Eingelassen durch den Bühneneingang der Glocke, erlebten sie hautnah eine Probe der Bremer Philharmoniker mit Chefdirigent Markus Poschner. 50 Mitglieder hatten sich angemeldet. In großer Besetzung (mit mehr als 100 Musikern) probte das Orchester den ersten Satz von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 6, die mit dem „Axthieb“.

Den Gästen bietet sich ein ungewohntes Bild: Musikerinnen und Musiker im Freizeitlook, in Jeans und T-Shirts. Dirigent Markus Poschner sitzt auf einem hochgestellten Drehstuhl. Die Arbeitsatmosphäre ist beeindruckend. Der Dirigent unterbricht, gibt während des Spiels Kommentare. Stoppt. »Die Takte Ziffer 11 und folgende noch einmal«, sagt Poschner. »Wir müssen den ganzen Block noch transparenter spielen, es klingt zu massiv.« Wenig später sagt er: »Es ist immer noch zu viel crescendo.« Wann darf man so etwas schon mal erleben? Respekt und Bewunderung für die glanzvolle Leistung der Philharmoniker sind ohnehin schon groß, nun steigen sie noch. Den Besuchern wird deutlich, hier wird arbeitsintensiv um die bestmögliche Interpretation gerungen.

In der Pause nach dem Scherzo gibt es eine weitere Überraschung. Markus Poschner erläutert den Gästen exklusiv Mahlers Symphonie. »Der berühmte Hammerschlag kommt jetzt nicht, den haben wir heute Vormittag schon geübt«, sagt er. Die Sinfonie bleibe insgesamt ein großes Rätsel, »Mahlers persönlichste«. Zugleich sei sie ein Monstrum. Das Besondere sei der Einbruch von Außengeräuschen mit Hammerschlag und Kuhglocken. Der Chefdirigent würzt seinen informativen Stegreif-Vortrag mit detaillierten zeitgeschichtlichen und biographischen Details aus Mahlers Leben und endet: »Diese Symphonie ist eine Aufforderung zu Wanderschaft und Reise«. Nach der Pause bekommen die prophil-Mitglieder dann den gesamten ersten Satz zu hören. »Ich freue mich auf das Konzert«, war einhellige Meinung.

13.05.2015

prophil-Empfang zum 5nachsechs-Ausklang

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Am 13.5.2015 fand das letzte »5nachsechs-Konzert« der Saison 2014/2015 der Bremer Philharmoniker statt. Diese Reihe ist inzwischen so beliebt, dass der große Glockensaal fast ausgebucht war. 5nachsechs, das bedeutet gleich nach der Arbeit, noch im Businessdress geht’s los. Eine Stunde voller guter Musik und dazugehörenden Erklärungen und Geschichten, die die Musik näher bringen.

Auf dem Programm standen dieses Mal die großen Meister der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Der Chefdirigent der Bremer Philharmoniker, Markus Poschner, führte knapp und doch präzise mit Anekdoten und musikalischen Hinweisen durch den Abend.

Als besonderes Highlight stellte Markus Poschner den erst 19jährigen Trompetensolisten Markus Czieharz vor, Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund. Gemeinsam mit dem Orchester spielte er das Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur von Joseph Haydn und erhielt dafür stürmischen Beifall des Publikums.

Für die Mitglieder des Fördervereins prophil war dies ein ganz besonderes Konzert. Der Verein hatte seine Mitglieder zu diesem Konzert und einem anschließenden »Come-together« mit dem Orchester eingeladen. Die 5nach6Konzerte werden von prophil regelmäßig mit einem festen Betrag unterstützt. Die Vorsitzende des Vereins Katrin Rabus begrüßte die Mitglieder und bedankte sich bei dem Dirigenten, dem Solisten und dem Orchester für die wunderbare musikalische Darbietung. In dem heiteren Beisammensein wurden viele neue Kontakte geknüpft und neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern und Orchester geboren. Und ganz spontan entschieden sich neue Freund/Innen für eine Mitgliedschaft im Förderverein. Man würde sich wünschen, dass die Glocke nach den Konzerten öfter so fröhlich weitergenutzt wird.

01.04.2015

»Ach Herr Zweistein, ach Herr Zweistein, hör mal hin…«

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Beobachtungen bei einem Schulkonzert der Bremer Philharmoniker / prophil-Mitglieder unterstützen Schulprojekte

Von Karla Götz (Fotos: Harald Rehling)

Na, der ist ja ganz schön schusselig, der Professor Zweistein. Als genial-wirrer Grauschopf schlurft er in die Turnhalle und sucht im Dachboden-Chaos nach einem braunen Koffer. Die Kinder aus der Grundschule Horner Heerstraße und die Gäste aus der Kita St. Michaelis-St. Stephani, sind von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache. Statt der Zahnbürste findet Zweistein Noten. »Banknoten, ist ja toll!« ruft er, und die Schülerinnen und Schüler korrigieren lauthals im Chor: »Nein, Noten für Musik!« Als er dann die Trompete als Gitarre bezeichnet, nimmt der Spaß kein Ende.

Es ist bewegend und inspirierend, was vier Musiker, eine Musikerin und ein Schauspieler während dieses kleinen Schulkonzertes »Professor Zweistein und die Blechgeister« auf die Beine stellen. Die Bremer Philharmoniker bilden ihre Konzertbesucher von Morgen heran. A- und B-Trompete, alias Thomas Ratzek Und Rudolf Löring treten als Geister hinterm Vorhang hervor und lassen Händels Feuerwerksmusik erschallen. Da wird es ganz still und feierlich in der großen Turnhalle, in der mehr als 200 Kinder andächtig hocken. Die Dramaturgie des Musikprojekts, kindgerecht und wohldurchdacht von Marko Gartelmann und Sebastian Kautz, ist abwechslungsreich und lädt zum Mitmachen ein. Da wird gerufen, gelacht, gesungen, getanzt, geklatscht, dirigiert, marschiert und vor allem korrigiert. Sebastian Kautz, als ehemaliges Mitglied der Bremer Shakespeare Company bekannt, hält mit Witz und darstellerischem Esprit die Fäden in der Hand. »Das ist die Posaune« brüllen die Kinder begeistert, als Anatoli Jagodin mit seinem Instrument erscheint »Was für eine Sauna?«, gibt Zweistein zurück.

Treffsicher nennen die Schülerinnen und Schüler auch die anderen Instrumente, das Horn, geblasen von Ines Köhler und die Tuba, gespielt von Ernst Haake. Informationen sind kurzweilig verpackt. Wie lang wäre das Horn, wenn man es auseinanderwickelte? Wie schwer ist die Tuba? Wie klingt ihr tiefster Ton? Das kleine Schulkonzert ist Infotainment in Bestform. Von Summertime bis Marschmusik tönen die Melodien. Und wer hätte gedacht, dass die Profis auch noch einem alten Gartenschlauch, den Zweistein im Gerümpel gefunden hat, Töne entlocken können? Als dann ein Schüler aus der vierten Klasse mit der Saugglocke gekonnt dirigiert, ist die Stimmung auf dem Siedepunkt. Jeder will den Pümpel mal zum Taktstock machen.

Der Abgesang ist gut trainiert, aus Bruder Jacob wird »Ach Herr Zweistein, ach Herr Zweistein, hör mal hin, singen, musizieren, alles ausprobieren, wir sind hier, du und wir«. Wenn, wie Thomas Mann es literarisch treffend beschreibt, »neun Takte horizontaler Melodie zu dritt vertikal übereinander zu stehen kommen und einen Körper harmonischer Stimmigkeit ergeben«, dann ist das ein bewegender Moment der Polyphonie. Die Turnhalle ist nun vollends zum Konzertsaal geworden, und die Zugabe-Rufe wollen kein Ende nehmen.

Henry Spradau, stellvertretender Vorsitzender des Vereins »prophil«, hat das Konzert besucht und ist davon angetan. »Es ist gut, dass wir uns als Verein für solche Musikprojekte engagieren«, sagt er »so bilden wir das Konzertpublikum der Zukunft heran«. Und erst die Schülerinnen und Schüler! Samira und Finnlay aus der 4a sind hin und weg: »Gut, lustig, cool«, lauten ihre Urteile. Der zehnjährige David verrät, dass die Klasse schon vorgearbeitet hat. »Wir haben im Unterricht schon einiges über die Instrumente erfahren«, sagt er. Diese Nachhaltigkeit, so Projektleiter und Koordinator Marko Gartelmann, sei beabsichtigt. »Es wird auch eine Nachbereitung geben«.

Innerhalb der Spielzeit 2014/2015 stellen die Bremer Philharmoniker beachtliche 30 Schulprojekte und Schulkonzerte auf die Beine. Mit ihren Beiträgen und Spenden unterstützen prophil-Mitglieder diese originelle musikalische Früherziehung und Bildung. Das Engagement lohnt sich, wie der kurzweilige und lehrreiche Vormittag gezeigt hat.

01.03.2015

5nachsechs – offene Türen, Unterhaltung und Genuss

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Zu den von prophil geförderten Formaten der Bremer Philharmoniker gehört die Reihe 5nachsechs. Was ist das besondere an diesen Afterwork-Konzerten? Wer hatte die Idee? Wer bildet die Zielgruppe? Einer, der es wissen muss, ist der Orchestermanager Ingo J. Jander. Er ist gern zu einem Gespräch bereit.

Die Tür zum Künstlereingang der Glocke ist unscheinbar. Es geht durch einen langen Gang und dann mit dem Fahrstuhl zur Garderobe. Zwei Stunden vor dem dritten 5nachsechs-Konzert der Saison ist es noch ganz ruhig. Der Musikwissenschaftler, der auch Gesang studiert hat und lange an der Deutschen Oper Berlin im Management tätig war, kam vor sechs Jahren nach Bremen. „Ich schätze die Nähe zu den Musikern und das kleine, effiziente Team“, sagt der 50-Jährige. „Wer genau die Idee für die Initialzündung der Afterwork-Konzerte hatte, weiß ich nicht“, fügt er bescheiden an, „wir hatten sie wohl im Gremium“. Damit sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des nur zehnköpfigen Orchesterbüros gemeint. Auf alle Fälle ist das schwellenarme Konzert mit kurzweiligem Programm und kurzer Dauer am frühen Abend eine englische Erfindung. „Jeder, der weit draußen wohnt, ist in London auf Nahverkehr angewiesen“, sagt Jander. Das sei in Bremen ähnlich. Der letzte Zug in Richtung Osten (Achim, Verden, Nienburg) geht hier auch 22.18 Uhr, weiß er, ab 22.00 Uhr wird so mancher Zuhörer nervös, wenn das Konzert noch nicht zu Ende ist. Und: „Wir haben festgestellt, dass uns eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in den Konzerten schlicht fehlt.“ Das seien zum Beispiel Leute, die eine Familie gegründet haben und nach dem Sandmännchen die Kinder ins Bett bringen wollen, die in Bremen arbeiten, aber im Speckgürtel wohnen oder die zur Tagesschau daheim sein möchten. „Wie erreichen wir die?“ sei der Ansatz fürs gemeinsame Brainstorming gewesen. „Zwei Stunden Klassik nach einem Arbeitstag ist für diese Zielgruppe einfach zu viel, das Publikum sollte dann schon um 20 Uhr zu Hause sein.

Beziehung zu Bremen herstellen

Also stellt 5nachsechs den Unterhaltungswert heraus. Die pfiffige Werbung, mit der die Reihe vor drei Jahren gestartet ist, hat übrigens den Bremer Marketingpreis erhalten. Für einen Mehrwert sorgt die Moderation – mal witzig, mal ernst mit musikwissenschaftlich angehauchter Werkerläuterung. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Programmgestaltung sei der Lokalbezug. „Wir wollen eine Beziehung zu Bremen herstellen.“ Ein häufiger Gast ist die Moderatorin Friederike Westerhaus, Musikredakteurin beim Nordwestradio. Auch Dirk Böhling, bekannter Schauspieler und Radiomoderator, hat mehrere Afterwork-Konzerte launig begleitet. „Für das nächste Konzert am 1. April haben wir zwei Sänger gewinnen können, die an der hiesigen Hochschule für Musik studiert haben“, sagt Jander.

„Lass mal Fünfe grade sein“

Soviel zum Programm, doch woher kommt der Titel? „Na, von der Mutter aller Talkshows, 3nach9, übrigens eine Bremer Erfindung“, lacht er. 5nachsechs stelle vielerlei Bezüge her. Die 5 im Titel sagt unter anderem, dass es fünf Konzerte pro Saison sind. „Gleichzeitig soll das auch die Entspanntheit betonen“, sagt der Manager, „im Sinne von ‚lass mal Fünfe grade sein’.“ Die lässige Zeitangabe will außerdem signalisieren, dass eine kleine Verspätung von der Arbeit auf dem Weg zur Klassik kein Hinderungsgrund sein muss. „Die Türen bleiben noch eine Viertelstunde offen.“ Die Kleidung unterliege keinem Zwang, Einkaufstaschen, Arbeitsmappen etc. werden an der Garderobe kostenlos abgegeben. Die Gebühr dafür übernehmen die Philharmoniker. Es gibt freie Platzwahl, und wer einmal das Kartenangebot anschaut, freut sich über die moderaten Preise. „In der Regel kann man sich auch noch kurzfristig für einen Besuch entscheiden“, weiß Jander.

„Morgens summt man eine Melodie“

„Man darf sich unterhalten lassen, sich einfach ausruhen, zuhören und genießen und auch mal – gepflegt langweilen“, lautet die verblüffende Zusammenfassung der Publikumsbefindlichkeiten. „Die Musik nimmt man in jedem Fall mit nach Hause“, weiß der Musikwissenschaftler, „da summt man andern Morgens plötzlich eine Melodie.“ Auf die nächsten Konzerte macht er gern neugierig. Am 1. April stehen Händels Messias und Pergolesis Stabat Mater und damit Barockmusik auf dem Programm. Der Dirigent Olof Boman wird Einblicke in die Bearbeitungspraxis des Komponisten geben. „Sie werden sehen, dass Händel ein Geschäftsmann war, der je nach Marktlage seine Komposition änderte.“ Das Abschlusskonzert der Reihe für diese Saison am Mittwoch, 13. Mai 2015, ist der Wiener Klassik mit Mozart und Haydn gewidmet. Markus Poschner wird dirigieren. Plötzlich dringen Töne einer Klarinette durch die Wand, dann sind andere Instrumente zu hören. Musikerinnen und Musiker spielen sich in ihren Garderoben warm. Ingo Jander hat jetzt keine Zeit mehr. Er muss sehen, ob alles in Ordnung ist und eilt in den Saal. Letzte Frage: „Wofür ist ein Orchestermanager eigentlich verantwortlich?“ Da lacht der sympathische Gesprächspartner: „Für alles.“

Ingo J. Jander ist Orchestermanager der Bremer Philharmoniker. Vor sechs Jahren ist der Musikwissenschaftler von Berlin nach Bremen gekommen und schätzt die Nähe zu den Musikern und sein effizientes Team. Foto: Karla Götz